{"id":128,"date":"2007-01-07T18:18:31","date_gmt":"2007-01-07T16:18:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.christofwackernagel.de\/aktuelles\/?p=128"},"modified":"2016-05-28T11:15:50","modified_gmt":"2016-05-28T09:15:50","slug":"besuch-in-kutialaquelenguena","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.christofwackernagel.de\/aktuelles\/besuch-in-kutialaquelenguena\/","title":{"rendered":"Besuch in Kutiala\/Quelenguena"},"content":{"rendered":"<h1>Besuch in Kutiala\/Quelenguena<\/h1>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-238 alignleft\" title=\"22_paradiesgarten\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/22_paradiesgarten-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"75\" height=\"75\" align=\"left\" \/>Kutiala ist eine Kleinstadt im S\u00fcden Malis, nicht weit von der Grenze nach Burkina Faso. Es liegt an einem kleinen Fluss, hat ein kleines Krankenhaus und einige Verwaltungsgeb\u00e4ude, es ist der zentrale Marktplatz der Region und die Endstation der \u00fcber Segou f\u00fchrenden Busfahrt von Bamako \u2013 dahinter beginnt der \u00bbBusch\u00ab, wie man hier sagt.<br \/>\nMadou Coulibaly und ich waren auf dem Weg zu Madous Familie in Quelengena,\u00a0<img decoding=\"async\" class=\"mceWPmore mceItemNoResize\" title=\"Weiterlesen...\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/wordpress\/img\/trans.gif\" alt=\"\" \/>wo er die ersten 20 Jahre seines Lebens verbracht und das er seit einigen Jahren nicht mehr gesehen hatte. Seit drei Jahren gibt es einige Autobesitzer, die Taxidienste anbieten, und Madou und der Taxifahrer waren sich schnell einig, dass Kutiala sich in den letzten Jahren sehr ver\u00e4ndert habe, was daran liege, dass es inzwischen einige Fabriken gebe. Selbst den Weg raus aus Kutiala zu sich nach Hause fand Madou nicht mehr ohne die Hilfe des Fahrers \u2013 unz\u00e4hlige H\u00e4user waren in der letzten Zeit v\u00f6llig planlos in die Landschaft gestellt worden, was zur\u00a0 Folge hatte, dass es keine gerade Strasse aus der Stadt heraus gab, sondern man sich durch die H\u00e4user irgendwie in Richtung Quelengena durchschl\u00e4ngeln musste, mal rechts, mal links, mal \u00fcber einen Platz, alle zwei Minuten die vor den H\u00e4usern sitzenden M\u00e4nner und Frauen, die Tee tranken oder etwas verkauften, nach dem Weg fragend.<br \/>\nAber auch der Busch ist nicht mehr, was er einst war: wo dichter Wald stand, fanden sich teilweise nur noch vereinzelte B\u00e4ume, und es waren so viele neue H\u00f6fe gebaut worden, dass wir uns auch hier von einem zum anderen\u00a0 durchschlagen mussten, um zu den Coulibalys zu kommen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-227\" title=\"13_der_ehemalige_wald\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/13_der_ehemalige_wald-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/p>\n<p>\u00bbals wir Kinder waren\u00ab, berichtete Madou, \u00bbdurften wir dort nicht spielen, weil es zu viele wilde Tiere gab\u00ab.<\/p>\n<p>Quelengena ist n\u00e4mlich kein Dorf oder eine Siedlung \u2013 Quelengena ist ein Gebiet, fast eine Region, aus W\u00e4ldern und Feldern bestehend, zwischen denen sich \u00fcberall dort einzelne H\u00f6fe oder mehrere derselben befinden, wo Wasserstellen bzw. Brunnen vorhanden sind.<br \/>\nDa die Gegend flach wie ein Brett war, konnte man \u00fcberall fahren, wo die B\u00e4ume breit genug auseinanderstanden, dass ein Auto dazwischen passte, streckenweise waren aber auch richtige Pisten zu erkennen, und schliesslich erreichten wir eine Ansammlung von mindestens zehn H\u00f6fen: \u00bbdas Quartier der Coulibalys\u00ab, wie Madou erkl\u00e4rte.<\/p>\n<p>Drei M\u00e4nner traten aus der Hoft\u00fcr des ersten Hauses, der j\u00fcngere Bruder Madous und zwei Freunde. Die Begr\u00fcssung verlief n\u00fcchtern, sachlich, praktisch; unsere Sachen konnten wir in dem Wohnraum der zweiten Frau des j\u00fcngeren Bruders abstellen, wo wir auch schlafen sollten, unter dem Bastdach im Hof wurden wir gebeten, uns niederzulassen, und die erste Frau des j\u00fcngeren Bruders bot uns Wasser an: dargereicht mit einem leichten Knicks.<br \/>\nHolzgestelle lagen im Hof herum: \u00bbDaraus bauen sie Betten, die sie manchmal verkaufen\u00ab, erkl\u00e4rte Madou, mit Seilen zusammengebundene ziemlich gerade \u00c4ste, an den Ecken mit Schilf verst\u00e4rkt, eine durchaus stabile Konstruktion.<br \/>\nDer Vater,<br \/>\nder zwei H\u00e4user weiter wohnte, lag auf einem solchen Gestell, die Mutter und weitere Familienmitglieder sassen daneben. Nach der Begr\u00fcssung gingen wir wieder zur\u00fcck zum Haus des Bruders, um die Geschenke zu holen, zwei grosse Matten aus Plastik, 10 grosse Monozellenbatterien (die mit 350 Fcfa praktisch unerschwinglich sind, aber f\u00fcr Taschenlampen n\u00f6tig), Decken aus dem Flugzeug, und als H\u00f6hepunkt Schuhe (Plastiklatschen), die feierlich verteilt und von jedem, der welche bekam, \u00fcberall herumgezeigt wurden.<br \/>\nDas alles z\u00e4hlte freilich\u00a0 fast nichts neben dem Wichtigsten, n\u00e4mlich Geld, f\u00fcr das man sich selbstgew\u00e4hlt etwas kaufen kann.<\/p>\n<p>Zum Essen<br \/>\ngingen wir wieder in das Haus des j\u00fcngeren Bruders Darama, es gab To, gr\u00fcnen Hirsebrei mit gr\u00fcner Sosse aus Bl\u00e4ttern des Baobabbaumes oder anderer B\u00e4ume. Lecker und nahrhaft. Dazu zur Feier der G\u00e4ste ein Huhn \u2013 \u00fcberall laufen H\u00fchner herum und viele K\u00fcken \u2013 Eier werden nicht gegessen, sondern alle ausgebr\u00fctet -, was ein zeichen h\u00f6chster Ehrung ist. Dargereicht von der ersten Frau des Bruders, Alima, die, obwohl es inzwischen fast dunkel und damit k\u00e4lter war, immer noch mit unbekleidetem Oberk\u00f6rper herumlief (was in Mali schon immer \u00fcblich war, wie Ibn Batutta schon aus dem 14. Jahrhundert berichtet, wo es auch schon eine Ausnahme war, man achtet nicht darauf und guckt auch nicht besonders hin; in Bamako bedecken die Frauen ihren Busen, wenn sie einen Weissen sehen, hier fiel auch das weg) und aus der N\u00e4he konnte ich pl\u00f6tzlich sehen, dass sie, die st\u00e4ndig ein Neugeborenes mit sich trug, ein Geschw\u00fcr am Busen hatte; Madou fragte, was das sei, Alima wusste es nicht, bemerkte nur, dass es schmerze, aber sie hatte keinerlei Medikamente oder Salben dagegen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-228\" title=\"14_der_kranke_busen\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/14_der_kranke_busen-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/p>\n<p>Krankenstationen oder \u00c4rzte gab es nicht \u2013 in Kutiala steht ein Krankenhaus, aber man muss die Behandlung und vor allem die Medikamente erstmal bezahlen k\u00f6nnen, deswegen wird einfach gar nichts gemacht und gehofft, dass es von alleine wieder weggeht.<\/p>\n<p>Danach wurde Tee getrunken, wobei mir auffiel, dass Frauen und M\u00e4nner immer zusammensassen und in gleicher Weise an Gespr\u00e4ch und Konsum teilnahmen, noch gemischter als in Bamako, wo oft Frauen und M\u00e4nner zwar in einem Raum zusammensitzen, aber in getrennten\u00a0 Gruppen, was vielleicht an dem in Bamako weiter verbreiteten Islam liegen kann.<\/p>\n<div id=\"attachment_230\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-230\" class=\"size-medium wp-image-230\" title=\"15_family\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/15_family-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><p id=\"caption-attachment-230\" class=\"wp-caption-text\">rechts in der Mitte Madou mit Tochter Assita, links davon seine Frau Sanata<\/p><\/div>\n<p>Abends<br \/>\nsass die ganze Familie zusammen im Hof des Vaters; Madou hatte eine Flasche Wein spendiert (1 Liter 750 Fcfa, in Bamako hergestellt), weil das Hirsebier, das der Vater gerne des ganzen Tag trinkt, zur Zeit noch nicht\u00a0 gen\u00fcgend gegoren war; der Vater \u2013 Wara \u2013 schenkte in einer kleinen Kalebasse, die er randvoll goss, aus und verteilte sie an alle Erwachsenen, zuerst mir, dann seiner Frau \u2013 Shota &#8211; , dann einer Freundin seiner Frau; Madou und andere lehnten ab, aber die Flasche war trotzdem schell leer, denn man trank ex. Ein Schulfreund Madous kam mit seinem Moped vorbei, er ist inzwischen Lehrer und hatte den besuch f\u00fcr uns organisiert, weil niemand in Quelengena ein Telefon hat (wo sollte er es aufladen \u2026), so dass Madou jedes Mal ihn anrief, er zu Madous Vater fuhr, alles besprach, zur\u00fcckrief etc \u2013 Madou war es ungeheur peinlich, dass er nichteinmal ein Geschenk f\u00fcr ihn dabei hatte. Der Lehrer, Mohammed, bat mich, ihn in der Schule zu besuchen \u2013 eine Grundschule, in der die Klassen eins bis sechs in\u00a0 einer Klasse zusammegefasst sind -, da viele der Kinder noch nie einen Weissen gesehen h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Die Klos<br \/>\ndie so sauber waren, wie ich es in Afrika noch nie gesehen hatte, absolut geruchs- und tierfrei, eigneten sich nur zum Pinkeln, vergebens hielt ich nach einem Loch Ausschau, \u00fcber das man sich kauern k\u00f6nnte. Es gab nur drei H\u00e4user in dieser kleinen Siedlung, die ein solches Loch hatten; nachts gehe man eben nach draussen, meinte Madou (fr\u00fcher war da Wald), Platz sei gen\u00fcgend da, das Zeug verrotte schnell. So musste ich des morgens 200 Meter zu einem Nachbarn, auf dem Weg das halbe Dorf begr\u00fcssend, auch dort erstmal die ganze Begr\u00fcssungsarie herunterbeten, um dann nach dem Wasser zu fragen und schliesslich und endlich den Weg frei gewiesen zu bekommen, meine &#8211; im wahren Sinne des Wortes &#8211; Notdurft zu verrichten. Dort eine Diarrhoe zu haben, empfiehlt sich eher nicht.<\/p>\n<p>Zum Fr\u00fchst\u00fcck<br \/>\ngab es Monie \u2013 eine warme Hirsesuppe mit Kl\u00fcmpchen darin -, was es auch bei mir in Bamako als von mir geliebte Zwischenmahlzeit gibt; in Quelengena freilich zuckte ich beim ersten Schluck zusammen: sie war ungezuckert und ohne Zitrone. Die Zitrone war kein Problem, aber der Zucker ein Luxus, den man sich normalerweise nicht leisten kann -\u00abjetzt verstand ich, warum Madou zwei Kilo Zucker mitgebracht hatte.<\/p>\n<p>Die t\u00e4gliche Arbeit<br \/>\nbeginnt mit dem Wasserholen, was die Arbeit der Frauen ist, von den zwei Frauen Darams muss die zweite, S\u00e4ba, das Wasser holen. Aus dem Brunnen im Quartier der Coulibalis ist, je nach Intensit\u00e4t der Regenzeit (Juni bis September), h\u00f6chstens bis Ende M\u00e4rz etwas zu holen; wenn er versiegt ist, m\u00fcssen die Frauen morgens unter Umst\u00e4nden bis zu f\u00fcnf Kilometer pro Strecke laufen, um zu Wasser zu kommen. Welche Qualit\u00e4t es hat, habe ich lieber nicht probiert.<\/p>\n<div id=\"attachment_231\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-231\" class=\"size-medium wp-image-231\" title=\"16_brunnen_des_aelteren__bruders\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/16_brunnen_des_aelteren__bruders-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><p id=\"caption-attachment-231\" class=\"wp-caption-text\">Brunnen des \u00e4lteren Bruders, etwa dreieinhalb Kilometer vom Quartier der Coulibalis entfernt.<\/p><\/div>\n<p>Fr\u00fcher wohnte die ganze Familie dort, da das Wasser dieses Brunnens aber nichts ausreichte, zog\u00a0 sie zum jetzigen Standort um und nur der \u00e4ltere Bruder blieb dort.<\/p>\n<div id=\"attachment_232\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-232\" class=\"size-medium wp-image-232\" title=\"17_hof_des_aelteren_bruders\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/17_hof_des_aelteren_bruders-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><p id=\"caption-attachment-232\" class=\"wp-caption-text\">Hof des \u00e4lteren Bruders, Omeg\u00e4 rechts gegen\u00fcber von Madou mit roter Kappe. Der Mann auf dem Holzsessel ist ein Onkel, der geistig etwa verwirrt ist und bei Omeg\u00e4 mitleben kann. Vorne Omeg\u00e4s Frau Shik\u00e4sho beim Vorbereiten von To, dem t\u00e4glichen Hirsebrei.<\/p><\/div>\n<p>Das Zubereiten des Essens sowie die Vorbereitung der dazu n\u00f6tigen Ingredienzien nimmt einen weiteren grossen Teil der Tagesarbeit der Frauen ein. F\u00fcr To muss die Hirse gestampft werden, wozu meist zwei Frauen vor einem riesigen M\u00f6rser stehen und abwechselnd einen riesigen Holzkl\u00f6ppel hineinrammen; bis zur Ersch\u00f6pfung, dann Schweiss abwischen, kleine Pause, wieder bis zur Ersch\u00f6pfung \u2013 und so weiter. Die meist gr\u00fcne Sosse dazu besteht aus Bl\u00e4ttern des Baobabbaumes oder anderer B\u00e4ume und Str\u00e4ucher, die ich im Einzelnen noch nicht kenne, auch sie m\u00fcssen gepfl\u00fcckt, getrocknet und gestampft werden, bevor \u00fcberhaupt mit dem Kochen begonnen werden kann. Sind alle Bestandteile kleingekriegt, werden sie lange gekocht und weitergestampft und ger\u00fchrt.<\/p>\n<div id=\"attachment_233\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-233\" class=\"size-medium wp-image-233\" title=\"18_to_kochend\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/18_to_kochend-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><p id=\"caption-attachment-233\" class=\"wp-caption-text\">Madous bei Omeg\u00e4 lebenede kleinste Halb-Schwester (von der zweiten Frau seines Vaters, die kurz nach der Geburt starb) beim To-kochen.<\/p><\/div>\n<p>Gekocht wird immer auf\u00a0 Holzfeuer, das zwischen drei Steinen glimmt \u2013 so verschwand der Wald, in dem Madou als Kind nicht spielen durfte. Die Frauen tragen \u00fcbrigens immer sch\u00f6ne Ohrringe, Ketten und Armb\u00e4nder, und wenn sie das Material dazu h\u00e4tten, w\u00fcrden sie sich auch schminken.<\/p>\n<p>Im Prinzip sind die Coulibalis fast v\u00f6llig Selbstversorger. Auch das \u00d6l wird selbst hergestellt: aus dem<\/p>\n<div id=\"attachment_234\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-234\" class=\"size-medium wp-image-234\" title=\"19_beurre_carite_baum\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/19_beurre_carite_baum-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><p id=\"caption-attachment-234\" class=\"wp-caption-text\">Carite-Baum, shi sun, dessen N\u00fcsse<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_235\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-235\" class=\"size-medium wp-image-235\" title=\"20_mutter_entfernt_schalen\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/20_mutter_entfernt_schalen-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><p id=\"caption-attachment-235\" class=\"wp-caption-text\">hier von Madous Mutter \u2013 einzeln aufgeklopft werden, um die Schale zu entfernen, dann stundenlang von jeweils zwei Frauen zu Mehl verarbeitet werden, dann<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_236\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-236\" class=\"size-medium wp-image-236\" title=\"20a_beurre_carite\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/20a_beurre_carite-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><p id=\"caption-attachment-236\" class=\"wp-caption-text\">gekocht werden, und anschliessend<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_237\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-237\" class=\"size-medium wp-image-237\" title=\"21_stundenlang\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/21_stundenlang-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><p id=\"caption-attachment-237\" class=\"wp-caption-text\">stundenlang gemanscht werden; diese junge Frau sah ich vom Vormittag bis fr\u00fchen Nachmittag jedes Mal, wenn ich an diesem Haus vorbeikam bei dieser T\u00e4tigkeit, sie muss Muskeln wie ein Kraftpaket haben.<\/p><\/div>\n<p>Das \u00d6l, das dabei herauskommt, heisst shi tulu, der Rest gibt eine Paste, die bei uns als beurre de carite bekannt ist und in schicken boby shops s\u00fcndhaft teuer als Bestandteil von Lotions verkauft wird; hier dient sie als Bratfett oder als Heilsalbe (zum Beispiel bei Schnupfen in die Nase zu schmieren), auch gegen trockene Haut, und was \u00fcbrig bleibt wird f\u00fcr Pfennige donnerstags auf dem Markt in Kutiala verkauft.<\/p>\n<p>Als Einnahmequellen<br \/>\ndienen auf diesem Markt, zu dem die Frauen jeden Woche einmal die 7 Kilometer zu Fuss gehen, mit einem Fahrrad fahren oder, wenn sie Gl\u00fcck haben, mit einem Eselswagen, neben dem situlu alle Erzeugnisse, die an den Feldertr\u00e4gen nach dem Selbstverbrauch \u00fcbrig bleiben: Hirse, getrockene Bl\u00e4tter, Tamarindenschalen, Gem\u00fcse und Obst, das von den M\u00e4nnern in den wenigen G\u00e4rten angebaut wird, die das wenige Wasser erlauben.<\/p>\n<div id=\"attachment_238\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-238\" class=\"size-medium wp-image-238\" title=\"22_paradiesgarten\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/22_paradiesgarten-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><p id=\"caption-attachment-238\" class=\"wp-caption-text\">dieser Garten war der sch\u00f6nste, den ich sah, links vorne der Brunnen; Madou kaufte dort f\u00fcr 100 Fcfa eine Papaya f\u00fcr seine Tochter, in der Mitte ein Bananenbaum, davor Minze.<\/p><\/div>\n<p>Ein paar hundert Meter neben dem Quartier der Coulibalis war der Garten seines j\u00fcngeren Bruders, in dem gerade Zwiebeln reiften, alles andere \u2013 z.B. Paprika, Okraschoten, Melonen, Pfefferschoten\u00a0 &#8211; war abgeerntet oder noch nicht so weit. Dort holte Daraman selbst das Wasser aus dem Boden und verteilte es. Laut Madou bearbeitet man einfach ein St\u00fcck Land, und das ist dann das eigene, Grundbucheintragungen gibt es keine \u2013 aber durchaus einen Zaun und klare Abgrenzungen zwischen den G\u00e4rten.<\/p>\n<p>Die Baumwolle<br \/>\nist das einzige, was ausschliesslich zum Verkauf angebaut wird. Es gibt riesige Felder \u2013<\/p>\n<div id=\"attachment_240\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-240\" class=\"size-medium wp-image-240\" title=\"23_baumwollfeld\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2007\/01\/23_baumwollfeld-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><p id=\"caption-attachment-240\" class=\"wp-caption-text\">Baumwollfeld mit abgeernteten Str\u00e4uchern, am Rand wird Hibiskus angebaut.<\/p><\/div>\n<p>die aber alle von Hand bebaut werden m\u00fcssen, es gibt kaum Ger\u00e4te, keine Maschinen und nur wenig K\u00fche; mit Maschinen oder wenigstens einer zweiten Kuh, k\u00f6nnte Omeg\u00e4 bis zu 5 Tonnen erwirtschaften \u2013 per Handarbeit der ganzen Familie, Knochenarbeit, kommt er auf h\u00f6chsten knapp zwei Tonnen pro Jahr.<br \/>\n\u00bbWenn du arm bist\u00ab, singt Madou in seinem Lied \u00bbfantan\u00ab(Armut) \u00bbkannst du arbeiten, aber es kommt nicht das dabei heraus, was du gedacht hast\u00ab\u00a0 &#8211; als ich die Felder sah und wie einzelne sich von Strauch zu Strauch durcharbeiteten, verstand ich, was er damit meinte.<\/p>\n<div id=\"attachment_241\" style=\"width: 234px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-241\" class=\"size-medium wp-image-241\" title=\"24_baumwollertrag_des_jahres\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2007\/01\/24_baumwollertrag_des_jahres-224x300.jpg\" alt=\"\" width=\"224\" height=\"300\" \/><p id=\"caption-attachment-241\" class=\"wp-caption-text\">Baumwollertrag des Jahres in Omeg\u00e4s Haus<\/p><\/div>\n<p>Er hat ihn noch nicht bei der staatlichen Verkaufsstelle abgeliefert, weil dieses Jahr noch weniger als in den letzten Jahren daf\u00fcr gegeben wird, dass er versucht, die Ware einzeln in kleinen Mengen auf den M\u00e4rkten zu verkaufen.<\/p>\n<p>Normalerweise wird die Ernte auf einer staatlichen Sammelstelle abgeliefert:<\/p>\n<div id=\"attachment_242\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-242\" class=\"size-medium wp-image-242\" title=\"25_baumwollverkauf\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2007\/01\/25_baumwollverkauf-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><p id=\"caption-attachment-242\" class=\"wp-caption-text\">Baumwollsammelstelle<\/p><\/div>\n<p>Dort werden die einzelnen Beitr\u00e4ge gewogen und registriert. Nach einiger Zeit holen Lastwagen alles ab und bringen es ins Zentrallager. Dann passiert lange nichts, und fr\u00fchestens nach zwei Monaten wird mitgeteilt, wie viel jeder bekommt, wieder etwas sp\u00e4ter bekommt man die H\u00e4lfte des versprochenen Geldes, vor allem, um sich das Saatgut f\u00fcrs n\u00e4chste Jahr kaufen zu k\u00f6nnen. Danach gibt es irgendwann den Rest; genaue Summen konnte ich nicht herauskriegen, aber mehr als 500 000 Fcfa als 800 Euro sind wohl pro Jahr nicht drin. Davon m\u00fcssen aber f\u00fcr die ganze Gross-Familie (zwischen 20 und 40 Personen) die Grundbed\u00fcrfnisse wie Salz und Zucker, Kleider, Seife und Zusatznahrungsmittel beschafft werden.<\/p>\n<p>Der Islam<br \/>\nist eher nur theoretisch verankert; ich sah nur ein einziges Mal jemanden beten, h\u00f6rte keine Gebets-Rufe \u2013 die n\u00e4chtliche Ruhe ist geradezu schreiend leise -, sah nur am Rande des Quartiers, in dem Madous Frau wohnte, eine kleine Moschee. Madous Onkel hingegen ist Marabout, also heil- und Geistersachverst\u00e4ndiger, und zu unseren Ehren wurden zwei H\u00e4hne rituell geschlachtet und an der Weise, wie sie verendeten, abgelesen, was wir in Zukunft zu erwarten h\u00e4tten: Dazu versammelten wir uns auf einem speziellen Platz, Madous Vater leitete das Ritual, indem er Gebete sprach (ich fragte, welche: geheim!), Wassertropfen auf ein wundersch\u00f6nes Gebilde aus schwarzen Ringen und Kugeln tropfte (Bedeutung, Herkunft, Funktion: geheim!), bis sein Bruder den H\u00e4hnen den Hals etwas aufschlitzte und sie dann schreiend und blutverspritzend auf dem Hof hin und herrannten, bis sie schliesslich auf die eine oder andere Seite oder den R\u00fccken fielen, was etwas bedeutete, was nicht\u00a0 verraten wurde, aber angeblich gut f\u00fcr uns aussah.<br \/>\nIn diesem H\u00e4uschen, einem<\/p>\n<p><span class=\"Apple-style-span\">26. Fetischhaus, das vom Islam verdr\u00e4ngt wird, aber noch intakt ist, werden solche und \u00e4hnliche Rituale abgehalten, Tendenz r\u00fcckl\u00e4ufig. (Bild kommt noch)<\/span><\/p>\n<p>Erst auf den zweiten Blick bemerkte ich, dass etwa in dem Anwesen der Familie von Madous Frau Sanata<\/p>\n<div id=\"attachment_243\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-243\" class=\"size-medium wp-image-243\" title=\"27_zwei_drittel_der_kinder\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2007\/01\/27_zwei_drittel_der_kinder-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><p id=\"caption-attachment-243\" class=\"wp-caption-text\">zwei Drittel der Kinder einen solchen Bl\u00e4hbauch haben<\/p><\/div>\n<p>&#8211; dieser auf dem Bild ist nicht einmal einer der schlimmsten. Fast alle haben den rausstehenden Bauchnabel, was angeblich sich von alleine legt, soundsoviele \u00fcberleben diese Krankheit nicht, was von den Menschen mehr oder weniger als Schicksalsf\u00fcgung oder Gottes Wille hingenommen wird, weil man eh nichts dagegen machen kann, oder es nicht weiss, aber selbst wenn man es w\u00fcsste \u2013 Vitamine, Gem\u00fcse, Obst \u2013 die M\u00f6glichkeiten, was zuallererst heisst: das Wasser, nicht hat.<\/p>\n<p>Madous Frau Sanata<br \/>\nund ihre beiden Kinder Ma und Wara nach Bamako zu holen, damit sie hier mit Madou zusammenleben kann, bedeutete zun\u00e4chst einmal einen grossen Koffer nach Quelengena zu schicken und dazu 50 000 (80 Euro) Fcfa f\u00fcr Ihren Vater. Als wir jedoch ankamen, war nichts vorbereitet \u2013 die Familie hatte es nicht glauben k\u00f6nnen, dass es tats\u00e4chlich soweit war. Ausserdem waren noch einmal 50 000 f\u00e4llig: die Summe, die Madous Vater zu entrichten hatte, der sich dazu aber ausserstande sah, weil er nicht nur kein Geld hatte, sondern auch 25 000 Steuerschulden aus dem letzten Jahr; 2 500 muss pro Person an Steuern entrichtet werden, hin und wieder kommen Kontrolleure aus Kutiala und versuchen, das Geld einzutreiben (als sich das Ger\u00e4usch unseres Wagens dem Quartier der Coulibalis n\u00e4herte \u2013 kilometerweit zu h\u00f6ren, da sich normalerweise fast nie ein Auto in diese Gegend verirrt, nur hin und wieder Mopeds \u2013 ergriff einer der Bewohner die Flucht, weil er dachte, es sei der Wagen der Steuereintreiber), und wer Pech hat, wandert solange ins Gef\u00e4ngnis, bis das Geld aufgetrieben ist. Dieses zu zahlen, w\u00e4re allerdings die Aufgabe der erwachsenen S\u00f6hne, die sich dazu ausserstande sahen, am wenigstens die ortsans\u00e4ssigen, weil die Baumwollernte dieses Jahr so schlecht ausgefallen sei. Als ich Madou das Geld f\u00fcr Sanatas Vater in Form von 5 10.000-er Scheinen geben wollte, bat er mich, einen in zwei 5-er zu wechseln, da die Summe zwischen Vater und Mutter aufgeteilt werde, was die beiden jedoch nicht untereinander auszumachen in der Lage seien.<\/p>\n<p>Bei einem n\u00e4chtlichen Spaziergang<br \/>\ndurchs Quartier h\u00f6rte ich Trommeln und Gesang und stiess auf eine Gruppe junger M\u00e4dchen die auf dem Platz neben dem Fetischh\u00e4uschen zusammenstanden und trommelten, tanzten und sangen; eine kniete vor einer Kalebasse und gab sozusagen die Bassdrum vor, zwei bis drei warfen eine von Kaurimuscheln\u00a0 umkr\u00e4nzte Kalebasse hoch und fingen sie \u2013 draufschlagend \u2013 wieder auf, jeweils in leicht versetztem Rhythmus, was zusammen eine derart komplizierte Folge gab, dass mir der Atem stehen blieb: es w\u00e4re unm\u00f6glich, so etwas als eine Person zu spielen, zusammen gab es einen derart mitreissenden Rhythmus, dass ich gar nicht anders konnte als stehenbleiben und mit zu klatschen.<br \/>\nDie M\u00e4dchen machten das \u00f6fters nachts, wurde mir erkl\u00e4rt, es sei nicht so gerne gesehen, weil es st\u00f6re, aber sie sollten ja auch ihr Vergn\u00fcgen haben. Das Lied, das sie spielten, geben sie auch bei Hochzeiten zum besten, vor dem Eingang zum Haus der Frau, und dann spielten sie so lange, bis der Br\u00e4utigam sie auszahle und machten\u00a0 dann erst den Zugang frei &#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Besuch in Kutiala\/Quelenguena Kutiala ist eine Kleinstadt im S\u00fcden Malis, nicht weit von der Grenze nach Burkina Faso. Es liegt an einem kleinen Fluss, hat ein kleines Krankenhaus und einige Verwaltungsgeb\u00e4ude, es ist der zentrale Marktplatz der Region und die Endstation der \u00fcber Segou f\u00fchrenden Busfahrt von Bamako \u2013 dahinter beginnt der \u00bbBusch\u00ab, wie man [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,4],"tags":[],"class_list":["post-128","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-afrika","category-teil-1"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.christofwackernagel.de\/aktuelles\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/128","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.christofwackernagel.de\/aktuelles\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.christofwackernagel.de\/aktuelles\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.christofwackernagel.de\/aktuelles\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.christofwackernagel.de\/aktuelles\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=128"}],"version-history":[{"count":4,"href":"http:\/\/www.christofwackernagel.de\/aktuelles\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/128\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":250,"href":"http:\/\/www.christofwackernagel.de\/aktuelles\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/128\/revisions\/250"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.christofwackernagel.de\/aktuelles\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=128"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.christofwackernagel.de\/aktuelles\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=128"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.christofwackernagel.de\/aktuelles\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=128"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}