{"id":161,"date":"2016-05-27T19:41:01","date_gmt":"2016-05-27T17:41:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.christofwackernagel.de\/aktuelles\/?page_id=161"},"modified":"2016-05-27T19:48:02","modified_gmt":"2016-05-27T17:48:02","slug":"kultur","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.christofwackernagel.de\/aktuelles\/aktuelle-texte-2\/kultur\/","title":{"rendered":"Kultur"},"content":{"rendered":"<article id=\"post-35\" class=\"post-35 post type-post status-publish format-standard hentry category-kultur\">\n<div class=\"entry-content\">\n<h3>Inhaltsverzeichnis:<\/h3>\n<p><a href=\"#tatrausch\">1. Tatort: &#8222;Im Schmerz geboren&#8220; Blutrausch als gepflegte Unterhaltung<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#weihn\u00fc\">2. Weihnachts\u00fcberraschungen<\/a><\/p>\n<p><a name=\"tatrausch\"><\/a><\/p>\n<h3><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3><em>Tatort:<\/em> \u00bbim Schmerz geboren\u00ab \u2013 Blutrausch als gepflegte Unterhaltung zur F\u00f6rderung der R\u00fcstungsindustrie und des Salafistennachwuchses<\/h3>\n<p>Das \u00f6ffentlich rechtliche Fernsehen in Deutschland arbeitet mit einem vom Gesetzgeber festgelegten Bildungsauftrag. Dieser beinhaltet nicht nur die Verbreitung von Wissen und Information, sondern auch die Vermittlung von f\u00fcr das Zusammenleben in der Gesellschaft notwendigen Moral- und Wertvorstellungen. Dazu geh\u00f6rt an vorderster Stelle Orientierung im Umgang mit Gewalt; insbesondere in einer Zeit, in der Gewaltexcesse international eskalieren und nicht einmal die Kirchen dem etwas entgegensetzen.<br \/>\nDie Frage,\u00a0 wieviel und vor allem in welcher Form die Darstellung von Gewalt dazu beitragen kann, Abscheu und Ablehnung von Gewalt zu erzeugen,\u00a0 ist umstritten.\u00a0 Unterschiedliche individuelle Vordispositionen gesellschaftlicher, historischer und religi\u00f6ser Natur versch\u00e4rfen das Problem. Umso notwendiger ist es,\u00a0 \u00fcber Kriterien nach zu denken,\u00a0 wie Darstellung von Gewalt in Dokumentation und Kunst beurteilt werden kann.<br \/>\nWenn man davon ausgeht,\u00a0 dass die Darstellung selbst von Grauen notwendig ist, um eine Haltung zu unterst\u00fctzen, die Gewalt ablehnt, bleibt nur noch die Beurteilung der k\u00fcnstlerischen und \u00e4sthetischen Form, in der sie gezeigt wird. Dabei z\u00e4hlt auch nicht die subjektive Absicht des K\u00fcnstlers oder Dokumentaristen. Es geht nicht um die Behauptung, sondern um das Ergebnis: das, was zu sehen ist und wie es gemacht wurde \u2013 nur daraus l\u00e4sst sich ableiten, wie es wirkt.<br \/>\nAus diesem Grunde ist es notwendig,\u00a0 das Ph\u00e4nomen der zunehmenden Gewalt Darstellung im \u00f6ffentlich rechtlichen Fernsehen zu untersuchen. Schon vor 15 Jahren wirkte ich selbst in einem \u201cTatort\u201d mit, in dem eine Vergewaltigung derart naturalistisch gezeigt wurde, dass die Zuschauer gerade mal vom Anblick der gyn\u00e4kologischen Details verschont wurden. Der Regisseur erkl\u00e4rte dies mit redaktionellen Vorgaben, es widerte ihn selbst an, vor allem aber die betroffenen Schauspieler.<br \/>\nInzwischen ist ausgefeilteste Brutalit\u00e4t in jedem der unz\u00e4hligen ARD und ZDF Krimis Achsel zuckend hingenommene, nicht weiter hinterfragte Realit\u00e4t. Wenn dann von den Verantwortlichen auf die \u201cgeniale Machart\u201d hingewiesen wird, klingeln nicht s\u00e4mtliche Alarmglocken,\u00a0 sondern ist die Sache legitimiert. Das weist auf eine nicht hinterfragte Akzeptanz von Gewalt als Mittel der allt\u00e4glichen Auseinandersetzung hin, die parallel zur Eskalation der Gewalt als Mittel der weltweiten politischen Auseinandersetzung zu sehen ist.<br \/>\nMit der Konkurrenz der privaten TV-Anbieter ist dies nicht zu rechtfertigen.\u00a0 Die \u00f6ffentlich rechtlichen Anstalten sind unabh\u00e4ngiger denn je, seit jeder B\u00fcrger sie bezahlen muss, selbst wenn er ihre Dienste gar nicht in Anspruch nimmt. Auch ihr gesetzlich vorgeschriebener Auftrag, Gesellschafts sch\u00e4digenden Tendenzen entgegenzuwirken wird dadurch noch gr\u00f6\u00dfer.<br \/>\nDas Gegenteil ist der Fall. In einem ganz normalen ZDF Krimi darf ein amtierender Polizist drei Menschen erschie\u00dfen und zwar nicht in Aus\u00fcbung seines Amtes,\u00a0 sondern aus pers\u00f6nlichen Rachemotiven,\u00a0 wof\u00fcr sogar sein Chef Verst\u00e4ndnis hat. Und er killt nicht nur, er zelebriert seine Morde, er qu\u00e4lt seine Opfer vor ihrem Tod und das alles wird bis zum kleinsten Schweiss- und Blutstropfen in HD-Qualit\u00e4t ausgebreitet.<br \/>\nAktueller H\u00f6hepunkt dieser Brutalisierung des \u00f6ffentlich rechtlichen Fernsehens ist der \u201cTatort\u201d des Hessichen Rundfunks: \u201cim Schmerz geboren\u201d. Es wird erschossen, bei lebendigem Leibe im Main versenkt und erw\u00fcrgt. Minutenlang wird die Todesangst von Opfern gezeigt \u2013 aber nicht etwa abschreckend, sondern \u00e4sthetisch verz\u00fcckt, von beruhigender Trauermusik unterlegt:<br \/>\nder Genuss trieft allen Beteiligten aus allen Poren, wobei die Verantwortlichen f\u00fcr diese moralische Katastrophe alle Register modernster filmisch-technischer Mittel ziehen, wof\u00fcr sie dann auch noch einen Preis und Preisgeld in H\u00f6he von 20 000 Euro bekommen.<br \/>\nWer das sieht wird nicht davon\u00a0 abgeschreckt, sondern auf h\u00f6chstem Niveau daran gew\u00f6hnt.<br \/>\nDer Gipfel ist das Crescendo des Film, in dem sich eine von Drogen\u00a0 aufgeputschte Verbrecherbande ein Gefecht mit der Polizei liefert. In Zeitlupe spritzt das Blut, sirren\u00a0 die Kugeln und dazu wird der Zuschauer von sanft melancholischer Verdimusik eingelullt. Massaker\u00e4sthetik.<br \/>\nWer hier noch behauptet, das schaffe kritisches Bewusstsein gegen\u00fcber Gewalt oder entlarve gesellschaftliche Strukturen, ist selbst l\u00e4ngst Opfer dieses systematischen, die ganze Gesellschaft erfassenden medialen Abstumpfungsprozesses.<br \/>\n\u00c4sthetisierung von Gewalt ist Verharmlosung.<br \/>\nIrgendwie d\u00e4mmert das auch den Machern dieser \u00f6ffentlich rechtlichen Blutorgie, und so blenden sie immer wieder einen Shakespeare Zitator ein, der klarstellt: \u201cRache ist keine L\u00f6sung\u201d.<br \/>\nDie mediale Eigenart des Films ist aber, dies mit den Mitteln\u00a0 des Films, also auf unbewusster, unausgesprochener, indirekter Ebene zu vermitteln, das ist der Unterschied zur Analyse oder zum gesprochenen Wort. Wer seine Botschaft dazusagen muss, gesteht selbst ein, dass er sie mit anderen Mitteln, hier dem des Films, nicht zu vermitteln verstanden hat.<br \/>\nIm Falle von \u201cim Schmerz geboren\u201d ging es allerdings sowieso nicht darum, sondern ums Gegenteil:<br \/>\nUnterhaltung, Ablenkung, Verharmlosung, L\u00e4cherlichmachung; Gew\u00f6hnung an den Schrecken und Aufgeilung an Gewaltdarstellung. Der atavistische Affentanz zweier Brusttrommelnden Grosstadt-Gorillas mit Maschinengewehr bewaffneten Affenhorden hinter sich wird mittels Verweisen kreuz und quer durch die Kulturgeschichte hypostasiert zum Gebet: der Mensch ist und bleibt ein Tier, ein Affe mit Atombomde, wie schon Konrad Lorenz wusste. Die textbausteinartig abgespulte Behauptung, es ginge um Kritik daran ist nur eine pseudoemanzipatorische Rechtfertigung f\u00fcr diese excessive Ausbreitung der Gewaltdarstellung.<br \/>\nDie Botschaft ist eine gegenteilige:<br \/>\nGewalt hat keine gesellschaftlichen, politischen oder gar \u00f6konomischen Ursachen, sondern geht von Irren aus \u2013 in diesem Fall einem psychisch kranken Drogenh\u00e4ndler.<br \/>\nDas ist so, daran kann man nichts \u00e4ndern, das war schon immer so \u2013 was ein\u00a0 bunter Zitatemix aus der Weltliteratur, klassischer Musik und Westernglorie beweist.<br \/>\nUnd vor allem, \u2013 und das ist das Zentrum der Botschaft \u2013 :<br \/>\ndagegen gibt es nur ein Mittel, n\u00e4mlich noch mehr Gewalt.<br \/>\nDas entspricht exact den Anforderungen des globalen Zeitgeists. Dieser Film spiegelt nicht gesellschaftliche Zust\u00e4nde wider, sondern ist selbst Spiegel und Motor gesellschaftlicher Zust\u00e4nde:<br \/>\nWenn selbst Bisch\u00f6fe Waffenlieferungen fordern, anstatt mit ihren Kollegen von der anderen Variante der Anbetung desselben Gottes auch nur versuchen\u00a0 zu reden (wieso bietet sich der Papst nicht als Austauschgeisel an wie es H.D. Genscher 1972 beim Attentat der Pal\u00e4stinenser auf die israelischen Olympiasportler getan hat?), dann ist klar, was die Uhr geschlagen hat, dann m\u00fcssen die Menschen darauf eingeschworen werden, dass es f\u00fcr diese Irren wie IS oder wenn n\u00f6tig auch Putin nur eine Antwort gibt: \u201cab sechs Uhr wird zur\u00fcckgeschossen\u201d.<br \/>\nDeshalb ist dieser Film zum goldrichtigen Zeitpunkt gekommmen. Bequem bei einem Glas Wein in den Sessel zur\u00fcckgelehnt bleibt einem, auch noch legitimiert durch die halbe Kulturgeschichte, nichts anderes \u00fcbrig als \u2013 obwohl man es ja gar nicht will! \u2013 zu sagen: \u201cja, schmeisst die R\u00fcstungsschmieden an und gebt jedem Zunder, der nicht mitspielt\u201d. Man darf nicht nur nicht t\u00f6ten, sondern, wie jetzt von h\u00f6chstbisch\u00f6fflicher Seite verk\u00fcndet wurde, auch nicht \u201ct\u00f6ten lassen\u201d, sozusagen das elfte Gebot: lasst andere die t\u00f6ten, die t\u00f6ten, bevor diese uns t\u00f6ten und r\u00fcstet sie daf\u00fcr mit deutscher Qualit\u00e4tsarbeit aus.<br \/>\nDer Hessische Rundfunk als Absatzf\u00f6rderer der deutschen Waffenindustrie. Das deutsche Fernsehen als Richter und Henker: wer aus der Reihe tanzt, wird im Main versenkt \u2013 so geht es auch bei der Mafia zu. Die Fl\u00fcchtlinge werden ja auch im Mittelmeer versenkt, jedem das seine.<br \/>\nDieser Film verwurstet wirklich alles, was es je an emanzipatorischen Ideen und Versuchen gegeben hat aus dem Elend patriarchalischer Perspektivlosigkeit, wie sie heute von der Ukraine \u00fcber Irak bis Mali neue Gipfel erst\u00fcrmt, herauszufinden und zu einer friedfertigen Weltgesellschaft zu kommen.<br \/>\nDer Versuch einer \u201cmenage a trois\u201d, lernen wir am bem\u00fcht zitierten Beispiel des Films \u201cJules und Jim\u201d, ist nicht etwa ein Versuch zu repressionsfreien Beziehungen zwischen M\u00e4nnern uns Frauen zu kommen, sondern f\u00fchrt zu Mord und Totschlag zwischen den Kerlen, das war schon immer so und wir immer so bleiben. Frauen sind Sexualobjekte und Geb\u00e4rmaschinen, um die sich die M\u00e4nner zu kloppen haben, damit beim Nachwuchs die st\u00e4rksten Gene sich durchsetzen.<br \/>\nNichts Neues also, nur neu aufgelegt.<br \/>\nKomik darf auch dabei sein: w\u00e4hrend der Polizist und der Drogenbaron teuren Champagner trinken, m\u00fcssen Brigaden von SEK Soldaten schwitzen und werden schliesslich aus Mitleid nach Hause geschickt. Das Publikum beim M\u00fcnchner Filmfest lacht brav. Am Schluss des Films werden alle Toten eben schnell nochmal augenzwinkernd lebendig gezeigt: ist ja nur Film, das Publikum lacht brav.<br \/>\n\u201cIm Schmerz geboren\u201d \u2013 dieser Courths-Mahler betitelte, mit Verdi unterlegte Shakespeare\/Tarantino Verschnitt ist die bislang raffinierteste Version Abstumpfung gegen\u00fcber Gewalt mit Kritik an derselben zu verkaufen. Das kritiklose Gejubel \u00fcber diese k\u00fcnstlerische Delikattesse f\u00fchrt sich selbst vor:<br \/>\nje besser etwas gemacht ist, desto besser wirkt es.<br \/>\n\u201cDieser Film ist trotz 47 Morden nicht brutal\u201d beteuert eine Barbara M\u00f6ller in einer der vier gr\u00f6ssten Tageszeitungen der Republik.<br \/>\nQuod erat demonstrandum.<br \/>\nMorden ist immer brutal.<br \/>\nAber angesichts des weltweiten Mordens wird es an der Zeit dieses altmodische Denken zu den Akten zu legen.<\/p>\n<p>+++<\/p>\n<p>Noch vor wenigen Jahrzehnten konnte ein einziges Foto, das den verzweifelten Blick einer Frau zeigte, an deren Schl\u00e4fe eine Pistolenm\u00fcndung gedr\u00fcckt wird, die ganze Welt ersch\u00fcttern und zum Ende des Vietnamkriegs beitragen genauso wie die Emp\u00f6rung erzeugenden Dokumentationen von Bombardierungen Nordvietnams. Die erste Folge davon waren \u00f6ffentlich rechtliche Giftschr\u00e4nke, in denen derartige Aufnahme verbunkert wurden. Dieses Verfahren erzeugte nur sein Gegenteil: noch mehr Proteste.<br \/>\nSo entwickelte sich bald ein gegenteiliges Verfahren: Wir alle werden derart mit Bildern von Gewalt und Grausamkeit vollgeballert, bis nur noch jeder Mensch mit Abstumpfung und Verdr\u00e4ngung reagieren kann, keiner mehr betroffen ist.<br \/>\nForscher in\u00a0 aller Welt untersuchen seit einigen Monaten die Attraktivit\u00e4t der von dem IS auf facebook, twitter etc verbreiteten Propaganda f\u00fcr junge Menschen in Europa. Die \u00e4sthetisch perfekten Bilder von Kolonnen von Jeeps in der W\u00fcste, auf denen vermummte Gestalten mit Maschinenpistolen posieren, genauso wie detalliert gepostete Fotos erschossener, erw\u00fcrgter, gek\u00f6pfter Menschen. Sie haben herausgefunden, dass die IS Propaganda sich exact an das Vorbild amerikanischer Kriegsfilme h\u00e4lt und damit wirbt, dieses nur fiktionale endlich real werden zu lassen.<br \/>\nWenn nun\u00a0 die deutsche Gesellschaft sich dar\u00fcber wundert, dass viele junge Menschen nach Syrien oder in den Irak abwandern, um bei dem IS mitzuk\u00e4mpfen, sollte sie als erstes vor der eigenen T\u00fcre kehren:<br \/>\nwo sie die gnadenlose Brutalisierung des deutschen\u00a0 Fernsehens in den letzten beiden Jahrzehnten findet.<br \/>\nMan sollte diesen Offenbarungseid des deutschen Fernsehens als nicht mehr zu \u00fcberbietendes Alarmsignal begreifen, endlich die Killer- und Massakerorgie des \u00f6ffentlich rechtlichen Fernsehens einzustellen. Wenn Anstaltsleitungen, Redakteure, Regisseure und Drehbuchautoren vor dem Verwertungsdruck der R\u00fcstungsindustrie kapitulieren, dann sollte wenigstens der Bundesrechnungshof diesen Missbrauch \u00f6ffentlicher Gelder beenden.<br \/>\nDie verantwortliche Redakteurin mit Leni Riefenstahl gleichzusetzen t\u00e4te ihr zuviel der Ehre an, sie ist selbst nur R\u00e4dchen im Getriebe und muss ihre Rente sichern, indem sie in vorauseilendem Gehorsam an sie gestellte vermeintliche oder tats\u00e4chliche Erwartungen antizipiert. Aber sie erf\u00fcllt dieselbe Funktion: das Publikum, also die Gesellschaft mit Hilfe der Medien zu konditionieren, unertr\u00e4gliche, immer grausamere Gewalttaten achselzuckend oder gar am\u00fcsiert als unab\u00e4nderliche Tatsache hinzunehmen.<br \/>\nHeisst der Bildungsauftrag etwa: Abstumpfung der Gesellschaft gegen\u00fcber Gewalt und Konditionierung junger Menschen zur Beteiligung an salafistischen Mordorgien?<br \/>\n+++<br \/>\n1967 richtete ich in\u00a0 dem Film \u201cT\u00e4towierung\u201d eine Plastikpistole auf meinen Ziehvater, ein Schuss fiel, er sank zu Boden. 1977 richtete ich eine echte Waffe auf einen Polizisten und es kam zu einem gl\u00fccklicherweise nicht t\u00f6dlichen Schusswechsel:<br \/>\nwenn ich beim Anblick dieses Filmes Abscheu und Wut empfinde, weiss ich, wovon ich rede, denn ich kenne beide Dimensionen aus eigener Erfahrung: Gewalt im Film und Gewalt in der Realit\u00e4t.<br \/>\nDarstellung von Gewalt hat in jedem Fall ungeheure tiefenpsychologische Wirkungen, deren Ausmasse niemand genau bestimmen kann. Wer hier auch noch diese Abschlachterei mit dem Bed\u00fcrfnis der Menschen nach Unterhaltung zu rechtfertigen versucht, handelt zumindest grob fahrl\u00e4ssig: Unterhaltung und Abschreckung schliessen sich gegenseitig aus.<br \/>\nKunst besteht darin, nicht zu zeigen, was dargestellt werden soll, erst recht, wenn es um Gewalt geht. Nur so kann sie Schrecken und Abschreckung erzeugen. 1:1 dargestellte Gewalt verhindert Abschreckung. Gewalt als Unterhaltung schaltet kritische Reflexion aus. Vermittelt Gewalt als unab\u00e4nderlich.<br \/>\nWenn man die Menschen mit der wirklichen Brutalit\u00e4t konfrontierte \u2013 z.B. Fotos der Gr\u00e4uel in Darfur \u2013 und zwar pur, 1:1, dann w\u00fcrden die Leute verr\u00fcckt werden; die nachgemachte Brutalit\u00e4t hilft, die Brutalit\u00e4t zu ertragen, verharmlost sie: und ist damit Vorreiter und Legitimator und Erm\u00f6glicher der wirklichen Brutalit\u00e4t, brutalen Realit\u00e4t.<br \/>\nAls ich gestern mit meinem kleinen Sohn auf dem Spielplatz mit anderen Eltern sprach, konnte keiner dieser zur \u201cTatort\u201dZielgruppe geh\u00f6renden Menschen diesem von allen Medien zum nationalen Ereignis hypostasierten Film etwas abgewinnen. Der einhellige Kommentar war: \u201ckrank\u201d. Niemand aus meinem gesamten Bekanntenkreis hat sich diesen Film als Ganzes angesehen.<br \/>\nDas l\u00e4sst hoffen.<br \/>\n\u201cIm Schmerz geboren\u201d ist eine Chance.<br \/>\nEine einzigartige Gelegenheit, das Steuer herumzureissen und zum wirklichen Bildungsauftrag des \u00f6ffentlich rechtlichen Fernsehens zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p>Oktober 2014<\/p>\n<p><a name=\"weihn\u00fc\"><\/a><\/p>\n<\/div>\n<footer class=\"entry-meta\">Dieser Beitrag wurde unter <a href=\"http:\/\/christofwackernagel.de\/neuetexte\/?cat=1\" rel=\"category\">Kultur<\/a> abgelegt am <a title=\"7:58 pm\" href=\"http:\/\/christofwackernagel.de\/neuetexte\/?p=35\" rel=\"bookmark\"><time class=\"entry-date\" datetime=\"2015-03-31T19:58:26+00:00\">M\u00e4rz 31, 2015<\/time><\/a>. <span class=\"edit-link\"><a class=\"post-edit-link\" href=\"http:\/\/christofwackernagel.de\/neuetexte\/wp-admin\/post.php?post=35&amp;action=edit\">Bearbeiten<\/a><\/span><\/footer>\n<footer class=\"entry-meta\"><\/footer>\n<footer class=\"entry-meta\"><\/footer>\n<footer class=\"entry-meta\"><\/footer>\n<footer class=\"entry-meta\"><\/footer>\n<footer class=\"entry-meta\"><strong>Weihnachts\u00fcberraschungen<\/strong><\/p>\n<p>Ottobrunn, 2013:<br \/>\nBlitzlichtgewitter: die Band lief ein, vorne dran die Gitarristin, und auch nachdem sie zu spielen begonnen hatte, blieben die Telefone mit blinkenden record-on L\u00e4mpchen in die H\u00f6he gereckt; wie ein Kranz \u00fcber den K\u00f6pfen der im Halbkreis versammelten Eltern, die beim obligatorischen Kita-Weihnachtsfest die Darbietung ihrer Spr\u00f6sslinge bewunderten und f\u00fcr alle Ewigkeit festhielten. Wie funktionierte eigentlich das Leben als es noch keine Smartphones gab? Ich hob meinen gerade ein Jahr alt gewordenen Sohn Peter auf die Schultern, damit er das seltsame Spektakel besser bewundern konnte. Vor einem halben Jahr hatten wir Mali, wo er geboren war, fluchtartig verlassen, weil Al Qaida Truppen die Hauptstadt Bamako bedrohten. Nun Ottobrunn, das war Airbus und EADS &#8211; der Krippenneubau hatte 3,4 Millionen gekostet, ein \u00d6kotraum in Holz und Glas, Fussbodenheizung und Wiesen mit B\u00e4umen drumrum. Peter am\u00fcsierte sich \u00fcber die bunten Kost\u00fcme &#8211; ich f\u00fchlte mich wie vom roten W\u00fcstensand Bamakos direkt in eine Raumstation katapultiert.<\/p>\n<p>In Mali, in dem nur 10% Christen leben, feierten auch die Muslime Weihnachten. An jeder Stra\u00dfenkreuzung boten fliegende H\u00e4ndler Plastikweihnachtsm\u00e4nner made in China an, Plastikadventskr\u00e4nze und Plastikgebinde. Am 25.12. ist schulfrei. Leben und leben lassen. Zusammen feiern ist immer gut. Gott ist Gott.<\/p>\n<p>\u00bbNur zwei Euro im Monat\u00ab solle man spenden, las ich auf dem Plakat gegen\u00fcber dem Supermarkt unter dem Foto eines kleinen M\u00e4dchens, das in die Kamera l\u00e4chelte. Mir kamen die \u00bbfund rising\u00ab J\u00e4ger in den Sinn, die sich mit ihren high-tech Kameras darin \u00fcberboten, die r\u00fchrendsten Fotos glut\u00e4ugig schmachtender Kinderaugen zu schiessen. Wieviel zwei Euro braucht es, um nur einen ihrer Jeeps zu bezahlen? Warum lebten sie in 5-Sterne Hotels? Warum fotografierten sie nicht die Pal\u00e4ste der malischen high society in deren riesigen Luxusvierteln?<\/p>\n<p>Peters f\u00fcnf Jahre \u00e4lterer (halb)Bruder Jacobu sah die Weihnachtsm\u00e4nner auf der Strasse nur von weitem. Unbezahlbar f\u00fcr den Grossteil der Bev\u00f6lkerung.\u00a0 Ich hatte ihm immer wieder Autos, Bagger und Puppen aus einer gespendeten Kiste mitgebracht, in der jedes zweite Spielzeug kaputt war. F\u00fcr die Afrikaner reichts ja. Er bedankte sich nicht, ich war beleidigt &#8211; und musste ihm doch recht geben. Wieso sollte er katzbuckeln, wenn wir unseren \u00dcberfluss nur ihm geben, weil wir ihn wegschmeissen wollen?<\/p>\n<p>Und dann Peters erstes Weihnachten unter heimisch gewordenen Althippies. Ausgemacht war, dass es keine Geschenke gibt. Eine Lawine brach \u00fcber ihn herein: vom ganzen Zelt \u00fcber einen halben Zoo bis zu B\u00fcchern, die piepsen konnten, alles, was das Herz begehrt, aus gl\u00e4nzendem Plastik, lebensmittelecht und kindersicher, nur vom Feinsten. Er torkelte zwischen all den Beinen und Geschenken herum und wir r\u00e4umten die H\u00e4lfte weg f\u00fcr Ostern. Und was suchte er sich aus? Eine Kuh und einen Vogel Strauss. Der Rest interessierte nicht. Mehr braucht es nicht.<\/p>\n<p>Da fiel mir Jacobu ein. Sein Bruder. Weihnachten, das Fest des \u00bballe Menschen sind Br\u00fcder\u00ab. Der eine Bruder hat alles, der andere nichts. Und selbst wenn er es gar nicht haben wollte: Jacobu hatte nicht die Wahl, dar\u00fcber nachzudenken, ob es ihn interessierte, er hatte \u00fcberhaupt nichts. Und selbst wenn Peter ihm die H\u00e4lfte seines Spielzeugs abg\u00e4be, \u00e4nderte das nichts an seiner Situation. Er w\u00fcrde isoliert. Alle anderen wollten davon abhaben und erwarteten von ihm, dass er mehr auftreibe. Wie es schon seiner Mutter gegangen war, weil sie sich mit einem Weissen eingelasen hatte.<\/p>\n<p>\u203aDiese beiden Br\u00fcder repr\u00e4sentieren die unterschiedlichen Besitzverh\u00e4ltnisse aller Menschen auf der Welt\u2039, dachte ich, \u203aund Weihnachten kommts raus\u2039.<\/p>\n<p>\u203aDa hab ich mir das Problem ins Haus geholt\u2039, stellte ich fest, \u203aan dem ich mein ganzes Leben herumdoktere, abstrakt, politisch, analytisch &#8211; jetzt in der eigenen Familie \u2039. Ohne Antwort.<\/p>\n<p>Bamako 2003:<br \/>\nWeihnachten mit der WG einer zehnk\u00f6pfigen Kameruner Familie, die ein florierendes IT Gesch\u00e4ft betrieb. Das Familienoberhaupt, ein Christ, war in Kamerun &#8211; ich durfte das Fest ausrichten.<br \/>\nDa liess ich mich nicht lumpen: lecker gegrilltes Fleisch, rafffiniert marinierte Fische, Kochbananen, selbstgemachte Pommes Frites, ausgekl\u00fcgelt komponierte Salate, \u00bbboissons\u00ab (Fanta\/Cola\/Sprite) in rauen Mengen, selbst Bier und Wein, Martini und Cinzano &#8211; wenn gen\u00fcgend Geld da ist, geht alles. Es gibt in Bamako Superm\u00e4rkte, in denen die Summe auf dem Kassenzettel nicht nur in der einheimischen W\u00e4hrung steht, sondern auch umgerechnet in Euro. Nicht \u00bbwir Europ\u00e4er\u00ab sind reich und \u00bbdie Afrikaner\u00ab sind arm, sondern hier wie dort gibt es Reiche und Arme.<\/p>\n<p>Und mit vor Grossz\u00fcgigkeit \u00fcberquellender Brust beschloss ich in meiner Postion als \u00bbPatron\u00ab das Fest des \u00bballe Menschen sind gleich\u00ab, einmal w\u00f6rtlich zu nehmen und zu diesem Anlass die \u00bbbonne\u00ab (Hausangestellte) Chadija, die sonst immer abseits vom Tisch im Hof speiste, mit an die festlich geladene Tafel zu bitten. \u203aIst doch unw\u00fcrdig, diese zwei Klassen Gesellschaft\u2039, emp\u00f6rte ich mich in Gedanken, \u203adenen zeige ich mal, was wahre N\u00e4chstenliebe ist! Gerade wenn man hier daran erinnert wird, wie reich man ist, sollte man doch wenigstens an Weihnachten mal gerecht teilen\u2039. Wahrscheinlich w\u00fcrde damit ihr sehnlichster heimlicher Wunsch erf\u00fcllt!<\/p>\n<p>Aber irgendetwas stimmte nicht. Sie wolle nicht mit uns am Tisch essen, erkl\u00e4rte Marie-Therese, die Tochter des Hausherrn. Hier sei das eben nicht \u00fcblich, kl\u00e4rte mich Janvier auf, der Neffe des Hausherrn. \u00bbAber es ist doch Weihnachten\u00ab, beharrte ich, obwohl mir etwas unwohl wurde. Ich erntete milde Mitleidsblicke.<\/p>\n<p>\u00bbWo ist sie?\u00ab \u00bbSie steht im Gang\u00ab.<\/p>\n<p>Ich \u00f6ffnete die T\u00fcr &#8211; und erstarrte geschockt: heftig schluchzend stand Chadija in einer dunklen Ecke und wischte sich Rotz und Tr\u00e4nen aus dem Gesicht. Besch\u00e4mt stand ich vor ihr und wusste nicht, was ich sagen sollte. Marie-Therese brachte einen Teller mit knusprigem H\u00fchnchenschenkel, frittierten Kochbananen, Salat und zwei boissons. Dankbaren Blickes riss Chadija ihr den Teller aus der Hand und verschwand im Dunkel des Hofs.<\/p>\n<p>Das Fest der Liebe konnte beginnen und ich war um eine Erfahrung reicher.<br \/>\nSelbst unsere unantastbaren h\u00f6chsten Werte sind nicht das letzte Wort. Humanismus kann in Psychoterror umschlagen.<\/p>\n<p>Ottobrunn 2014:<br \/>\nWeihnachtszeit- Spendenzeit: Wieder konnte ich nicht mit der S-Bahn fahren, ohne an den Stationen auf Plakate zu stossen, auf denen sich wunderh\u00fcbsche, glut\u00e4ugige Kinder klares Wasser aus einem Wasserhahn \u00fcber die Hand in den Mund rinnen liessen: \u00bbspenden Sie einmal im Monat &#8211; und helfen Sie jeden Tag!\u00ab Ein Griff in die Portokasse der reichen L\u00e4nder w\u00fcrde gen\u00fcgen, den Rest der Welt mit Trinkwasser zu versorgen.<\/p>\n<p>Mir kam die Leiterin der malischen \u00bblokalen Partnerorganisation\u00ab eines deutschen Hilfsvereins in den Sinn, eine Goldminenbesitzerin, die Paris und New York kannte. Der erste Container mit Hilfsg\u00fctern war angekommen. Ich betrat ihr Wohnzimmer und traf eine einsame Frau zwischen f\u00fcr uns wertlos gewordenen Sch\u00e4tzen. Sorgf\u00e4ltig hatte sie alles auseinandersortiert: auf Tische, St\u00fchle und Sofas verteilt lagen sauber gestapelte H\u00e4ufchen von Hosen, Hemden, Blusen, Socken, BHs, Jacken und M\u00e4nteln, die sie traurig traumverlorenen Blickes betastete und glattstrich\u00a0 &#8211; Beckett life. Nach dem zweiten Container hatte sie sich ein neues Auto gekauft.<\/p>\n<p>Obwohl inzwischen schon anderthalb Jahre wieder in Deutschland und Mitglied des Elternbeirats der Krippe, kam ich mir immer noch wie auf einem fremden Stern vor, wenn ich mein Email Postfach \u00f6ffnete und in acht von zw\u00f6lf Emails eine erbitterte Diskussion dar\u00fcber tobte, welche Rezepte bei der Backwoche in der Krippe ben\u00fctzt werden sollten. Na wenns sonst keine Probleme gibt, ist ja alles gut. Ob Weihnachtssterne giftig seien oder nicht, war der zweite Zankapfel. Aber wir haben doch die letzten Jahrhunderte auch \u00fcberlebt!? Kann es sein, dass wir Erwachsenen kindischer als die Kinder sind? In Mali lutschten die Kinder gern alte auf die Strasse geworfene Batterien, das schmeckte so sch\u00f6n s\u00fcsssauer.<\/p>\n<p>Aber ich mischte mich nicht ein, sondern heftete f\u00fcr die Weihnachtsfeier mein Schildchen \u00bbElternbeirat\u00ab an die Brust, der Streit um die Rezepte war vergessen und die Pl\u00e4tzchen h\u00e4tten schmackhafter nicht gelingen k\u00f6nnen. Wir tranken alkoholfreien Punsch, mehrere Gigabites Smartphonespeichers wurden verfilmt und wir hatten einen richtig netten Nachmittag.<\/p>\n<p>Als ich danach Peter in seinem Buggy durch Ottobrunns Strassen nach Hause schob, fiel mir der alte Berliner Schlager ein: \u00bbDie M\u00e4nner sind alle Verbrecher, ihr Herz ist ein finsteres Loch &#8211; aber lieb, aber lieb, sind se doch\u00ab.<br \/>\nDa wurde es mir trotz der K\u00e4lte ganz warm ums Herz und ich sang leise in Peters Ohren: \u00bbDie Ottobrunner sind alle Verbrecher, ihr Herz ist ein finsteres Loch &#8211; aber lieb, aber lieb, sind se doch!\u00ab<\/p>\n<p>Bamako 2004:<br \/>\nNach der letztj\u00e4hrigen Weihnachtserfahrung schlauer geworden, beschloss ich, in meinem zweiten Mali Jahr Weihnachten einfach an mir vor\u00fcbergehen zu lassen.<\/p>\n<p>Es betraf eh nur die Reichen, die hier genausowenig den wahren Weihnachtsgedanken umsetzten wie bei uns zulande. Ausserdem hatte ich inzwischen viel mehr Kontakt zu der Mehrheit der Bev\u00f6lkerung, die sich Weihnachtsfeiern gar nicht leisten konnte. Aber Weihnachten ist eben Weihnachten und da wird ein klein wenig mehr darauf geachtet, ob hehre Worte mit den Taten \u00fcbereinstimmen.<\/p>\n<p>Ich wollte eine amerikanischen Freundin besuchen von, der ich wusste, dass sie auch nichts mit Weihnachten am Hut hatte. Sie war nicht da, aber ihr Guardian, der obligatorische W\u00e4chter, der vor jedem Haus der gehobenen Klasse sass und in der Garage oder einer eigenen kleinen H\u00fctte wohnte, sprach mich an: \u00bbwas ist denn nun mit Eurem tollen Weihnachten, ich denke, da bekommt man Geschenke?\u00ab \u00bbTja\u00ab, sagte ich ratlos, denn ich sah nicht ein, wieso ich ausgerechnet ihm, den ich kaum kannte, etwas schenken sollte. Er zeigte auf seinen Bauch und zwinkerte mir zu.<\/p>\n<p>Also ging ich zwei Strassen weiter nach Hause, f\u00fcllte ein dreit\u00f6pfiges Essenstransportgeschirr mit Henkel, wie man es aus der ganzen Welt kennt, mit den weihnachtlichen K\u00f6stlichkeiten meiner Gastgeber und trug es zu ihm.<\/p>\n<p>Hocherfreut sondierte er den Inhalt, forderte mich ultimativ auf, Platz zu nehmen und rief den benachbarten Guardian: \u00bbKomm, wir feiern Weihnachten!\u00ab<\/p>\n<p>Und so sassen wir am Rande der staubigen Strasse und quatschten \u00fcber das Leben, die Frauen und \u00fcberhaupt, assen und lachten und tranken boissons und winkten den Vor\u00fcbergehenden gut gelaunt zu &#8211; und f\u00fchlten uns rundum wohl.<\/p>\n<p>Christof Wackernagel<br \/>\nOttobrunn 12.2014<\/p>\n<\/footer>\n<footer class=\"entry-meta\"><\/footer>\n<\/article>\n<nav class=\"nav-single\">\n<h3 class=\"assistive-text\">Artikel-Navigation<\/h3>\n<p><span class=\"nav-previous\"><a href=\"http:\/\/christofwackernagel.de\/neuetexte\/?p=33\" rel=\"prev\"><span class=\"meta-nav\">\u2190<\/span> Schwarzafrika, das weisse Blatt Papier<\/a><\/span> <span class=\"nav-next\"><a href=\"http:\/\/christofwackernagel.de\/neuetexte\/?p=37\" rel=\"next\">Schiessen statt reden. Ein Spiegelbild. <span class=\"meta-nav\">\u2192<\/span><\/a><\/span><\/p>\n<\/nav>\n<div id=\"comments\" class=\"comments-area\">\n<h2 class=\"comments-title\">Ein Gedanke zu \u201eDer Film zum Krieg\u201c<\/h2>\n<ol class=\"commentlist\">\n<li id=\"li-comment-3\" class=\"comment even thread-even depth-1\">\n<article id=\"comment-3\" class=\"comment\">\n<header class=\"comment-meta comment-author vcard\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"avatar avatar-44 photo\" src=\"http:\/\/0.gravatar.com\/avatar\/ac0d208b0bd42ed0199ad335ab4a8657?s=44&amp;d=http%3A%2F%2F0.gravatar.com%2Favatar%2Fad516503a11cd5ca435acc9bb6523536%3Fs%3D44&amp;r=G\" alt=\"\" width=\"44\" height=\"44\" \/><cite><b class=\"fn\">Udo<\/b> <\/cite><a href=\"http:\/\/christofwackernagel.de\/neuetexte\/?p=35#comment-3\"><time datetime=\"2015-04-21T17:56:54+00:00\">April 21, 2015 um 5:56 pm<\/time><\/a><\/header>\n<section class=\"comment-content comment\">Kunst besteht darin, nicht zu zeigen, was dargestellt werden soll, erst recht, wenn es um Gewalt geht. Nur so kann sie Schrecken und Abschreckung erzeugen. 1:1 dargestellte Gewalt verhindert Abschreckung. Gewalt als Unterhaltung schaltet kritische Reflexion aus. Vermittelt Gewalt als unab\u00e4nderlich.Betrifft auch Jugendliche: noch nicht fertig aber soooo coul.Lieber Christof, wie recht du hast!!<br \/>\nUdo<\/p>\n<p class=\"edit-link\"><a class=\"comment-edit-link\" href=\"http:\/\/christofwackernagel.de\/neuetexte\/wp-admin\/comment.php?action=editcomment&amp;c=3\">Bearbeiten<\/a><\/p>\n<\/section>\n<div class=\"reply\"><a class=\"comment-reply-link\" href=\"http:\/\/christofwackernagel.de\/neuetexte\/?p=35&amp;replytocom=3#respond\">Antworten<\/a>\u2193<\/div>\n<\/article>\n<\/li>\n<\/ol>\n<div id=\"respond\" class=\"comment-respond\">\n<h3 id=\"reply-title\" class=\"comment-reply-title\">Hinterlasse eine Antwort <small><\/small><\/h3>\n<form id=\"commentform\" class=\"comment-form\" action=\"http:\/\/christofwackernagel.de\/neuetexte\/wp-comments-post.php\" method=\"post\">\n<p class=\"logged-in-as\">Angemeldet als <a href=\"http:\/\/christofwackernagel.de\/neuetexte\/wp-admin\/profile.php\">admin<\/a>. <a title=\"Vom Benutzerkonto ausloggen\" href=\"http:\/\/christofwackernagel.de\/neuetexte\/wp-login.php?action=logout&amp;redirect_to=http%3A%2F%2Fchristofwackernagel.de%2Fneuetexte%2F%3Fp%3D35&amp;_wpnonce=a7dbc0d246\">Abmelden?<\/a><\/p>\n<p class=\"comment-form-comment\"><label for=\"comment\">Kommentar<\/label> <textarea id=\"comment\" cols=\"45\" name=\"comment\" rows=\"8\"><\/textarea><\/p>\n<p id=\"form-allowed-tags\" class=\"form-allowed-tags\">Du kannst folgende <abbr title=\"HyperText Markup Language\">HTML<\/abbr>-Tags benutzen: <code>&lt;a href=\"\" title=\"\"&gt; &lt;abbr title=\"\"&gt; &lt;acronym title=\"\"&gt; &lt;b&gt; &lt;blockquote cite=\"\"&gt; &lt;cite&gt; &lt;code&gt; &lt;del datetime=\"\"&gt; &lt;em&gt; &lt;i&gt; &lt;q cite=\"\"&gt; &lt;strike&gt; &lt;strong&gt; <\/code><\/p>\n<\/form>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"primary\" class=\"site-content\"><\/div>\n<div id=\"secondary\" class=\"widget-area\">\n<aside id=\"search-2\" class=\"widget widget_search\">\n<form id=\"searchform\" class=\"searchform\" action=\"http:\/\/christofwackernagel.de\/neuetexte\/\" method=\"get\">\n<div><label class=\"screen-reader-text\" for=\"s\">Suche nach:<\/label> <input id=\"s\" name=\"s\" type=\"text\" value=\"\" \/><\/div>\n<\/form>\n<\/aside>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhaltsverzeichnis: 1. 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