{"id":164,"date":"2016-05-27T19:45:05","date_gmt":"2016-05-27T17:45:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.christofwackernagel.de\/aktuelles\/?page_id=164"},"modified":"2016-05-27T19:47:32","modified_gmt":"2016-05-27T17:47:32","slug":"politik","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.christofwackernagel.de\/aktuelles\/aktuelle-texte-2\/politik\/","title":{"rendered":"Politik"},"content":{"rendered":"<p>Inhaltsverzeichnis:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"#schiestare\">Schiessen statt reden. Ein Spiegelbild<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#kata\">Katastrophenalarm<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a name=\"kata\"><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>KATASTROPHENALARM.<\/strong><\/p>\n<p>Dieses Buch ist ein Ph\u00e4nomen: es steht sich selbst im Weg.<\/p>\n<p>Es ist ein unverzichtbares Standardwerk \u00fcber \u00bbdie mutwillige Zerst\u00f6rung der Einheit von Mensch und Natur\u00ab (Untertitel), eine im besten Sinne des Wortes gigantische Fleissarbeit, die wissenschaftlich fundiert und dennoch f\u00fcr Laien verst\u00e4ndlich wirklich alle relevanten Aspekte der momentanen Selbstvernichtung der Menschheit eindringlich vor Augen f\u00fchrt, eine grauenvolle Enzyklop\u00e4die des real existierenden Horrors, dessen Dimension man sich gar nicht in seiner G\u00e4nze bewusst machen darf, will man nicht Gefahr laufen, zum Selbst- und Serienm\u00f6rder zu werden.<\/p>\n<p>Aber obwohl die so sorgf\u00e4ltig wie pr\u00e4zise zusammengestellten Fakten wahrlich mehr als genug f\u00fcr sich selbst sprechen, m\u00fcssen in so aufdringlicher wie unn\u00f6tiger\u00a0 Weise permanent Karl Marx und Friedrich Engels daf\u00fcr herhalten, die wahre Qualit\u00e4t der Katastrophe zu belegen. Die Umweltkatastrophe und die Genialit\u00e4t von Marx\/Engels sind aber zwei paar Stiefel, die sich gegenseitig nicht n\u00f6tig haben: traut der Autor etwa selbst den von ihm so hervorragend zusammengestellten Fakten nicht, m\u00fcssen sie erst von der Marx\/Engelschen Autorit\u00e4t bewahrheitet werden? Traut der Autor selbst Marx\/Engels nicht, wenn er glaubt, die Umweltkatastrophe dazu ben\u00fctzen zu m\u00fcssen, Marx\/Engels zu bewahrheiten? . Damit wird er nicht nur beiden nicht gerecht, sondern schm\u00e4lert ihren jeweiligen Eigenwert.<\/p>\n<p>Denn S\u00e4tze wie:<br \/>\n&#8211; Der Zustand der Verschmutzung, Vergiftung, Erw\u00e4rmung und Versauerung der Weltmeere ist nach derzeitigem menschlichem Ermessen bereits zu einem betr\u00e4chtlichen Teil irreversibel. Es w\u00fcrde mindestens einige zehntausend Jahre dauern, bis auf nat\u00fcrlichem Wege der vorindustrielle Zustand wieder erreicht werden k\u00f6nnte.(S. 141)<br \/>\n&#8211; Um das Jahr 2005 hinterliessen mehr als drei Milliarden Stadtbewohner j\u00e4hrlich bereits 1,3 Milliarden Tonnen festen M\u00fcll, fast das Doppelte wie zehn Jahre zuvor (S. 168). (Heute, zehn Jahre sp\u00e4ter also mindestens noch mal das Doppelte, wenn nicht mehr: und so weiter)<br \/>\n&#8211; Trotz aller Fortschritte der Wissenschaft und Technik haben im 21. Jahrhundert mehr als 1,2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser. T\u00e4glich sterben etwa 10 800 Kinder durch fehlendes oder verunreinigtes Trinkwasser. 80% aller Krankheiten in den Entwicklungsl\u00e4ndern sind auf Mangel an sauberem Trinkwasser zur\u00fcckzuf\u00fchren.(S.211) (Ich kann das nach zehn Jahren Leben in Mali durch Erfahrung vor Ort best\u00e4tigen, halte die Zahlen sogar f\u00fcr viel zu niedrig &#8211; was einmal mehr f\u00fcr die Seriosit\u00e4t des Autors spricht: lieber weniger, aber gesichert, als mehr und eventuell angreifbar. Ausserdem gilt auch hier: auch die hier genannetn Zahlen sind mehr als genug, n\u00e4mlich unertr\u00e4glich viel zu viel, Ausdruck der unvorstellbaren Barbarei unserer \u00bbZivilisation\u00ab &#8211; welch Hohn\u00a0 auf diesen Begriff)<br \/>\n&#8211; diese S\u00e4tze stehen f\u00fcr sich, sie bed\u00fcrfen keiner weiteren Bekr\u00e4ftigung ihrer Evidenz.<\/p>\n<p>Der verdienstvollste Fund, das phantastischste Ergebnis der akribischen Arbeit des Autors Stefan Engel ist freilich das aus dem Jahre 1955 stammende Zitat des US-amerikanischen Vordenkers unserer heute ins damals Unvorstellbare gewucherten Wegwerfgesellschaft, Alfred P. Sloan (bezeichnenderweise Chef einer Firma des Kernst\u00fccks der Wegwerfproduktion, des Sargnagels der Zivilisation: des Autos &#8211; in seinem Falle des Automobilkonzerns General Motors):<\/p>\n<p>Unsere enorm produktive Wirtschaft fordert, dass wir den Konsum zu unserem Lebensinhalt machen, den Kauf und Gebrauch von Waren in Rituale verwandeln, unsere geistige Befriedigung und unser Selbstwertgef\u00fchl im Konsum suchen. &#8230; In immer schnellerem Tempo m\u00fcssen wir Dinge konsumieren, verbrennen, abnutzen, ersetzen und wegwerfen.(S. 164\/165)<\/p>\n<p>Selten wurde Wahrheit und nichts als die reine Wahrheit deutlicher ausgesprochen.<\/p>\n<p>Das ist der m\u00f6rderische Trick, die Todesfalle der globalen, inzwischen zum Naturgesetz erkl\u00e4rten Profitmaximierungsproduktion:<\/p>\n<p>Dem einzelnen Menschen, durch von Medienterror flankierten Produktionsdruck sein Selbstwertgef\u00fchl &#8211; also das Urmenschlichste &#8211; zu rauben, ihn zum burnout erniedrigten Nichts zu machen, das sich selbst nur noch f\u00fcr ein sinnloses St\u00fcck Lebendfleisch h\u00e4lt &#8211;<br \/>\nund ihm dann als Kompensation den Konsum zu bieten, an vorderster Stelle das Auto, welches ihm F\u00e4higkeiten wie \u00fcbermenschliche Geschwindigkeit, \u00fcbermenschliche Kraft, \u00fcbermenschliches Selbstwertgef\u00fchl verleiht, ihm die Illusion gibt, Gott gleich zu sein &#8211;<br \/>\nund ihn damit bis zur v\u00f6lligen Umw\u00e4lzung dieser barbarischen Verh\u00e4ltnisse zur nur noch funktionierenden Ameise macht.<\/p>\n<p>Jedes zweite Baby in den Metropolen spricht als erstes Wort \u00bbAuto\u00ab; in Afrika ist es noch das Wort \u00bbWasser\u00ab, aber auch dort folgt als zweites: \u00bbAuto\u00ab.<\/p>\n<p>Die Umweltkatastrophe beginnt im Menschen und endet mit dem Menschen, seiner Verwandlung in Ware.<\/p>\n<p>Nirgends wurde Rosa Luxemburgs Tatsachenfeststellung \u00bbentweder Sozialismus oder Barbarei\u00ab treffender auf den Begriff gebracht.<\/p>\n<p>Vielen Dank, Stefan Engel, f\u00fcr diesen Zitatfund, diese glasklare Definition von \u00bbBarbarei\u00ab.<\/p>\n<p>Was den \u00bbSozialismus\u00ab, die \u00bbbefreite Gesellschaft\u00ab, die \u00bbUtopie\u00ab oder gar das \u00bbParadies\u00ab betrifft &#8211; ganz gleich also wie man diesen \u00e4ltesten Menschheitstraum benennen mag -, bleibt das Buch freilich sein Versprechen, dahin einen Weg zu finden, schuldig.<\/p>\n<p>Ein durchaus besser gemeintes und auch so gewolltes Parteinmodell anzubieten &#8211; MLPD anstatt CSUSPDGR\u00dcNE etc &#8211; bleibt ein systemimmanentes Stubenhockermodell.<\/p>\n<p>Ein globales Umdenken ist gefragt:<br \/>\nOrientierung am Gebrauchswert, dem Nutzen anstatt am Tauschwert, dem Profit &#8211; ist angesagt.<br \/>\nDas steht ausserhalb und oberhalb jeglicher Parteien, Ideologien, Religionen, denn es ist nicht nur n\u00f6tig, sondern heute &#8211; im Gegensatz zur fr\u00fcheren Zeiten materiell, technisch-wissenschaftlich m\u00f6glich.<\/p>\n<p>\u00bbKatastrophenalarm\u00ab k\u00f6nnte zu diesem Umdenken beitragen, wenn es sich nicht selbst ein Bein stellte, indem es seine dringenden Inhalte mit sachfremden wie der &#8211; v\u00f6llig unn\u00f6tigen &#8211; Lobpreisung von Karl Marx und Friedrich Engels mischt.<\/p>\n<p>Der Autor weiss das und versucht dem zu begegnen, indem er\u00a0 auf jeder dritten Seite Satzteile fett hervorhebt &#8211; als ob seine Leser Deppen seien. Gelbe Karte, Stefan Engel! Das ist Entm\u00fcndigung des Lesers und Reproduktion kapitalistischer Werbemethoden: \u00bbV-Markt &#8211; einfach besser einkaufen\u00ab. Das geht nach hinten los!<\/p>\n<p>Dieses Buch ist zu wichtig, um seine Aussagen:<br \/>\nseinen Alarm &#8211;<br \/>\nderart abzuschw\u00e4chen.<\/p>\n<p>Christof Wackernagel<br \/>\n13.2.2015<\/p>\n<p>PS: Hiermit biete ich mich als Lektor f\u00fcr die zweite Auflage an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a name=\"schiestare\"><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Schiessen statt reden. Ein Spiegelbild.<\/strong><\/p>\n<p>Zur Mitverantwortung unserer Gesellschaft f\u00fcr die Angriffe auf sie.<br \/>\nVorbemerkung:<\/p>\n<p>Macht, Verf\u00fchrung und immanente Brutalit\u00e4t von Organisationen wie Al Qaida und seit neuestem dem Islamischen Staat geben den Menschen in den demokratischen Metropolen R\u00e4tsel auf: wieso ist der Djhad hipper als facebook? Politiker, Wissenschaftler und Theologen \u00fcberbieten sich in Erkl\u00e4rungsversuchen und sehen als einzige Antwort weitere Eskalation der Gewalt. Was ist passiert?<br \/>\nDer ubiquit\u00e4re Widerspruch<\/p>\n<p>Vor 2000 Jahren kippte ein junger Mann mit M\u00fcnzen \u00fcberh\u00e4ufte Tische in Jerusalem um und beschimpfte deren Besitzer als gottlose Geldh\u00e4ndler. Auch wenn es sich nur um Gewalt gegen Sachen handelte, ist dieser Vorgang vor allem deshalb bemerkenswert, weil die historisch bedeutende Botschaft dieses jungen Mannes war, die Menschen sollten Konflikte durch Dialog l\u00f6sen und nicht durch Gewalt. Aber angesichts der Wechsler und Wucherer platzte selbst dem Sohn Gottes der Kragen.<br \/>\n2000 Jahre sp\u00e4ter z\u00fcndeten einige junge Leute ein Warenhaus in Frankfurt an und klagten deren Betreiber als menschenfeindliche Kapitalisten an. Ebenfalls Gewalt gegen Sachen als Protest gegen einen Krieg, der der Durchsetzung eines globalen Diktats der modernen Wechsler und Wucherer diente. Ebenfalls von Menschen ausge\u00fcbt, die vorher mit friedlichen Mitteln menschenunw\u00fcrdiges Profitdenken angeklagt hatten und von einer friedlichen Welt tr\u00e4umten.<br \/>\n50 Jahre sp\u00e4ter zerst\u00f6rten einige junge M\u00e4nner das World Trade Center und erkl\u00e4rten einem Handelssystem den Krieg, das sie nur noch den \u00bbWesten\u00ab nannten. Von Gewalt gegen Sachen konnte keine Rede mehr sein, sondern nur von ultimativem Massenmord. Aber es waren ebenfalls Menschen, die sich auf eine Frieden und Toleranz predigende Religion beriefen.<\/p>\n<p>Bei allen Unterschieden verbindet sie eines: sie richteten sich gegen ein Handels- und G\u00fcterverteilungssystem, das sie als ungerecht empfanden und das weder im r\u00f6mischen Reich noch in der aufgekl\u00e4rten Weltgesellschaft des dritten Jahrtausends auch nur ein Jota in Frage gestellt wird.<\/p>\n<p>Jesus Christus wurde bekanntlich gekreuzigt, die RAF verschwand im Kugelhagel oder im Gef\u00e4ngnis und dem Djhad wurde der totale Krieg erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Demokratie, also das Forum, verschiedene oder gegens\u00e4tzliche Interessen friedlich zu regeln, und den Anspruch, dieses zu tun, gab es schon lange vor Christus, der ihre Grundgedanken einklagte. Die Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland war zwar etwas \u00fcber zwanzig Jahre nach Diktaturende nur schwach entwickelt, nutzte aber die Chance ihrer Bew\u00e4hrung angesichts einer verzweifelten Infragestellung nicht, sondern setzte den Rechtsstaat ausser Kraft. Heute ist Demokratie weltweit das Mass aller Dinge \u2013 und sie hat nur eine Antwort auf gewaltsame Infragestellung: noch mehr Gewalt.<\/p>\n<p>So k\u00f6nnen sich beide Seiten auf die Gegenseite berufen, wenn sie ihre eigenen hoch offi-ziell erkl\u00e4rten Prinzipien und Ziele ins Gegenteil verkehren, ganz gleich, ob sie religi\u00f6ser, politischer oder weltanschaulicher Natur sind.<\/p>\n<p>Wie man sich selbst diesen Widerspruch zurechtbiegt und verdr\u00e4ngt, kenne ich aus eige-ner Erfahrung. Antifaschistisch erzogen, Kriegsdienstverweigerer und als Kind der Studentenbewegung der 60er Jahre ein gl\u00fchender Verfechter einer weltweiten gerechten Verteilung der G\u00fcter der Menschheit, war es f\u00fcr mich undenkbar, eine Waffe in die Hand zu nehmen. Dass ich schliesslich trotzdem tat, hat zwei entscheidende Rechtfertigungsbegr\u00fcndungen:<\/p>\n<p>1. \u00bbEs bleibt mir nichts anderes \u00fcbrig, weil die Machtinhaber die ungerechten Verh\u00e4ltnis-se mit Gewalt aufrechterhalten und selbst friedliche Proteste mit brutaler Gewalt niedergemacht werden. Dass die staatliche Gewalt sogar nicht davor zur\u00fcckschreckt, einen friedlich demonstrierenden Studenten zu ermorden, zeigt f\u00fcr wie gef\u00e4hrlich sie dessen Gedanken und Ziele h\u00e4lt. Daf\u00fcr kann es nur einen Grund geben: dass diese Gedanken und Ziele richtig sind (quod erat demonstrandum).\u00ab<br \/>\n2. \u00bbWenn ich gegen meine \u00dcberzeugung eine Waffe in der Hand nehme, tue ich das, um diese \u00dcberzeugung endlich und endg\u00fcltig irreversible Realit\u00e4t werden zu lassen: dass n\u00e4mlich nie wieder ein Mensch eine Waffe in die Hand nehmen muss oder will. Wir f\u00fchren den letzten Krieg, mit dem eine Welt ohne Krieg herbeigef\u00fchrt wird: wir \u00fcben keine Gewalt, sondern Gegengewalt aus. Deshalb bin ich gezwungen, eine Waffe in die Hand zu nehmen und sie auch mit allen t\u00f6dlichen Konsequenzen f\u00fcr andere und mich zu ben\u00fctzen: so habe ich dazu nicht nur das Recht, sondern \u2013 um meiner \u00dcber-zeugung willen! \u2013 sogar die Pflicht.\u00ab<\/p>\n<p>Daran f\u00fchle ich mich erinnert, wenn ich heute das Fotos einer jungen Frau sehe, die, gl\u00fcckseligen Blickes, ihre Heckler und Koch Maschinenpistole in den Armen h\u00e4lt wie ein Baby, nachdem sie von Berlin nach Bagdad aufgebrochen ist.<\/p>\n<p>Daran f\u00fchle ich mich auch erinnert, wenn ich 100 Jahre nach Ausbruch des ersten Welt-krieges im Anti-Kriegsdrama \u00bbDie letzten Tage der Menschheit\u00ab von Karl Kraus das wahre Zitat eines Feldgeistlichen zitiert finde:<br \/>\n\u00bbUnd man muss hier klar und bestimmt eingestehen: Jesus hat das Gebot: \u203aLiebet Eure Feinde\u2039 nur f\u00fcr den Verkehr zwischen den einzelnen Menschen gegeben, nicht aber f\u00fcr das Verh\u00e4ltnis der V\u00f6lker zueinander. \u2026 Es gilt nicht f\u00fcr die Stunde des Gefechtes. \u2026 Das T\u00f6ten ist in diesem Falle keine S\u00fcnde, son-dern Dienst am Vaterlande, eine christliche Pflicht, ja, ein Gottesdienst!\u00ab<\/p>\n<p>Daran f\u00fchle ich mich auch erinnert, wenn der ehemalige Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland, Wolfgang Huber, in der FAZ am 6.10.14 unter dem Titel \u00bbDu sollst nicht t\u00f6ten \u2013 und nicht t\u00f6ten lassen\u00ab schreibt:<br \/>\n\u00bbUnsere Verantwortung f\u00fcr den Frieden kann im \u00e4ussersten Notfall den Einsatz von Waffengewalt einschliessen. \u2026 Denn ein Ende der Gewalt, bevor sie weitere Opfer fordert, ist der einzige Sinn einer solchen Notmassnahme\u00ab.<\/p>\n<p>Dabei bleibt offen, wieviel Opfer diese Notmassnahme fordert: oder sind tote Terroristen keine Opfer?<\/p>\n<p>Und es stellt sich vor allem die Frage, warum das erweiterte 5. Gebot \u00bbDu sollst nicht t\u00f6ten lassen\u00ab nicht in der Konsequenz bedeutet:<br \/>\nkeinerlei Waffen mehr in andere H\u00e4nde zu geben, also den R\u00fcstungsexport einzustellen?<\/p>\n<p>Statt dessen fordern andere hohe deutsche Geistliche, die den Irak besucht haben, sogar R\u00fcstungslieferungen an die \u2013 vor kurzem noch als Terroristen bezeichneten \u2013 Kurden.<\/p>\n<p>Und drehen damit die Gewaltspirale h\u00f6her, die Gewaltspirale, die von Anfang aller Geschichte an auf der gleichen Begr\u00fcndung beruht, woran Wolfgang Huber in seinem Artikel erinnert:<br \/>\n\u00bbSo fordert Mose die Leviten auf, alle zu t\u00f6ten, die sich dem Bekenntnis zu dem einen Gott verweigern. Sie sind folgsam, das kostet dreitausend Menschen das Leben\u00ab.<br \/>\nObwohl Gott Mose die Tafeln mit dem 5. Gebot gab.<br \/>\nMit der gleichen Begr\u00fcndung mordeten die Christen halb S\u00fcdamerika hin, obwohl ihr Gr\u00fcnder das Gegenteil gefordert hatte und heute die Djhadisten, obwohl im Koran das Gegenteil steht.<\/p>\n<p>Die junge Berlinerin mit der Heckler und Koch Maschinenpistole k\u00f6nnen derartige Erkl\u00e4rungen nicht nur nicht davon abhalten, nach Bagdad aufzubrechen, sondern sie k\u00f6nnen sie nur darin best\u00e4tigen, m\u00f6glichst m\u00f6glichst konsequent den wirklichen Frieden, wie sie ihn versteht, herbeizuf\u00fchren. Entweder es gibt das 5. Gebot, das ja auch f\u00fcr den Islam gilt, oder es gibt Ausnahmen. Und wenn es Ausnahmen gibt:<br \/>\nwer hat dann das Recht und die Legitimation dazu, diese Ausnahmen zu definieren?<\/p>\n<p>Denn was f\u00fcr eine Alternative bietet ihr die getaktete burnout Gesellschaft, die sich f\u00fcr das non plus ultra der Geschichte h\u00e4lt und dabei jeden jungen Menschen, der in diese Welt hineinw\u00e4chst mit einer nie dagewesenen Ausweglosigkeit konfrontiert: friss Vogel oder stirb, mach mit, h\u00e4ng dich rein, gib alles und du bekommst Audi oder BMW \u2013 wenn du versagst, musst du dich mit Aldi und Lidl zufriedengeben. Sonst gibt es nichts und jeder, der sich nicht dazu bekennt, f\u00e4llt raus oder wenn er dagegen aufmuckt, werden Notmassnahmen ergriffen.<\/p>\n<p>Ernsthaft zur Disposition gestellt wird diese Gesellschaft nicht.<\/p>\n<p>Ich verstehe die junge Berlinerin auf dem Weg nach Bagdad. Ich denke genauso wie sie, habe es aber zum Gl\u00fcck bereits hinter mir, zu versuchen, mit Gewalt eine \u00c4nderung herbeizuf\u00fchren. Durch diese Erfahrung weiss ich heute allerdings eines:<br \/>\n\u00bbes geht nicht mit Gewalt\u00ab heisst: \u00bbes geht nicht mit Gewalt\u00ab.<br \/>\nAuch nicht mit \u00f6konomischer, psychischer oder struktureller, staatlich oder religi\u00f6s begr\u00fcndeter. Nicht einmal mit \u00bbfriedlicher Gewalt\u00ab \u2013 sowieso eine contradictio in adjecto.<\/p>\n<p>Als Pal\u00e4stinenser 1972 bei den olympischen Spielen in M\u00fcnchen israelische Sportler zu Geiseln nahmen, bot sich der damalige Innenminister als Austauschgeisel an. Selbst wenn man unterstellt, dass er davon ausgehen konnte, dass die Pal\u00e4stinenser das Angebot nicht annehmen w\u00fcrden, zeigt das auch nur als Geste die einzige Perspektive.<\/p>\n<p>Warum argumentiert Bischof Huber heute noch wie der Feldgeistliche anno 1914und sagt: \u00bbf\u00fcr sich selbst kann man auf jeglichen Schutz vor Gewalt verzichten, man kann jedoch nicht mit einer solchen Begr\u00fcndung\u00ab, n\u00e4mlich die von Jesus geforderte \u00bbpers\u00f6nliche Bereitschaft, Leiden auf sich zu nehmen \u2026 anderen jeglichen Schutz vorenthalten\u00ab.<\/p>\n<p>Warum zeigt er dann nicht diese pers\u00f6nliche Bereitschaft, f\u00e4hrt in den Irak und spricht mit dem obersten IS Kalifen?<\/p>\n<p>Der w\u00fcrde sich das nicht entgehen lassen. Und Bischof Huber nicht umbringen. Und die Berlinerin auf dem Weg nach Bagdad w\u00fcrde ihre Entscheidung zumindest solange vertagen, bis ein Ergebnis eines solchen Gespr\u00e4ches deutlich w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Immerhin hat der Papst seine Bereitschaft zu erkennen gegeben, mit seinem Kollegen an der Spitze des IS ins Gespr\u00e4ch zu kommen. Als die Gruppe \u00bbAnzardin\u00ab (in etwa: die Verwirklicher des wahren Glaubens) den Norden Malis \u00fcberfiel, wollten die friedlichen Muslimf\u00fchrer unbedingt mit ihnen dar\u00fcber diskutieren, was denn wirklich der \u00bbwahre Glaube\u00ab sei, Gott sei Gott und gerade darin, dass es nur einen gebe, seien sich doch alle einig.<br \/>\nDazu kam es nicht und als die vergewaltigenden, Zungen, H\u00e4nde und F\u00fcsse abhackenden Truppen immer n\u00e4her auf Malis Hauptstadt Bamako zukamen, in der ich mit meinem eben geborenen Sohn lebte, sah ich mich gezwungen, im deutschen Fernsehen um Hilfe von der Bundeswehr zu bitten:<\/p>\n<p>Jedes Wort, das nicht gesprochen wird, erzeugt 1000 t\u00f6dliche Kugeln.<\/p>\n<p>Warum also haben nicht Obama, Putin, Merkel nicht l\u00e4ngst ein Gipfeltreffen angeboten anstatt \u00fcber immer gr\u00f6ssere Vergeltungsschl\u00e4ge zu reden?<br \/>\nDie unheilige Allianz<\/p>\n<p>Auf dem H\u00f6hepunkt der europaweiten Fahndung nach der RAF im Jahre 1977 befand ich mich eines Tages mit einem Kollegen in einer europ\u00e4ischen Hauptstadt auf dem Weg zum Bahnhof, um deutsche Zeitungen zu kaufen. Verst\u00e4ndnislos den Kopf sch\u00fcttelnd sagte er: \u00bbDas BKA ist wirklich d\u00fcmmer als die Polizei erlaubt. Die Herrschaften wissen doch, dass wir ohne Zeitungen nicht leben k\u00f6nnen! Sie m\u00fcssten einfach nur die paar Stellen, an denen es deutsche Zeitungen gibt, beobachten und k\u00f6nnten uns alle problemlos abgreifen.\u00ab<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich h\u00e4tte eine Gruppe von zwanzig Menschen niemals eine Republik von sechzig Millionen Menschen derart in Aufruhr versetzen k\u00f6nnen, wenn nicht die Medien dazu ihren ausschlaggebenden Beitrag geleistet h\u00e4tten: \u00bbein Ereignis ist nur dann ein Ereignis, wenn dar\u00fcber berichtet wird\u00ab \u2013 das ist heute ein politisches wie gesellschaftliches, kulturelles Grundgesetz.<br \/>\nW\u00e4re \u00fcber die Ermordung Hanns Martin Schleyers so n\u00fcchtern wie von einem Naturereignis betroffen berichtet worden wie \u00fcber die Ermordung von dreizehn Besuchern des Oktoberfestes oder von zehn ausl\u00e4ndischen Mitb\u00fcrgern durch die NSU \u2013 das Kalk\u00fcl der RAF w\u00e4re nicht aufgegangen.<\/p>\n<p>Erst die mediale Hysterie hat aus der RAF die RAF gemacht.<\/p>\n<p>Man sollte diese Tatsache ganz unabh\u00e4ngig davon sehen, welche vermeintlichen oder echten Interesse hinter der einen oder anderen Seite standen.<\/p>\n<p>Ein zentrales Prinzip von kleinen Gruppen, die mit gewaltsamen Aktionen in den politischen Prozess eingreifen wollen ist die \u00bbSelbstvermittlung der Aktion\u00ab. Ausgehend von der Tatsache, dass der Medienaufschrei die Ziele und Inhalte der Aktion umkehren oder verschweigen wird, ist es oberstes Gebot, dass das Objekt der Aktion selbst ihren Inhalt offen legt. Man kann sogar davon ausgehen, dass die Dimension der medialen Verleugung der Inhalte diese umgekehrt proportional deutlich macht.<br \/>\nSo las ich vor kurzem \u00fcber die Geschichte der RAF in einer Schularbeit der 17-j\u00e4hrigen Tochter einer Freundin, dass die Mitglieder der RAF \u00bbden Kapitalismus, den Vietnamkrieg und die Zust\u00e4nde in der 3ten Welt verabscheuten\u00ab und deshalb \u00bbBombenanschl\u00e4ge auf US- und staatliche Einrichtungen ver\u00fcbten\u00ab.<br \/>\nImmer wieder stosse ich auf \u00bbBewunderung\u00ab von jungen Menschen, die in Bezug auf die Ermordung Hanns Martin Schleyers sagen: \u00bbIhr habt wenigstens noch was gegen die alten Nazis getan\u00ab und h\u00f6re staunend Punk-Songtexte wie: \u00bbWo ist die RAF wenn man sie braucht?\u00ab oder \u00bbBuback, Ponto, Schleyer, die Welt wird immer freier\u00ab.<br \/>\nAuch wenn das Ziel der RAF einer vom Profitdiktat befreiten friedlichen Menschheit nicht erreicht wurde \u2013 dank der Medien sind ihre Inhalte noch bei unseren Enkeln pr\u00e4sent.<\/p>\n<p>Betrachtet man unter dem Gesichtspunkt der \u00bbSelbstvermittlung der Aktion\u00ab den inzwischen ein Jahrzehnt alten Anschlag auf das World Trade ergibt sich folgendes Bild:<\/p>\n<p>Wenn das Welt Handels Zentrum zerst\u00f6rt wird, wird der Welthandel als solcher damit angeklagt, seine Struktur, seine Ungerechtigkeit, seine indirekten weltweit massenhaft t\u00f6dlichen Folgen, sein sich als Naturgesetz darstellendes Diktat.<br \/>\nGanz gleich, ob man es \u00bbImperialismus\u00ab, nennt, \u00bbKapitalismus\u00ab, \u00bbProfitdiktat\u00ab oder \u00bbHabgier der Reichen, die damit immer reicher werden, die Armen aber immer \u00e4rmer\u00ab, ganz gleich, ob man diese Meinung teilt oder nicht, eines kann keiner leugnen:<br \/>\ndass Milliarden von Menschen auf dieser Welt, n\u00e4mlich alle, die von diesem Welthandel betroffen sind und am Existenzminumum dahinsiechen, deren Kinder an verseuchtem Wasser und Krankheiten sterben, weil die Eltern die notwendigen Medikamente nicht bezahlen k\u00f6nnen, wie ich es jahrelang in Mali miterlebte \u2013<br \/>\nsie alle teilen diese Meinung.<br \/>\nSie alle wurden nach dem Anschlag auf allen Kan\u00e4len der ganzen Welt mit der Emp\u00f6rung dar\u00fcber \u00bbbombardiert\u00ab und selbst wenn sie die Emp\u00f6rung teilten, die Gewalt daran verabscheuten, bleibt in ihren K\u00f6pfen, bewusst oder unbewusst die Frage, wieso die Emp\u00f6rung \u00fcber die Ermordung der 4000 Welth\u00e4ndler nicht einhergeht mit einer durch dieses Zeichen aufbrechenden Emp\u00f6rung \u00fcber 4 000 000 Opfer des Welthandels. Bleibt scheunentorweit offen die Frage, wieso anl\u00e4sslich einer derart grauenhaften Aktion nicht deren Motive wenigstens nachvollzogen und vielleicht auch dar\u00fcber nachgedacht wird, ob vielleicht etwas an den Ursachen ge\u00e4ndert werden k\u00f6nnte oder gar sollte.<\/p>\n<p>Hier noch einmal der wahre Zitate \u00dcberbringer Karl Kraus in den \u00bbletzten Tagen der Menschheit\u00ab, der den deutschen Gesandten einer internationalen Journalistenkonferenz im Jahre 1917 sprechen l\u00e4sst:<\/p>\n<p>\u00bbDer Krieg hat offenbart, welche Macht der moderne Zeitungsschreiber in der Hand h\u00e4lt. Man denke sich die Zeitung weg in diesem internationalen Aufruhr der Gem\u00fcter; w\u00e4re ohne sie der Krieg \u00fcberhaupt m\u00f6glich geworden, m\u00f6glich auch in seiner Durchf\u00fchrung?<br \/>\nEs ist eine Kunst, eine hohe Kunst, die wir aus\u00fcben, und das Instrument, auf dem wir spielen, ist das edelste, das sich denken l\u00e4sst, es ist die Seele der V\u00f6lker.\u00ab<br \/>\nes: wie das Unbewusste das Bewusstsein manipuliert<br \/>\nGlaube<\/p>\n<p>In meiner Zeit als Sympathisant der RAF sprach ich einmal in Paris mit einer wunder-sch\u00f6nen Intellektuellen und schw\u00e4rmte wortreich und wortgewandt vor ihr vom Traum der befreiten Gesellschaft, dem Unterschied zwischen Freiheit und Befreiung und der Notwendigkeit des bewaffneten Kampfes zum Zwecke der Herbeif\u00fchrung derselben. Nach anf\u00e4nglich durchaus vielversprechenden Blicken h\u00f6rte sie zunehmen unkonzen-trierter zu, schlug schliesslich die H\u00e4nde \u00fcber dem Kopf zusammen und rief in meinen Redefluss hinein: \u00bbDu bist ja schlimmer als jeder Missionar!\u00ab Tief getroffen gab ich weitere Werbeversuche auf und archivierte die Erfahrung nach dem Motto: Schnaps ist Schnaps und Politik ist Politik. Mehr als ein Jahrzehnt sp\u00e4ter, nach RAF Mitgliedschaft, Gef\u00e4ngnis, dem gescheiterten Versuch, den bewaffneten Kampf in der BRD mit Marxens \u00bbKapital\u00ab, Band I zu erkl\u00e4ren und wieder als TV-Serienkom\u00f6diant t\u00e4tig, kam mir im Lauf der unz\u00e4hligen Verarbeitungs- und Vermittlungsdiskussionen wie ein Axthieb, der den Baum meiner festen \u00dcberzeugung niederschlug, die Erkenntnis:<br \/>\n\u203aJa, es war Glaube\u2039.<br \/>\nDas, was ich f\u00fcr eine marxistisch-leninistisch fundierte historische Gesetzm\u00e4ssigkeit gehalten hatte \u2013 war in Wahrheit Glaube. Ganz normaler, blinder Glaube, der mir den Blick auf den ersten logischen Widerspruch verstellte: wenn die Befreiung der Menschheit eh eine historische Gesetzm\u00e4ssigkeit war, wieso musste ich dann mit Gewalt nachhelfen?<\/p>\n<p>Die Soldatinnen und Soldaten des Islamischen Staates setzen ihre Sache schlauer um.<\/p>\n<p>Wo wir einem Glauben anhingen, den wir f\u00fcr Politik hielten, die erkl\u00e4rt werden musste, beginnen sie gleich mit dem Glauben und k\u00f6nnen somit Politik machen, die sie nicht er-kl\u00e4ren m\u00fcssen.<br \/>\nSie bauen einen Staat auf mit Administration, Gesundheits- und Erziehungsinstitutionen, in strenger, aber klarer Ordnung. Sie kritisieren nicht nur, sie schaffen die (scheinbare) Alternative. Alles ist geregelt, da gibt es nichts zu diskutieren.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend meines zehn Jahre dauernden Lebens in dem von einer 70%igen islamischen Mehrheit bewohnten Land Mali f\u00fchrte ich viele Gespr\u00e4che mit Musliminnen und Muslimen, die ich als \u00fcberaus tolerant und offen erfuhr. In den ganzen zehn Jahren wurde ich nur drei oder vier Mal aufgefordert, doch zum Islam \u00fcberzutreten. So akzeptierten sie zum Beispiel meine an sich nur gymnastische Yoga-\u00dcbung \u00bbMorgengruss\u00ab als Gebet, was ausreichte um als Mitglied ihrer Gesellschaft akzeptiert zu werden.<br \/>\nAber wenn ich sagte: \u00bbIch rede jeden Tag mit Allah\u00ab, erntete ich entsetzte Reaktionen. \u00bbMit Allah kann man nicht reden\u00ab, er hat mit dem Koran gesagt, was gesagt werden musste und hat die gesamte folgende Geschichte der Menschheit bis ins letzte Detail vorbestimmt \u2013 seitdem schl\u00e4ft er, deshalb kann und braucht man nicht mit ihm zu reden.<br \/>\nAuch wenn ich sagte: \u00bbwir sind alle Kinder Allahs\u00ab erntete ich entsetzten Widerspruch: Nur Muslime sind Kinder Allahs.<\/p>\n<p>Aber genauso entsetzt reagierten sie, als die Gruppe Anzardin schwerbewaffnet den Norden Malis \u00fcberfiel, Andersgl\u00e4ubige t\u00f6tete und sich dabei auf den Propheten Mohammed berief, der vorgelebt habe, was unter dem Satz, dass nur Muslime Kinder Allahs seien, zu verstehen sei: alle umzubringen, die keine Muslime sind (wie einst Mose sagte). W\u00fctend und besch\u00e4mt distanzierten sie sich von diesen Verr\u00e4tern des Islam.<br \/>\nVerf\u00fchrung<br \/>\nIndividuell:<\/p>\n<p>Schon am ersten Abend in der Illegalit\u00e4t irritierte mich das Verhalten eines meiner neuen Mitstreiter. W\u00e4hrend wir zusammensassen und redeten und dabei Kleinigkeiten zu uns nahmen, sass er l\u00e4ssig an ein Sitzkissen gelehnt auf dem Boden, warf sich mit der einen Hand N\u00fcsse in den Mund, die er gekonnt auffing, und liess in der anderen seine Pistole um den Zeigefinger kreisen \u2013 so, wie ich es aus Western Filmen kannte. So etwas h\u00e4tte ich bei pubertierenden Jugendlichen erwartet, aber nicht bei der Rote Armee Fraktion. Es dauerte lange, bis ich Neuling wagte, das anzusprechen: ob das nicht gef\u00e4hrlich sei, fragte ich. \u00bbIst doch nicht geladen\u00ab, kam es milden Spottes schnoddrig zur\u00fcck. Einer der anwesenden Frauen gefiel das ebenfalls nicht und es kam zum Konflikt \u00fcber die Frage, ob ein derartiger Umgang mit Waffen einer revolution\u00e4ren Organisation angemessen sei oder nicht, was verneint wurde.<\/p>\n<p>Kurz darauf bekam ich Schiessunterricht, in einem Fussg\u00e4ngertunnel einer Autobahnunterf\u00fchrung, wo weit und breit kein Mensch zu erwarten war. Nicht nur der Hall faszinierte \u2013 ich musste mir schnell eingestehen, dass dieses Gef\u00fchl unangreifbar zu sein \u2013 beziehungsweise: wer es wagen sollte, mich anzugreifen, sein blaues Wunder erleben w\u00fcrde \u2013 phantastisch war. \u00bbGeil\u00ab w\u00fcrden sie jungen Leute heute sagen.<br \/>\nKurz darauf bekam ich eine kleine tschechische Maschinenpistole, sehr handlich und ge-rade nur so gross, dass ich sie locker in den Hosenbund stecken konnte und sie trotzdem vom Jackett \u00fcberdeckt wurde.<br \/>\nSo ging es sich wie auf einem sanft gefederten roten Teppich \u2013 verbunden mit dem Bewusstsein f\u00fcr eine gute Sache zu k\u00e4mpfen, siehe oben, konnte das geradezu high machen.<\/p>\n<p>So schnell kann sich etwas unbemerkt in sein Gegenteil verwandeln.<\/p>\n<p>Und muss es: denn die Waffe zu nehmen, aber die Skrupel zu behalten, w\u00e4re selbstm\u00f6rderisch. Wer a sagt, muss auch b sagen. Man kann gegen Waffen sein, so viel man will, in dem Moment, in dem man sie in der Hand hat, \u00fcben sie selbst Macht aus, magische Macht, und es ist nur sehr, sehr m\u00fchsam m\u00f6glich, sich dem zu erwehren und wenn man sich das nicht klarmacht, nicht zu verfallen.<br \/>\nVerf\u00fchrung kollektiv:<\/p>\n<p>Nachdem ich zehn Jahre lang ausserhalb des europ\u00e4isch-amerikanischen Kulturraumes gelebt hatte, bekam ich einen Schock, als ich wieder mit der hierzulande Standard gewordenen Kultur- und vor allem Filmindustrie konfrontiert wurde.<br \/>\nVon Tarantino-Filmen bis \u00bbTatort\u00ab: eine atemberaubende Eskalation der Gewaltdarstellung. 1:1 mit sch\u00f6nen Bildern \u00e4sthetisch f\u00fcr den Konsum aufbereitet und in Zeitlupe bildungsb\u00fcrgerlich aufgemotzt. Gewaltdarstellung, musste ich fassungslos feststellen, ist salonf\u00e4hig geworden. Bei gleichzeitiger Perfektionierung einerseits von Anti-Gewalt Bekundungen von Politik und Medien, andererseits immer brutalerer Kriegf\u00fchrungen in aller Welt und einem boomenden R\u00fcstungsexport.<\/p>\n<p>Mit wem auch immer ich dar\u00fcber sprach: ich stiess nur auf achselzuckende Resignation. \u00bbKann man nichts daran \u00e4ndern\u00ab, \u00bbmerkt doch eh keiner mehr\u00ab oder die beliebteste Ausrede der TV-Redakteure: \u00bbdie Leute wollen das so\u00ab. Permanente Gewaltdarstellung erzeugt Abstumpfung.<\/p>\n<p>Der Mensch ist aber ein nach\u00e4ffendes Wesen.<\/p>\n<p>Jedes Kind lernt durch Nachahmung. Was sollen von Stars vorgelegte Modetrends ande-res bewirken. Die gesamte Werbung setzt darauf. Karaoke, Kopien von Sex Pistols \u00fcber Abba bis zu den Beatles.<\/p>\n<p>Warum ausgerechnet Gewaltdarstellung ausgerechnet in dem heutzutage die Kultur dominierenden Medium Film nicht zur Nachahmung f\u00fchren soll, konnte mir bisher niemand erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Und wenn dann angesichts von Amok laufenden jungen Menschen erst in den USA und inzwischen auch bei uns immer noch nicht dar\u00fcber nachgedacht wird, ob das vielleicht daran liegen k\u00f6nnte, dass dieses Verhalten diesen jungen Menschen tagt\u00e4glich auf allen Kan\u00e4len vorgemacht wird, geschweige denn dar\u00fcber, dass das ein Aufschrei gegen die absolute, v\u00f6llige, totale Perspektivlosigkeit unserer Gesellschaft sein k\u00f6nnte, dann kann ich auch niemandem mehr etwas erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Ich kann allerdings immer besser nachvollziehen, warum die junge Berlinerin sich auf den Weg nach Bagdad zum IS macht \u2013 und zwar in jeder Hinsicht:<br \/>\nsie kann sein wie all diesen jungen sch\u00f6nen Frauen aus inzwischen jedem zweiten US-Blockbuster, die mit einer Maschinenpistole in der Hand vor einem rauchenden Tr\u00fcmmerfeld stehen und entschlossen seligen Blickes die Welt retten oder die tollen Kommissarinnen, ohne die kein deutscher TV Krimi mehr aus kommt, die mit gez\u00fccktem Baller-mann all das B\u00f6se in dieser Welt bek\u00e4mpfen;<br \/>\nsie kann selbst und h\u00f6chstpers\u00f6nlich im Andy Warholschen Sinne ein 15-Minuten Star werden;<br \/>\nund sie kann damit, zu allem \u00dcberfluss, wohlig eingebunden in eine entschlossene und solidarische, klar und fraglos strukturierte Gemeinschaft, ihrem Leben doch noch einen Sinn geben. Daf\u00fcr kann sie auch in Kauf nehmen, dass dieses Leben nicht mehr lange dauert. Und das gilt genauso f\u00fcr ihre m\u00e4nnlichen Kollegen.<br \/>\nDie gesellschaftliche Verdr\u00e4ngung<\/p>\n<p>Wie alle meine Generationgenossen erfuhr ich in der Schule nichts \u00fcber Krieg und Faschismus. Dass unser Griechischlehrer zitterte, lag nicht an Parkinson, sondern weil er einen Tatterich hatte: er sei unter einem Panzer gelegen, wurde unter uns Sch\u00fclern hinter vorgehaltener Hand weitergeben, wie alles, was die Nazizeit betraf. Die Befreiung kam durch die Studenten Ende der 60er Jahre, die Aufkl\u00e4rung, Verarbeitung und Schuldbekenntnisse einforderten \u2013 und daf\u00fcr von der Polizei mit Wasserwerfern zur\u00fcckgedr\u00e4ngt, verpr\u00fcgelt oder sogar umgebracht wurden.<\/p>\n<p>Man muss kein Freudianer sein, um davon ausgehen zu k\u00f6nnen, dass Verdr\u00e4ngung Wiederholung erzwingt. So war es geradezu folgerichtig, dass mit dem Scheitern der Studentenbewegung bewaffnete Gruppen entstanden und die fehlende Verarbeitung einklagten, aber erst recht gewaltsam zur\u00fcckgeschlagen wurden, bis sie am Ende 1977 das lebende Symbol der \u00bbKontinuit\u00e4t des Faschismus\u00ab ermordeten und dazu sagten: \u00bbRAF hat die Entnazifizierung von Hanns Martin Schleyer nachgeholt\u00ab.<\/p>\n<p>\u00dcber diese Inhalte zu reden wurde als \u00bbRechtfertigung\u00ab gebrandmarkt, die tief in die Zeitgeschichte reichenden Zusammenh\u00e4nge weiter verdr\u00e4ngt, und so war es ebenso geradezu folgerichtig, dass mit dem Abklingen der RAF manche sogenannte \u00bbAnti-Imperialisten\u00ab \u00fcbergangslos zu Djhadisten wurden.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich erschwert und behindert das Mittel Gewalt die Bereitschaft, \u00fcber die Motive der Gewaltanwendung nachzudenken.<br \/>\nUmso mehr erforderte es grosse und grossartige Ein- und Weitsicht der Angegriffenen, zu beweisen, dass die Vorw\u00fcrfe gegen sie eben nicht stimmten, indem sie auf sie eingingen und gegebenenfalls etwas an den kritisierten Verh\u00e4ltnissen \u00e4nderten.<\/p>\n<p>Soweit es sich um vergangenes Fehlverhalten handelte, kann man sich zur Not noch entschuldigen, wie es Bundespr\u00e4sident Weizs\u00e4cker getan hatte.<\/p>\n<p>Soweit es sich allerdings um ein Welthandelssystem handelt, dessen Entstehung bis in die Anf\u00e4nge der Zivilisation zur\u00fcck reicht und das als \u00bbder Natur des Menschen\u00ab entsprechend gehandelt wird, also geradezu einem Naturgesetz gleichgestellt wird und damit genauso undiskutierbar daherkommt wie der Glaube an Allah:<br \/>\nbekommen wir alle zusammen ein Problem.<br \/>\nDann steht sich schwarz und weiss spiegelbildlich gegen\u00fcber. Jede Seite ist weiss und h\u00e4lt die andere f\u00fcr schwarz. Dann kann es nur eine nicht enden wollende Spirale der Eskalation der Gewalt geben: Dann beginnt Gewalt in Brutalit\u00e4t \u00fcber zu gehen.<\/p>\n<p>Solange Gewalt noch ein Mittel ist, auf Inhalte aufmerksam zu machen, also \u2013 so weit man noch davon reden kann \u2013 rational bleibt, versucht sie, so wenig Gewalt wie m\u00f6glich anzuwenden. So war es die Grundidee von Guerillataktik, wie sie aus S\u00fcdamerika in Europa \u00fcbernommen wurde, mit dem geringstm\u00f6glichen Schaden gr\u00f6sstm\u00f6gliche Wirkung zu erzielen. Die RAF schoss Schleyers Fahrer in den Unterschenkel \u2013 dass er trotzdem starb, zeigte das Dilemma des Mittels und wurde von der Gruppe \u00f6ffentlich bedauert. Der Richter in meinen Prozess erwiderte auf meine Beteuerung, dass ich den Polizisten, auf den ich geschossen hatte, nicht hatte t\u00f6ten wollen: \u00bbAber Sie haben das Risiko in Kauf genommen\u00ab. Das Gl\u00fcck, dass mein Gegner nur leicht verletzt wurde, erleichterte es mir sp\u00e4ter, die Unhaltbarkeit meines Handelns einzusehen. Das hatte die Voraussetzung, dar\u00fcber zu reden und nachzudenken.<\/p>\n<p>Wenn aber Gewalt nur noch dazu dient, den Gegner zu vernichten oder gar zu \u00bbbestrafen\u00ab, wenn Gewalt nur noch gegen Gewalt steht, kann sie nur immer mehr eskalieren und schl\u00e4gt aufgrund ihrer v\u00f6lligen Aussichtslosigkeit und damit offen werdenden Sinnlosigkeit in Brutalit\u00e4t um. Letztlich dr\u00fcckt das aus, dass die, die qu\u00e4len und foltern gar nicht an ihr Ziel glauben. Das gilt freilich f\u00fcr CIA-Folterer genauso wie f\u00fcr IS-Vergewaltiger.<br \/>\nNachbemerkung:<\/p>\n<p>Der legend\u00e4re BKA-Chef Horst Herold fasste die Quintessenz seiner Erfahrungen mit den Worten zusammen: \u00bbwenn man den Terrorismus bek\u00e4mpfen will, muss man seine Ursache bek\u00e4mpfen\u00ab. Selbst wenn er damit nicht die Kritik an der damals verfassungs-rechtlich verbotenen deutschen Beteiligung am Vietnamkrieg im Besonderen oder am ungerechten Welthandelssystem im Allgemeinen meinte, w\u00e4re das die Konsequenz gewesen. Selbst er wurde nicht geh\u00f6rt und endete in derselben Isolation wie die Gefangenen aus der RAF.<\/p>\n<p>Aber es geht auch anders.<\/p>\n<p>Als in Holland im Jahr 1977 sozial unterprivilegierte Einwanderer der ehemaligen holl\u00e4ndischen Kolonie Suriname Intercity Z\u00fcge der holl\u00e4ndischen stattlichen Eisenbahn st\u00fcrmten, hunderte von Menschen als Geiseln nahmen, sehr viele t\u00f6teten und tagelanger Notstand ausbrach, reagierten die holl\u00e4ndischen Verantwortlichen anders als im Nachbarland Deutschland. Nachdem sie die Geiselnahme beendet hatten, behandelten sie die Geiselnehmer nicht als \u00bbnormale Verbrecher\u00ab und sprachen ihnen jegliche politische Motivation ab, wie es in Deutschland von Politik, Justiz und Medien getan wurde, sondern verbrachten sie in Sondergef\u00e4ngnisse, wo sie mit Politikern, Sozialarbeitern und Psychologen sprachen. Dieser Dialog f\u00fchrte zu einer v\u00f6llig neuen Immigrationspolitik, Integrations- und Arbeitsprogrammen und kultureller Autonomie der in Holland lebenden Surinamer. Nie wieder kam es in Holland zu weiteren derartigen Aktionen.<\/p>\n<p>\u00c4hnliches \u2013 wenngleich unter umgekehrten Vorzeichen \u2013 erlebte ich in Mali, nachdem ein psychopathischer Putschist den demokratisch gew\u00e4hlten Pr\u00e4sidenten kurz vor Ablauf seiner Amtszeit verjagte, damit eines der wenigen wirklich demokratischen L\u00e4nder Afrikas in seine bis heute nicht \u00fcberwundene tiefste Krise st\u00fcrzte und den Djhadisten T\u00fcr und Tor \u00f6ffnete. Selbst ich pl\u00e4dierte damals f\u00fcr den sofortigen Einmarsch der vereinigten West-afrikanischen Streitkr\u00e4fte der CEDEAO, aber die Malier sagten: \u00bbNein. Wir haben hier eine Kultur des Dialogs, wir reden mit dem Mann\u00ab. So konnte ich ihn t\u00e4glich im Staatsfernsehen heiser und fuchtelnd Forderungen nach gerechten Reispreisen h\u00f6ren, was seine Anh\u00e4ngerschaft unter den Unterprivilegierten erh\u00f6hte, bis deutlich wurde, dass er und seine Kumpane nur Reiche auspl\u00fcnderten um selber reich zu werden und seine Anh\u00e4nger von ihm abfielen. Inzwischen ist ein neuer Pr\u00e4sident gew\u00e4hlt und in diesen Tagen beginnt der Prozess gegen ihn.<\/p>\n<p>Nur durch Dialog kommt raus, was richtig oder falsch ist.<\/p>\n<p>Zum Abschluss ein pers\u00f6nliches Beispiel daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Der Leiter der holl\u00e4ndischen Polizeieinheit, die mich gefangen genommen hatte, setzte sich, obwohl er selbst verletzt wurde, von Anfang an mit meinen, also den Motiven unserer Gruppe auseinander, diskutierte sie mit seinen Kindern, suchte den Kontakt zu meinen Anw\u00e4lten. Nachdem er erfahren hatte, dass ich mich vom Mittel der Gewalt getrennt hatte ohne von der Kritik an den ungerechten Verh\u00e4ltnissen abzulassen, schrieb er an das f\u00fcr mich zust\u00e4ndige Oberlandesgericht: \u00bbein Mensch, der aus idealistischen Gr\u00fcnden das Gesetz gebrochen hat, ist, wenn er nicht mehr an diese Ideale glaubt, harmloser als jeder Eierdieb. Jeder weitere Tag Gef\u00e4ngnis erzeugt nur Zynismus und Resignation\u00ab und bat um meine vorzeitige Freilassung.<br \/>\nAls ich Jahre danach eine bis heute noch nicht realisierte Friedenskarawane durch Afrika initiierte, die endlich den \u00bbDialog der Kulturen\u00ab erm\u00f6glichen sollte, dessen Notwendigkeit als einzige Alternative heute bitterer denn je offensichtlich ist, schrieb er mir:<\/p>\n<p>\u00bbIch bin stolz auf Dich, mein Junge. Jetzt machst Du endlich das, was Du mit der RAF erreichen wolltest, mit den richtigen Mitteln\u00ab.<\/p>\n<p>Es geht auch anders.<\/p>\n<p>November 2014<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhaltsverzeichnis: Schiessen statt reden. Ein Spiegelbild Katastrophenalarm &nbsp; &nbsp; KATASTROPHENALARM. Dieses Buch ist ein Ph\u00e4nomen: es steht sich selbst im Weg. 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