{"id":167,"date":"2009-12-21T19:50:27","date_gmt":"2009-12-21T17:50:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.christofwackernagel.de\/aktuelles\/?p=167"},"modified":"2016-05-27T19:55:37","modified_gmt":"2016-05-27T17:55:37","slug":"persoenliche-erklaerung-zum-brief-von-ra-eisel","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.christofwackernagel.de\/aktuelles\/persoenliche-erklaerung-zum-brief-von-ra-eisel\/","title":{"rendered":"Pers\u00f6nliche Erkl\u00e4rung zum Brief von RA Eisel"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.christofwackernagel.de\/aktuelles\/?p=154\">Darauf<\/a>\u00a0antwortete ich folgendermassen:<\/p>\n<h1>Pers\u00f6nliche Erkl\u00e4rung zum Brief von RA Eisel vom 16.12.2009<\/h1>\n<p>Seit \u00fcber zwei Jahren verweigert Dr. Querfurt die Diskussion \u00fcber die im oben genannten Brief aufgef\u00fchrten Themen, auch mit anderen Personen als mir. Nun droht er mit Strafanzeige, wenn ich diese Diskussion fortf\u00fchre. Ein innerhalb der demokratischen Streitkultur Deutschlands eher ungew\u00f6hnlicher Vorgang. Angesichts der gesellschaftlichen Relevanz der angesprochenen Inhalte und ihrer interkulturellen Implikationen ist es notwendig, sie sorgf\u00e4ltig zu untersuchen und zu behandeln. Leider erfordert es ein hohes Mass an Zeit und Konzentration, sich damit auseinanderzusetzen, und ich bitte um Verst\u00e4ndnis f\u00fcr diese notwendige Ausf\u00fchrlichkeit, auch wenn ich nicht daf\u00fcr verantwortlich bin.<img decoding=\"async\" class=\"mceWPmore mceItemNoResize\" title=\"Weiterlesen...\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/wordpress\/img\/trans.gif\" alt=\"\" \/><\/p>\n<h2>Vorbemerkung.<\/h2>\n<p>In der Tat habe ich, wie RA Eisel schreibt, etwa ein Jahr lang die Haupt Aufbauarbeit f\u00fcr APA Mali gemacht, obwohl ich kein Arzt bin; ich habe s\u00e4mtliche Briefe geschrieben und \u00dcbersetzungen organisiert, Einf\u00fchrungsreisen gestaltet und mitgemacht \u2013 ich habe mir unz\u00e4hlige N\u00e4chte um die Ohren geschlagen: ohne mich g\u00e4be es APA Mali nicht. Obwohl ich daf\u00fcr meine eigene Arbeit zur\u00fcckstellen musste, habe ich dies allein deshalb getan, um in einem Land, das mich mit \u00fcberw\u00e4ltigender Gastfreundschaft aufgenommen hat, den Menschen zu helfen, die hier in Mali entrechtet und entw\u00fcrdigt an der untersten Stelle der gesellschaftlichen Stufenleiter stehen, Menschen, die weltweit zu der Klasse geh\u00f6ren, f\u00fcr die ich mich mein ganzes Leben mit meiner politischen Arbeit eingesetzt habe.<\/p>\n<p>In der Tat habe ich, wie RA Eisel schreibt, sobald ich den Missbrauch dieser meiner Arbeit feststellen musste \u2013 auf meiner Internetseite unter dem Titel: APA Dokumentation eines Exempels in allen Einzelheiten nachzulesen \u2013 dagegen protestiert, meine Mitarbeit eingestellt und bin schliesslich ausgetreten.Aus diesem Grund f\u00fchle ich mich nicht nur veranlasst, sondern auch berechtigt und verpflichtet, die meiner Meinung nach meiner Arbeit folgenden Fehlentwicklungen zu \u00f6ffentlich zu kritisieren und Alternativen vorzuschlagen.<\/p>\n<h2>1: Das Recht auf freie Meinungs\u00e4usserung.<\/h2>\n<p>Es ist mein grundgesetzlich verbrieftes Recht, einen gesellschaftlich relevanten Vorgang als \u201epolitisch moralischen Skandal\u201c zu bezeichnen und dieses nach besten Wissen und Gewissen zu begr\u00fcnden.<\/p>\n<p>Genauso kann in einer Demokratie jeder andere denselben Vorgang als legitim und politisch angemessen bezeichnen und dies nach bestem Wissen und Gewissen begr\u00fcnden.<br \/>\nWenn ich zum Beispiel behaupte, dass mit der von RA Eisel best\u00e4tigten Lieferung der aus Deutschland kommenden Hilfsg\u00fcter zum Beispiel an die CSCOMs oder PMI Zentral, die lokalen Krankenstationen Bamakos, die wohlhabende Schicht, die existentiell abgesicherte Schicht, die nicht von Hunger und t\u00f6dlicher Krankheit bedrohte Schicht bevorteilt wird, die wirklich Bed\u00fcrftigen aber nichts davon abbekommen, die Menschen n\u00e4mlich, die nicht einmal die Beratungsgeb\u00fchr, geschweige denn die folgenden Medikamentenkosten berappen k\u00f6nnen, weil sie ihr ganzes Monatseinkommen auffr\u00e4ssen, die Menschen, die sich mit traditioneller Medizin behelfen oder auf der Strasse von Nicht-Medizinern oder Nicht-Apothekern verkauften, meist abgelaufenen Medikamenten, weil diese einzeln und nicht nur als gesamte Packung f\u00fcr ein paar Pfennige zu haben sind, was unter Umst\u00e4nden sogar t\u00f6dliche Folgen haben kann, die Menschen also, die entrechtet und entw\u00fcrdigt an der untersten Stelle der gesellschaftlichen Stufenleiter stehen, wieder einmal leer ausgehen \u2013 und das, obwohl die Hilfe in ihrem Namen geleistet wird &#8211; dann m\u00f6chte ich damit dazu anregen, \u00fcber die Begriffe \u201eHilfe\u201c, \u201eReichtum und Armut\u201c, \u201eBed\u00fcrftigkeit\u201c etc. nachzudenken und zu diskutieren; eine Forderung, die nicht nur ich aufstelle.<\/p>\n<p>Obwohl ich auf meiner Internetseite, in zahllosen Briefen an Dr. Piel, in meiner Video-Dokumentation \u201eaction sante -Pr\u00e4sentation\u201c, in meiner Erkl\u00e4rung zum Mali-Tag und dem auf Nachfragebitten folgenden \u201eBriefauszug\u201c viele Beispiel aus meinem inzwischen fast siebenj\u00e4hrigen Aufenthalt in Mali bereits aufgef\u00fchrt habe, nehme ich den Brief von RA Eisel zum Anlass, mit einem weiteren Beispiel den Zusammenhang hoffentlich endg\u00fcltig deutlich zu machen:<\/p>\n<p>Die neunzehnj\u00e4hrige Fatoumata Gindo aus Bandiagara im Dogonland, im Alter von 14 Jahren zwangsverheiratet, Mutter eines vierj\u00e4hrigen Sohnes, wurde nach der Geburt ihres Kindes und der Abwanderung ihres Mannes an die Elfenbeink\u00fcste, von wo aus er sie weder finanziell noch materiell irgendwie unterst\u00fctzte, in die Hauptstadt Bamako geschickt, um dort in der Familie ihres Bruders lebend ihr Geld als Orangenverk\u00e4uferin zu verdienen, was heisst, den ganzen Tag mit dem Kind auf dem R\u00fccken und den zum Teil unglaublich schweren Orangen auf dem Kopf durch die Strassen zu laufen und bei jedem Verkaufsvorgang die schwere Sch\u00fcssel vom Kopf zu nehmen und wieder auf den Kopf zu wuchten und dabei allerh\u00f6chstens ein paar hundert Fcfa zu verdienen. Aufgrund dieser T\u00e4tigkeit leidet sie an R\u00fccken- und Brustschmerzen, dazu kommen durch die in Mali immer noch weit verbreitete Beschneidung \u2013 auch Genitalverst\u00fcmmelung genannt \u2013 bewirkten Unterleibs- und Bauchschmerzen. Dieses behandelt sie mit traditonellen P\u00fclverchen, die allein schon einen oder mehrere Tagesverdienste rauben oder mit einzeln gekauften Tabletten von Strassenh\u00e4ndlern, abgelaufenen oder tage- und wochenlang in der Sonne gebratenen Antibiotika, die das Leiden oft nur verst\u00e4rkten. Als sie bei mir als Bonne arbeitete, bekam sie einen Malariaanfall und weigerte sich, in das CSCOM zu gehen, selbst obwohl ich alles bezahlte; wir brachten sie schliesslich unter Anwendung von Gewalt mit dem Taxi dorthin, als sie nur noch ununterbrochen w\u00fcrgend kotzte, und die \u00c4rzte machten uns darauf aufmerksam, dass nur wenige Stunden sp\u00e4ter die sogenannte \u201eKrise\u201c einen H\u00f6hepunkt erreicht h\u00e4tte, nach dem auch Chinin oder andere h\u00e4rteste Medikamente nicht greifen und sie verstorben w\u00e4re. Ein konkretes Beispiel f\u00fcr die Millionen Malariatoten in Afrika, die keinen weissen Arbeitgeber oder wohlhabenden schwarzen Patron haben und nur deswegen sterben, weil selbst das staatliche Gesundheitssystem sie nicht auff\u00e4ngt und sie die Kosten f\u00fcr die Medikamente nicht aufbringen k\u00f6nnen. Das Ganze kostete 50 000 Fcfa oder 80 Euro.<\/p>\n<p>Es sind aber nicht nur die Kosten, die Menschen wie sie davon abhalten, in die CSCOMs zu gehen \u2013 es ist vor allem auch Scham, eine gesellschaftliche Scham, die das \u201edocotoro so\u201c, das Haus der Doktoren, als verbotenen Bezirk erscheinen lassen, ein Selbstverst\u00e4ndnis, nicht wert zu sein, es betreten zu d\u00fcrfen. Als ich sie\u00a0 nach Monaten endlich so weit hatte, wegen ihrer R\u00fccken- Brust und Unterleibsschmerzen dorthin zu gehen, hat sie sich stundenlang zurechtgemacht, das beste Kleid angezogen und geschminkt als ginge es zu einer Hochzeit oder einem anderen gesellschaftlichen Grossereignis. Sie war aufgeregt wie ein kleines Kind und str\u00e4ubte sich noch am Eingang versch\u00e4mt, das Krankenhaus zu betreten.<\/p>\n<p>All diese Faktoren m\u00fcssen bedacht und diskutiert werden, wenn man \u00fcberlegt, wer von Hilfslieferungen profitieren soll und wer nicht.<br \/>\nOb Fatoumata Gindo repr\u00e4sentativ f\u00fcr 20 % der Bev\u00f6lkerung ist oder 50 % kann ich nicht beurteilen, auf jeden Fall treffen ihre Bedingungen auf alle Frauen zu, die auf den Strassen f\u00fcr die ambulante Ern\u00e4hrung sorgen und auf einen Grossteil der in meinem Quartier lebenden Menschen. Aber selbst wenn es nur 5 % der Bev\u00f6lkerung w\u00e4ren, best\u00fcnde ich darauf, dass Hilfslieferungen aus Deutschland, an deren Zustandekommen ich entscheidend beteiligt war, diesen Menschen zugute kommen und nicht Menschen, die im Mercedes oder Taxi bei den CSCOMs vorfahren, oder ihr Moped, wie ich, auf dem bezahlten Parkplatz abstellen; schon ein Moped zu besitzen heisst \u201eetwas besseres\u201c zu sein, ein Auto zu besitzen, heisst hier zur Oberschicht zu geh\u00f6ren, selbst wenn es in unseren Augen noch so eine Schrottm\u00fchle zu sein scheint.<br \/>\nTatsachen, Zusammenh\u00e4nge und Argumente wie diese m\u00fcssen dringend diskutiert werden, wenn man hier wirklich helfen will.<\/p>\n<p>All die in RA Eisels Brief genannten, insbesondere staatlichen Organisationen, mit denen APA Mali zusammenarbeitet, haben ein System der Krankenversorgung geschaffen, von dem die oben genannte Bev\u00f6lkerungsgruppe ausgeschlossen ist (er best\u00e4tigt also genau das, was ich kritisiere). Deshalb haben \u00c4rzte, die in diesem Krankenversorgungssystem arbeiten, Organisationen geschaffen, die die davon ausgeschlossenen Bev\u00f6lkerungsgruppen betreuen.<br \/>\nWas RA Eisel mit \u201edeutsche Entwicklungshilfe\u201c genau meint, bleibt unklar, deshalb kann ich darauf nur genauso allgemein antworten und zur Beschreibung meiner Position in dieser Frage auf das bereits 1979 zu diesem Thema erschienene Grundlagenwerk der damaligen Staatssekret\u00e4rin im Ministerium f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit, Brigitte Erler, hinweisen, das den Titel \u201et\u00f6dliche Hilfe\u201c tr\u00e4gt, dessen Einsch\u00e4tzungen ich alle teile, und gegen das niemals Strafanzeige erhoben wurde, sondern das Willy Brandt damals mit ihr kontrovers in der \u00d6ffentlichkeit diskutierte.<\/p>\n<p>Deshalb fordere ich im Rahmen der in Deutschland grundgesetzlich garantierten Meinungsfreiheit, dass die aus Deutschland kommenden Hilfslieferungen an einheimische malische, demokratisch kontrollierte Organisationen gehen sollen, die nachweislich seit Jahren sich um eben diese entrechteten und entw\u00fcrdigten, vom staatlich organisierten Gesundheitssystem ausgeschlossenen Menschen k\u00fcmmern und nicht \u00fcber eine einzige, demokratisch nicht kontrollierte Person, an Krankenstationen, die die betroffenen Menschen noch nie von innen gesehen haben.<\/p>\n<h2>2: Verleumdung.<\/h2>\n<p>Verleumdung f\u00e4llt in der Tat nicht unter das Recht auf Meinungsfreiheit.<\/p>\n<p>In jahrelanger Beobachtung gewonnene Erkenntnisse \u00fcber Hintergr\u00fcnde und Zusammenh\u00e4nge wie die oben genannten zur Diskussion zu stellen, bedeutet jedoch keine Verleumdung.<\/p>\n<ul>\n<li>Ich habe niemandem konkret Korruption vorgeworfen, denn es geht mir nicht um Einzelf\u00e4lle, deren es unz\u00e4hlige gibt, die aller Welt bekannt sind, aber juristisch nicht beweisbar, sonst g\u00e4be es sie nicht &#8211; und es ist nicht meine Aufgabe, diese zu verfolgen -sondern es geht mir um politische und gesellschaftliche Strukturen, die zu vermitteln ich als Autor und hier lebender politisch engagierter Mensch meine Aufgabe sehe. Deshalb habe ich davon gesprochen, dass die von RA Eisel best\u00e4tigte Zusammenarbeit mit vor allem staatlichen Institutionen und die Lieferungen in die Stationen des staatlichen Gesundheitssystems das \u201egesellschaftliche System der Korruption\u201c unterst\u00fctzt, ich habe gesellschaftliche und politische Zusammenh\u00e4nge geschildert, die jedenfalls in der \u00f6ffentlichen Diskussion in Zeitung, Radio und Fernsehen hier in Mali als Korruption bezeichnet werden.<\/li>\n<li>Die Assoziation APA Mali ist per definitionem nicht demokratisch kontrolliert, weil eine nur von einem Arzt beratene Person sich nicht selbst demokratisch kontrollieren kann (wie z.B. die \u201eaction sante\u201c, die ein f\u00fcnfk\u00f6pfiges Kontrollgremium hat, das bereits einmal ein Vorstandsmitglied aus dem Vorstand entfernt hat). Auch das ist also keine Verleumdung. Was Transparenz durch \u00d6ffentlichkeit in Presse und TV betrifft, m\u00f6chte ich darauf hinweisen, dass in Mali Ver\u00f6ffentlichungen, die nicht das politische Tagesgeschehen (s.o.), Katastrophen oder Sport (bereits da teilweise) betreffen nur durch\u00a0 horrende Bezahlungen m\u00f6glich sind, weshalb der Inhalt vom Auftraggeber diktiert werden kann, und ich mich schon damals gegen Verwendung von Spendengeldern f\u00fcr diese Selbstbeweihr\u00e4ucherung aussprach, auch einer der Gr\u00fcnde meines Austritts.<\/li>\n<li>Verleumdung ist allenfalls in der auch von RA Eisel wiederholten Beurteilung der von mir als Alternative vorgeschlagenen Organsiationen \u201eaction sante\u201c und \u201emedicins d&#8217;espoir\u201c zu sehen, die einmal mehr als unf\u00e4hig und ungeeignet zur Zusammenarbeit dargestellt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ich habe in unz\u00e4hligen Beschreibungen, meinem Pr\u00e4sentationsvideo oder dem \u201eBriefauszug\u201c bereits ausf\u00fchrlich dargestellt, wie breit gestreut und fest in der Bev\u00f6lkerung verankert die Arbeit dieser Organisationen ist, an denen sich viele der 150 in Mali arbeitenden cubanischen \u00c4rzte freiwillig beteiligen, und die nicht nur kostenlose Krankenf\u00fcrsorge und Verteilung von Medikamenten machen, sondern auch Gesundheitsaufkl\u00e4rung im Radio und Vorsorgeaufkl\u00e4rung in Jugendlichen Betreuungs- und Frauengruppen, die die comey sketche zu den heissesten Themen wie Medikamente der Strasse oder Aids machen, die seit sieben Jahren eine einw\u00f6chige, an verschiedenen Pl\u00e4tzen in Bamako stattfindende Konferenz \u201eJugend engagiert sich gegen die Praxis der Beschneidung\u201c veranstaltet, an der hunderte von Jugendlichen teilnehmen (alles dokumentiert und an APA gesandt), abgesehen von Kleidersammlungen f\u00fcr psychisch Kranke oder Stadtteilbetreuung von Jugendlichen. Der \u201eaction sante\u201c Diskontinuit\u00e4t zu unterstellen oder gar Unverbindlichkeit, weil jedes Jahr der Vorsitz wechselt &#8211; was wie gesagt, ein Ausweis der Antikorruptionseinstellung der Gruppe ist -, k\u00f6nnte in der Tat als Verleumdung gewertet werden, denn es arbeiten viele ausl\u00e4ndische Organisationen seit Jahren mit der \u201eaction sante\u201c zusammen.<br \/>\nDas Gleiche gilt f\u00fcr die \u201emedicins d&#8217;espoir\u201c, die aus Eigenmitteln gegr\u00fcndet und getragen von belgischen, schweizer, franz\u00f6sischen und kanadischen ONGs unterst\u00fctzt werden und laufend Container mit Hilfsg\u00fctern zollfrei bekommen, die in Zusammenarbeit mit der action sante und den cubanischen \u00c4rzten verwaltet und verteilt werden.<\/p>\n<p>Bei einem ausf\u00fchrlichen Gespr\u00e4ch mit dem Gr\u00fcnder der Medicins d&#8217;espoir\u201c, dem zu Zeiten der Diktatur inhaftierten und gefolterten ehemaligen Widerstandsk\u00e4mpfer und heutigen Deputierten der Nationalversammlung Dr. Oumar Marico, der in Mali \u201edie Stimme der Opposition\u201c genannt wird und der \u2013 obwohl selbst Mitglied der von mir kritisierten Oberschicht \u2013 alle meine Kritik an der gesellschaftlichen Korruption im Allgemeinen und am Gesundheitssystem im besonderen vollinhaltlich best\u00e4tigte (weswegen er ja die \u201emedicins\u201c gr\u00fcndete), erfuhr ich<\/p>\n<ol>\n<li>dass die medicins d&#8217;espoir inzwischen nicht 12, sondern 15 Krankenstationen betreiben,<\/li>\n<li>diese kontinuierlich arbeiten, was nicht von ausl\u00e4ndischen Spenden abh\u00e4ngig ist, sondern<\/li>\n<li>von einem System niedriger, aber massenhafter Mitgliedsbeitr\u00e4ge finanziert wird, die nicht nur die kontinuierliche Betreuung der einzelnen Stationen sicher stellen, sondern einem Team von drei \u00c4rzten erlauben, zwischen den einzelnen Stationen zu pendeln, um deren Funktionsf\u00e4higkeit durch Austausch zu verbessern.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Zu behaupten, diese Krankenstationen arbeiteten nicht kontinuierlich und seien auf ausl\u00e4ndische Spenden angewiesen, ist angesichts der wahren Verh\u00e4ltnisse in der Tat eine Verleumdung.<\/p>\n<h2>3: Fakten.<\/h2>\n<p>Den Begriff \u201ePrivatkliniken\u201c\u00a0 nehme ich zur\u00fcck und werde ihn nicht mehr wiederholen. Erstens ist der Plural falsch und zweitens handelt es sich um eine falsche R\u00fcck\u00fcbersetzung des franz\u00f6sischen Wortes f\u00fcr Arztpraxis (Clinique). Auch das ist falsch, denn ich meine damit die Privatwohnung von Dr. Seydou Segoule, der, nach Beschluss von APA Mali zu diesem Zeitpunkt, von den vier im ersten Container geschickten Ultraschallger\u00e4ten eines zur pers\u00f6nlichen Benutzung \u00fcberlassen bekommen sollte, was unter anderem zu meinem Austritt f\u00fchrte, da ich dies mit meinen Vorstellungen von\u00a0 Hilfe nicht vereinbaren konnte. Sollte der Beschluss nicht verwirklicht worden sein, w\u00e4re ich dankbar, wenn mir das mitgeteilt w\u00fcrde, da ich mich Vorw\u00fcrfen aus meinem sozialen Umfeld ausgesetzt sehe, wieso ich Ger\u00e4te aus Deutschland vermittle, f\u00fcr deren Benutzung mittellose Leute bezahlen m\u00fcssen: es w\u00fcrde mir also sehr helfen, wenn ich diese Vorw\u00fcrfe widerlegen k\u00f6nnte und meine dadurch besch\u00e4digte soziale Situation verbessern \u2013 dazu muss man mich allerdings \u00fcber die Fakten informieren, ich kann nur von denen ausgehen, die ich kenne.<br \/>\nDas auch zu der gespannten sozialen Situation hier in Mali, die man sich in Deutschland wahrscheinlich nicht in Traum vorstellen kann: der von mir f\u00fcr APA vorgeschlagene mit mir befreundete Spediteur Abdulai Cisse hat mit mir den Kontakt abgebrochen, die Freundschaft aufgek\u00fcndigt, solange ich mit Haby Dembele zu tun hatte, und erst als er von Dritten erfahren hat, dass ich mit ihr keinerlei Verbindung mehr habe, mich angerufen, mir zu dieser Entwicklung gratuliert und berichtet, dass er verzweifelt gewesen sei, dass ich nicht merke, was f\u00fcr ein Spiel gespielt werde, da er unf\u00e4hig sei, mir das klar zu machen, sein Vater ihn aber beruhigt habe, die Wahrheit komme immer ans Licht. Ich weise vorsichtshalber darauf hin, dass von diesen Vorg\u00e4ngen zu berichten, keine Verleumdung meinerseits darstellt, da ich die Einsch\u00e4tzungen und Tatsachendarstellungen der Beteiligten nicht \u00fcbernehme, sondern davon berichte, da sie f\u00fcr meine soziale Integration eine wichtige Rolle spielen und von den APA Aktivit\u00e4ten ausgel\u00f6st wurden. Dr. Querfurt kennt Abdulai, und wir wunderten uns anfangs noch gemeinsam, wieso er sich nicht mehr meldete, hielten ihn f\u00fcr unzuverl\u00e4ssig.<br \/>\nDas sind die Strukturen, mit denen man hier klarkommen muss, die man erstmal durchschauen muss, wenn man hier leben und gar etwas tun will.\u00a0 Konkrete Alltagsbeispiele aus dem Leben in einer Gesellschaft, die sich ihrer korrupten Strukturen bewusst ist, sie offen diskutiert und um ihre Beseitigung k\u00e4mpft, sich in einem Umstrukturierungsprozess\u00a0 befindet, der nicht leicht zu durchschauen ist, in dem die \u201eGuten\u201c und die \u201eB\u00f6sen\u201c sich nicht durch Handaufheben melden, vielleicht sogar in der einen Frage hier und in der anderen dort stehen, und in dem der von aussen Kommende selbst bei bestem Wissen und Gewissen ruck zuck sich in einer Ecke wiederfinden kann, in die er sein Lebtag nie wollte.<br \/>\nAuch Fakten k\u00f6nnen allerdings nicht losgel\u00f6st von ihrem Zusammenhang gesehen werden.<br \/>\nSollte es in dem Heimatdorf der APA Bevollm\u00e4chtigten entgegen meinen Informationen tats\u00e4chlich kein Leitungswasser geben, kann das nicht von meiner Frage ablenken, warum die Familie der APA-Alleinvertreterin, die Grund- und Goldminenbesitzerin ist und als solche bei Veranstaltungen des Goldminenverbandes dann und wann im Fernsehen zu sehen, nicht selbst f\u00fcr Leitungswasser sorgt und den Ausbau der Schule bezahlt, sondern der deutsche Steuerzahler?<br \/>\nMeine Kritik ist nicht, dass es ihr Heimatdorf ist \u2013 und wenn das nicht zutreffen sollte, muss sich RA Eisel an den B\u00fcrgermeister wenden, der dies in dem Video \u00fcber den Querfurt Besuch dortselbst sagt, nicht an mich -, sondern dass sie nicht selbst, so wie es z.B Oumar Marico oder die Bev\u00f6lkerung vom Welenguena es tun, erst nach Ersch\u00f6pfung der Eigenmittel, um weitere Unterst\u00fctzung bittet, was wiederum nur ein Beispiel f\u00fcr die vielfach von mir beschriebene Grundprolematik in all diesen L\u00e4ndern ist, die zu diskutieren mein eigentliches Anliegen ist.<br \/>\nIn Bezug auf die Fakten unverst\u00e4ndlich ist der Absatz bez\u00fcglich meiner Toilettenspende.<br \/>\nWenn Dr. Querfurt 1000 Euro f\u00fcr die Toiletten gezahlt hat, wieso wurden sie mir dann zur\u00fcckgezahlt? Was soll ich unterlassen zu sagen?<br \/>\nOffenbar vermengt Dr. Querfurt hier zwei Vorg\u00e4nge, die nichts miteinander zu tun haben, sich aber um dieselbe Summe von 1000 Euro drehen:<br \/>\nZu einen hat er mir 1000 Euro mit dem Vermerk \u201egesparte Hotelkosten\u201c \u00fcberwiesen, da ich ihm im Rahmen unseres Konflikts vorgeworfen hatte, mein Haus als kostenloses Hotel missbraucht zu haben. Ich habe den Vermerk allerdings sehr wohl als Zweckbindung verstanden, und die H\u00e4lfte den beiden Dr. Querfurt und seine Frau betreut habenden Frauen Assa Niare und Sanata Kone zu gleichen Teilen weitergegeben.<br \/>\nZum anderen habe ich einige Zeit danach, da sich der Bau der versprochenen Toiletten f\u00fcr mich unertr\u00e4glich in die L\u00e4nge zog, die damals daf\u00fcr kalkulierten 1000 Euro f\u00fcr ihren Bau mit dem Vermerk \u201eurgent pour les toilettes des Welenguena\u201c \u00fcberwiesen (siehe Brief an Frau Wittig).<br \/>\nEtwa drei Wochen sp\u00e4ter rief ich Frau Dembele an und fragte, ob mit den Bauarbeiten begonnen sei. Sie antwortete, das Geld sei anderweitig verbraucht. Als ich ank\u00fcndigte, mich dar\u00fcber bei Dr. Querfurt zu beschweren, da die Spende zweckgebunden gewesen sei, drohte sie, f\u00fcr meine sofortige Ausweisung aus Mali zu sorgen. Angesichts, ich muss es leider immer wieder wiederholen, der korrupten Strukturen vor allem bei Polizei und Justiz, ist das keine ganz leere Drohung, weshalb ich auch davon Dr. Querfurt berichtete und von ihm verlangte, Frau Dembele zu bremsen. Daraufhin bekam ich meine 1000 Euro zur\u00fcck (und dass RA Eisel es f\u00fcr n\u00f6tig h\u00e4lt, zu betonen, dass er meine Quittung hat, zeigt die erschreckende Realit\u00e4tsferne, die den ganzen Brief durchzieht: als ich ob abstreiten w\u00fcrde, das Geld zur\u00fcckbekommen zu haben &#8211; das ist doch mein Vorwurf, dass ich es zur\u00fcckbekam, anstatt dass davon die Toiletten gebaut wurden!) und habe seitdem davon nichts mehr geh\u00f6rt. Obwohl mir unbegreiflich bleibt, wieso meine Spende nicht benutzt und dadurch der Toilettenbau unertr\u00e4glich verz\u00f6gert wurde, habe ich seitdem nichts dar\u00fcber geschrieben oder verlautbart \u2013 nun thematisiert das Dr. Querfurt bzw. RA Eisel bei gleichzeitiger Aufforderung nicht davon zu reden.<br \/>\nIch habe des weiteren nie und nirgends behauptet, Frau Dembele w\u00fcrde einen Teil des in den\u00a0 Kostenvoranschl\u00e4gen berechneten Geldes f\u00fcr sich verwenden. Ich habe darauf hingewiesen, dass der vom ihrem Neffen, dem Ingenieur Dialla Diallo, der den Kostenvoranschlag f\u00fcr die Schule gemacht hat, f\u00fcr mich get\u00e4tigte Kostenvoranschlag f\u00fcr meinen Hausbau doppelt so hoch veranschlagt war wie die nach seiner Entlassung tats\u00e4chlich entstandenen Kosten. Jeder einzelne Sachposten \u2013 T\u00fcren, Fenster, Zement \u2013 war doppelt so hoch veranschlagt wie die wahren Kosten. Ich habe ausserdem darauf hingewiesen, dass alle mir bekannten und mit derartigen Projekten besch\u00e4ftigten Personen von Differenzen bis zu zwei Dritteln berichten, das ist nun mal die traurige Realit\u00e4t in diesem Land. Ich bezweifle, dass Dr. Querfurt in der Lage ist, einen derartigen Kostenvoranschlag zu kontrollieren und weise deshalb immer wieder darauf hin, dass mit strukturell demokratisch kontrollierten Gruppen zusammengearbeitet werden sollte und nicht mit Einzelpersonen.<\/p>\n<p><span class=\"Apple-style-span\">Es geht nicht um Vorw\u00fcrfe gegen Einzelne, sondern um die Frage, wie am effektivsten und den besten Erfolg garantierenden Mitteln geholfen werden kann.<\/span><\/p>\n<p>Auch habe ich niemals Dr. Querfurt vorgeworfen, f\u00fcr den Tod des Kindes der ihm vorgestellten \u201eFrau mit gyn\u00e4kologischen Problemen\u201c wie ich sie als Nicht-Arzt nun einmal genannt habe, verantwortlich zu sein, sondern ich habe kritisiert, dass die Klinik der nahegelegenen Kreisstadt Kutialla kein Ultraschallger\u00e4t bekommen hat, wie mir ausdr\u00fccklich erkl\u00e4rt wurde, weil die Klinik sich nach dem Erhalt einer Absaugpumpe in Folge des ersten Besuches von Dr. Querfurt als \u201eunzuverl\u00e4ssig\u201c (Dr. Segoule) erwiesen habe, obwohl es dort, wie oben beschrieben, viel notwendiger ist als in Bamako, und den Tod dieses Kindes als Beispiel daf\u00fcr genannt. \u00dcber nichts w\u00fcrde ich mich mehr freuen als die Nachricht, die leider auch nicht dem Brief von RA Eisel zu entnehmen ist, dass die Klinik in Kutialla ein Ultraschallger\u00e4t bekommen hat.<br \/>\nNachdem Dr. Querfurt die erw\u00e4hnte Begegnung offenbar vergessen hat, m\u00f6chte ich ihn mit seinen eigenen Worten daran erinnern, wie er sie im Bericht von seiner ersten Reise vom 25.3. bis 5.4.2007 beschrieben hat; lesen wir also Dr. Querfurt selbst, unter der Tagesnotiz vom 29-3-2007:<br \/>\n\u201eEin junges M\u00e4dchen kommt. \u201eDas ist M\u00e4dchen mit dem kranken Busen. Vor 1 Monat war der total entz\u00fcndet,\u201c berichtet Christof. Sie ist dann behandelt worden. \u201eUnd wie geht es dem Busen heute?\u201c fragt Christof. Sie antwortet nicht, tritt stattdessen vor und hebt ihr T-Shirt hoch, so dass jeder sehen kann, wie pr\u00e4chtig gesund dieser junge Busen wieder ist. \u201eEin Busen hat in Afrika nicht die sexuelle Bedeutung wie bei uns\u201c,\u00a0 kl\u00e4rt mich Christof auf. Ich m\u00f6chte nicht wissen, wie viel Fehlschl\u00fcsse ich aufgrund meiner europ\u00e4ischen Denk- und Sichtweise gezogen h\u00e4tte, w\u00e4re ich ohne ihn unterwegs gewesen. Danke an dieser Stelle f\u00fcr die hervorragende Einf\u00fchrung in das Land!\u201c<\/p>\n<h2>Nachfragen:<\/h2>\n<p>Wieso werden Kritiken oder Sachpunkte\u00a0 nicht sachlich entgegnet und gegebenenfalls widerlegt, sondern mit Strafanzeige in Deutschland und Landesverweis in Mali gedroht?<\/p>\n<p>Woraus schliessen Dr. Querfurt und RA Eisel, dass ich einen eventuellen falschen Sachverhalt, der auch noch auf der Informationssperre von APA beruht, weiterverbreiten w\u00fcrde, selbst wenn ich eines besseren belehrt werden w\u00fcrde?<\/p>\n<p>Wenn Dr. Querfurt nicht mit eingef\u00fchrten, funktionierenden und bewiesenermassen zu den wenigen nicht-korrupten Organisationen geh\u00f6renden Gruppen zusammenarbeiten will, sondern nur mit einer von ihm selbst kontrollierten Person, auch wenn sie noch nie eine derartige Arbeit gemacht hat\u00a0 \u2013 warum steht er dann nicht dazu? Warum droht er mit Strafanzeige wegen Verleumdung und verleumdet dabei, wie oben beschrieben, selbst, um seine Verweigerung zu begr\u00fcnden?<\/p>\n<p>Wieso gibt sich ein ansonsten als seri\u00f6s bekannter Rechtsanwalt daf\u00fcr her, Falschaussagen wie die \u00fcber die \u201emedicins d&#8217;espoir\u201c un\u00fcberpr\u00fcft weiterzuleiten und bei Widerlegung mit Strafanzeige zu drohen?<\/p>\n<p>Warum stellt Dr. Querfurt zum Beispiel die auch in RA Eisels Brief nicht widerlegte und auf der damaligen Beschlusslage beruhende Information, dass Dr. Seydou ein Ultraschallger\u00e4t zur freien Verf\u00fcgung bekommen hat, nicht einfach richtig, wenn dem nicht so sein sollte: selbstverst\u00e4ndlich w\u00fcrde ich sie nie wieder wiederholen, wieso sollte ich? &#8211; im Gegenteil: ich w\u00e4re hocherfreut \u00fcber diese Mitteilung, weil dann auch in diesem Punkt auf mich geh\u00f6rt worden w\u00e4re?<\/p>\n<p>Wenn Dr. Seydou allerdings wie beschlossen ein Ger\u00e4t bekommen haben sollte \u2013 warum steht Dr. Querfurt nicht dazu? Wenn er davon \u00fcberzeugt ist, dass das richtig ist, kann er es doch begr\u00fcnden, und dritte k\u00f6nnen sich ihre Meinung \u00fcber die vorliegenden Argumente bilden, wie das in einer demokratischen Streitkultur \u00fcblich ist?<\/p>\n<p>Das als pars pro toto stehendes Beispiel f\u00fcr alle anderen aufgef\u00fchrten Streitpunkte, um zur zentralen, alles beherrschenden Frage zu kommen:<br \/>\nWieso drohen Querfurt\/Eisel mit Strafanzeige anstatt anstehende Sachfragen durch einfachen Informationsaustausch zu kl\u00e4ren &#8211;<br \/>\nund behindern damit die im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit und des interkulturellen Dialogs dringend notwendige Diskussion um Begriffe wie \u201eHilfe\u201c, \u201eArmut und Reichtum\u201c, \u201eBed\u00fcrftigkeit\u201c , \u201eEurop\u00e4ische Denk- und Sichtweisen\u201c, \u201ekorrupte gesellschaftliche Strukturen\u201c und \u201edamit verbundene politische und moralische Implikationen\u201c?<\/p>\n<p>PS: Solle es zu einem Gerichtsverfahren kommen, beantrage ich vorab, dazu die deutsche \u201eRosa Luxemburg Stiftung\u201c, die den ebenfalls von Dr. Oumar Marico gegr\u00fcndeten Radionsender \u201eKayira\u201c unterst\u00fctzt, als in Mali arbeitende und mit malischen Verh\u00e4ltnissen vertraute Stiftung zur Best\u00e4tigung aller der von mir genannten Fakten und Einsch\u00e4tzungen beizuziehen, genauso wie den Regisseur Valentin Jeker zum Beweis der Tatsache, dass Dr. Querfurt sich f\u00fcr andere Aktivit\u00e4ten in Mali ausser denen von Frau Dembele \u201enicht interessiert\u201c, die ehemalige DED Mitarbeiterin Gabriele Riedl zur Frage des Umgangs mit Kostenvoranschl\u00e4gen, und die seit 15 Jahren in Mali lebende und arbeitende, hier verheiratete international t\u00e4tige Entwicklungszusammenarbeits Consulentin Sylvia Sangare Mollet zur gesellschaftlichen Korruption und politischen Situation in Mali.<br \/>\nEs ist mir zwar ein R\u00e4tsel wie ein deutsches Gericht diese hochkomplizierten malischen Verh\u00e4ltnisse durchschauen und beurteilen will, und warum damit eine in Deutschland in dringend notwendige Diskussion verhindert werden soll, die in Mali zur Tagesordnung geh\u00f6rt:<br \/>\naber es ist ja auch nicht mein Wunsch.<br \/>\nEs gibt wichtigere Dinge, und die konkreten Aktivit\u00e4ten von APA Mali sind\u00a0 hier in Mali noch das geringste Problem, zu dem ich niemals auch nur ein Wort gesagt h\u00e4tte, wenn ich nicht durch meine Vorarbeit daf\u00fcr mitverantwortlich w\u00e4re.<br \/>\nIch bin selbstverst\u00e4ndlich weiterhin zu jeder Diskussion bereit, habe aber zu diesem konkreten Beispiel gesagt, was zu sagen ist, und werde mich weiterhin vor allem auf die oben beschriebenen politisch-moralischen, gesellschaftlichen und weltanschaulichen Fragen konzentrieren.<br \/>\nSolange ich nicht durch Nachfragen oder jetzt den Brief von RA Eisel oder das angedrohte Gerichtsverfahren gezwungen werden, die Sache immer weiter zu vertiefen, ist \u201eDer Fall APA\u201c f\u00fcr mich erledigt.<\/p>\n<p>Christof Wackernagel, Bamako, den 21-12-2009<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Darauf\u00a0antwortete ich folgendermassen: Pers\u00f6nliche Erkl\u00e4rung zum Brief von RA Eisel vom 16.12.2009 Seit \u00fcber zwei Jahren verweigert Dr. Querfurt die Diskussion \u00fcber die im oben genannten Brief aufgef\u00fchrten Themen, auch mit anderen Personen als mir. Nun droht er mit Strafanzeige, wenn ich diese Diskussion fortf\u00fchre. Ein innerhalb der demokratischen Streitkultur Deutschlands eher ungew\u00f6hnlicher Vorgang. 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