{"id":222,"date":"2010-09-01T22:13:52","date_gmt":"2010-09-01T20:13:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.christofwackernagel.de\/aktuelles\/?p=222"},"modified":"2016-05-28T11:06:34","modified_gmt":"2016-05-28T09:06:34","slug":"ebbys-fahrt-in-madous-heimatdorf-welenguena","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.christofwackernagel.de\/aktuelles\/ebbys-fahrt-in-madous-heimatdorf-welenguena\/","title":{"rendered":"Ebbys Fahrt in Madous Heimatdorf Welenguena"},"content":{"rendered":"<h1>Ebbys Fahrt in Madous Heimatdorf Welenguena<\/h1>\n<p><span class=\"Apple-style-span\">Besuch im Heimatdorf von Madu im Gebiet von Welengena bei Koutiala<\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-384 size-large\" title=\"e1\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e18-1024x768.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/p>\n<p><span class=\"Apple-style-span\">Bamako Mopti Welengena<\/span><\/p>\n<p>Seid drei Tagen h\u00e4ngt der Saharastaub dicht \u00fcber Bamako.<\/p>\n<p>Es ist Winter und kalt f\u00fcr die hiesigen Verh\u00e4ltnisse. In Welengena wird es noch k\u00e4lter sein als hier meint Madu.<\/p>\n<p>Drei Tage ohne Sonne, heizt Madu momentan im Zimmer mit einem Charbonofen (Holzkohle Ofen). Bei dem Wetter wollen wir Morgen nach Welengena fahren. Bei dem dichten Dunst der \u00fcber allem liegt, kann ich ja \u00fcberhaupt nicht fotografieren. Unlust, alles absagen, kalt und windig, mit meinem bisschen Franz\u00f6sisch alleine mit Madu und Sako ins tiefe Afrika. Aber absagen ist nicht mehr und Schiss haben gilt sowie so nicht. Also schauen was passiert. Um sieben Uhr aufgestanden, Foto, Telefon, Waschzeug etc. eingepackt, zwischen acht und neun Uhr soll Sako kommen.<\/p>\n<p>Um acht ist er da. Er kommt oft fr\u00fcher als er soll, meist ist hier das Gegenteil der Fall. Sako ist ein zuverl\u00e4ssiges Schlitzohr und wenn man sich nicht von ihm \u00fcbers Ohr hauen l\u00e4sst, kommt man gut mit ihm aus. Er wohnt in Bamako, ist aber aus Segou, bekommt von mir 25000 FCFA, 40\u20ac, pro Tag f\u00fcr sich und das Auto, plus Diesel.<\/p>\n<p>Eigentlich w\u00e4re ich ja gerne ohne Fahrer gefahren, aber hier verleiht keiner Autos ohne Fahrer, zu schnell sind sie hier \u00fcber die Grenze verschwunden oder Schrotthaufen. Also fahre ich lieber mit Sako als mit einem fremden Fahrer. Sako f\u00e4hrt, nachdem er uns in Welengena abgesetzt hat, zur\u00fcck nach Segou und ist dann \u00fcbers Wochenende bei seinen<\/p>\n<p>Verwandten, Sonntag Mittag holt er uns dann wieder ab.<\/p>\n<p>Also los geht\u2019s durchs vernebelte Bamako mit meiner, samt Bettzeug aufgerollten Matratze im Kofferraum.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-385\" title=\"e2\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e24.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" \/>Siedlungsprojekt des Pr\u00e4sidenten ATT<\/p>\n<p>Bei 200 Metern Sicht circa, fahren wir durch die Landschaft, flach, landwirtschaftlich genutzt, mit einzelnen B\u00e4umen auf den Feldern, unterbrochen von Geb\u00fcsch, kleinen Ortschaften und einzelnen Geh\u00f6ften in der traditionellen Lehmbauweise, viereckige Wohnh\u00e4user und die sch\u00f6nen runden mit Schilf oder Stroh gedeckten Vorratsh\u00fctten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-386\" title=\"e3\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e34.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/p>\n<p>Nach etwa hundert Kilometern, der Mitte zwischen Bamako und Segou, schiebt sich die Sonne durch den Dunst, und es wird deutlich w\u00e4rmer. Sako und Madu unterhalten sich auf Bambara, ich genie\u00dfe die Fahrt; auch nicht schlecht mal als Beifahrer.<\/p>\n<p>Das Tor zum Bezirk Segou \u2013 und da recken sie ihre m\u00e4chtigen St\u00e4mme durch den Nebel in den Himmel. Die ersten Baobabs in Natura.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-387\" title=\"e4 Baobab\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e4-Baobab.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<p>Ohne Gr\u00fcn, es ist schlie\u00dflich Winter, manchmal noch einige Fr\u00fcchte tragend, stehen sie auf den Feldern, einzeln oder mal zu zweit, verteilt.<\/p>\n<p>St\u00e4mme mit mehreren Metern Durchmesser sind keine Seltenheit. Aber auch kleine, junge gibt es. Die meisten sind bewirtschaftet, das hei\u00dft sie werden, fast schon wie die Kopfweiden bei uns, beschnitten. An den Astenden h\u00e4ngen dann die Fr\u00fcchte. Jungen B\u00e4umen werden bis in zirka zwei Metern H\u00f6he die Rinde abgesch\u00e4lt, die f\u00fcr die traditionelle Medizin genutzt wird.<\/p>\n<h2>Segou.<\/h2>\n<p>Bei der Stadteinfahrt werden von der Polizei kritisch die Wagenpapiere von Sakos Taxi kontrolliert. Nach ein paar Erkl\u00e4rungen seitens Sako k\u00f6nnen wir in die Stadt hinein. Eine viertel Stunde halten wir bei Freunden von Sako, die an der Hauptstra\u00dfe sitzen und Tee trinken, Brettspiele machen und sonst anscheinend nichts weiter zu tun haben. Erst auf der R\u00fcckfahrt wollen wir einen kleinen Rundgang durch Segou und an den Niger machen; jedoch Heute m\u00f6glichst im Hellen noch in Welengena ankommen. Also weiter geht\u2019s \u00fcber die etwas schmale, anden Seitenr\u00e4ndern ausgefranste Stra\u00dfe. K\u00fche, Esel, Hunde, Eselkarren, Fu\u00dfg\u00e4nger, langsame Mopeds und Lkws muss man hier beachten, aber Sako f\u00e4hrt uns sicher durch die Landschaft. Es geht jetzt Richtung Kutiala, der gr\u00f6\u00dften Stadt bei Welengena. Dies ist eigentlich der Name f\u00fcr die Gegend hier, kein Ortsname. Welengena besteht aus mehreren D\u00f6rfern und vielen einzeln liegenden H\u00f6fen, Feldern, Mangob\u00e4umen, Baobabs, Buschland, umherziehenden Zeburinder Herden, Ziegen und Schafen. Sako h\u00e4lt mitten in der Landschaft am Stra\u00dfenrand an, grummelt was vor sich hin, macht die Motorhaube auf<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-388\" title=\"e5Sako\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e5Sako.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" \/>Warten auf Madu der im Dorf Wasser und Fahrradschlauch holt<\/p>\n<p>um stirnrunzelnd den wei\u00dfen Dampf zu betrachten, der vom Motor aufsteigt. Das f\u00e4ngt ja gut an denke ich mir und sehe wie das K\u00fchlwasser aus einem v\u00f6llig zerfressenen Schlauch spritzt. Schlauch mit Plastikt\u00fcte und Klebeband umwickelt, Wasser rein, zwei Kilometer gefahren, Motor kocht, im Dorf neues Wasser holen und Fahrradschlauch. Selbigen auch noch um den defekten Schlauch gewickelt, Wasser rein, entl\u00fcftet, drei Kilometer gefahren, Motor kocht. Kopfdichtung kaputt, bin ich mir mit Sako einig. Wieder Wasser rein,<\/p>\n<p>entl\u00fcften, dann mit voll aufgedrehter Heizung und wenig Gas bei knapp hundert Grad die restlichen Kilometer nach Kutiala gerollt, bis auf den Hof eines Mechanikers. Sako verhandelt mit ihm, der gibt nach kurzer \u00dcberpr\u00fcfung auch der Kopfdichtung die Schuld, dem Schlauch sowie so und macht sich mit seinen Helfern sofort dran den Schaden zu beheben. Uns h\u00e4ngt der Magen in den Knien und wir suchen ein winziges Restaurant an der belebten Stra\u00dfe auf. Sako bestellt Pommes mit H\u00fchnchen, Madu Nudeln mit Huhn und ich Nudeln mit einer hellen scharfen So\u00dfe. Das vielleicht f\u00fcnfzehn j\u00e4hrige M\u00e4dchen das uns bedient, schaut mich immer mit gro\u00dfen Augen an. Jeder bekommt noch einen gro\u00dfen Becher Wasser. Ich zahle f\u00fcr uns drei 1200 FCFA, 1,85 \u20ac, Wir beschlie\u00dfen f\u00fcr die noch fehlenden acht Kilometer nach Welengena das Angebot des Mechanikers anzunehmen mit seinem Auto weiter zu fahren, w\u00e4hrend das Taxi repariert wird. Also Gep\u00e4ck umladen, f\u00fcr 3000 FCFA Essence getankt dann geht\u2019s von der Hauptstra\u00dfe rechts ab auf einer l\u00f6chrigen, breiten Sandpiste Richtung Madu&#8217;s Heimatdorf. Die Sonne scheint bleich durch den Saharastaub; in anderthalb Stunden ist es dunkel. Die Spannung steigt; was mich wohl in Madus Dorf erwartet? Ich werde es in K\u00fcrze erfahren. Noch drei Kilometer Piste.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-389\" title=\"e6Wald\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e6Wald.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/p>\n<p>Hier war vor zwanzig Jahren noch dichter Wald erz\u00e4hlt Madu<\/p>\n<p>Flache Lehmziegel Bauten tauchen aus dem Dunst auf. Eine kleine Moschee abseits. Rechts ein alter Baobab mit vielen gro\u00dfen Vogelnestern in der Krone. Gegen\u00fcber ein Boutiqui, Fahrradwerkstatt und Fleischgrill. Madu und Sako rufen Begr\u00fc\u00dfungsworte aus dem Fenster. So mogo bee dee \u2013 torosite. Wie geht\u2019s? Alles gut! kommt als Antwort. Staubige, strahlende Kinder winken und auch die Alten. Wir halten am ersten Geh\u00f6ft auf der rechten Seite, ein Rudel Kinder umschw\u00e4rmt uns neugierig. Madu hat nat\u00fcrlich unser Kommen angek\u00fcndigt und so wird die Schar der uns Begr\u00fc\u00dfenden immer gr\u00f6\u00dfer, und ich blicke \u00fcberhaupt nicht mehr durch wer wer ist, in dem Durcheinander. Nur Madu&#8217;s j\u00fcngerer Bruder, Darami hei\u00dft er, bleibt mir erstmal pr\u00e4sent. Er f\u00fchrt uns in seinen Hof, gr\u00f6\u00dfere Kinder tragen unser Gep\u00e4ck in das rechte der beiden Zimmer dieich hier ausmachen kann. Hier werde ich mit Madu schlafen, meine Matratze ausrollen. Madu auf der anderen, die mit einem Vorhang abgetrennt in der anderen Ecke liegt. Ein Wust von Kleidungsst\u00fccken h\u00e4ngt an einer Stange, darunter T\u00f6pfe und Sch\u00fcsseln. Die W\u00e4nde sind verputzt und Blau mit Mustern get\u00fcncht. Einen kahlen Nebenraum gibt es in dem Holzkohle in der einen und Zwiebeln in der anderen Ecke liegen.<\/p>\n<p>Der Vorratsraum. Darami hat uns sein Zimmer f\u00fcr unseren Aufenthalt abgetreten. Mein Karton mit gekauftem Wasser wird herein gebracht. Vorsichtshalber habe ich mich mit sauberem Wasser zum Trinken versorgt, obwohl ich denke, dass ich mich in den letzten drei Monaten soweit akklimatisiert habe, dass mir ein bisschen schmutzigeres Wasser nichts mehr aus macht. Daramis Hof besteht aus dem Haus mit drei R\u00e4umen, dem Sitzplatz drau\u00dfen mit einer dicken Maisstroh Schicht auf krummen Holzpfosten. Gerade so Stehh\u00f6he. Eine Ziegelwand trennt den Wohnhof vom<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-391\" title=\"e7Schlafplatz\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e7Schlafplatz.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" \/>Unser Schlafplatz am n\u00e4chsten Morgen<\/p>\n<p>Stallteil, wo mich ein Bulle und zwei K\u00fche aus ihren braunen Augen anschauen. Gut gen\u00e4hrte Tiere mit sauberem Fell.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-393\" title=\"e8kuh\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e8kuh.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" \/>Daran anschlie\u00dfend das neu gebaute \u201eBadezimmer\u201c, die zweite Toilette im ganzen Dorf. Ein von einer Schulter hohen Lehmmauer umbauter Raum mit Zementboden. Im hinteren Teil ein Loch im Boden mit einer Grube darunter f\u00fcrs Feste und einer Rinne mit Ausgang in der Umfriedungsmauer f\u00fcrs Fl\u00fcssige. Ein Eimer mit Wasser am Eingang zum Waschen und Nachsp\u00fclen f\u00fcr die Pisse. Stinkt kaum und macht einen sauberen Eindruck.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-392\" title=\"e12baobab2\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e12baobab2.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\" \/>Ausblick \u00fcber die Mauer: Der gro\u00dfe Baobab mit den Vogelnestern.<\/p>\n<p>Sako verabschiedet sich, er bringt das geliehene Auto zur\u00fcck Nach Kutiala und hofft, dass sein Taxi repariert ist. Ich gebe ihm schon einmal einen Teil der Fahrtkosten, damit er die Reparatur zahlen kann. Madu stellt mir seinen \u201egrand frere\u201c vor, Om\u00e4g\u00e4, der einen einzeln liegenden Hof mit viel Land einige Kilometer von hier bewirtschaftet.<\/p>\n<p>Ein Kommen und Gehen von Kindern und Erwachsenen, Lachen und Scherzen um uns herum, ich f\u00fchle mich herzlich aufgenommen und einen Pulk von Kindern hinter uns her ziehend gehen Madu, Om\u00e4g\u00e4 und ich zu Madu&#8217;s Eltern, Onkel und Tante um sie zu begr\u00fc\u00dfen. Es ist inzwischen dunkel geworden. Ich habe meine Taschenlampe dabei und Madu hat eines der Kinder in den Dorfladen geschickt um noch eine zu kaufen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-395\" title=\"e10Kinder\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e10Kinder.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/p>\n<p>Strom geschweige denn Stra\u00dfenlaternen gibt es hier nicht. Frisch ist es, ein k\u00fchler Wind weht Staubfahnen hoch. Wir passieren einen Durchgang, einen niedrigen Raum und im Licht der Taschenlampen sehe ich an den W\u00e4nden Trommeln, Beutel und Gegenst\u00e4nde h\u00e4ngen, die ich nicht identifizieren kann im Dunkel. Dies ist das Fetisch Haus meines Vaters erkl\u00e4rt mir Madu. An der einen Wandseite h\u00e4ngen die Trommeln f\u00fcr die Totenfeiern, an der anderen die f\u00fcr Feste und \u00e4hnliche Gelegenheiten. Madus Vater f\u00fchrt die Rituale bei den Begr\u00e4bnissen durch, begleitet die Toten mit Trommeln in die n\u00e4chste Welt. Wir betreten den Innenhof des Geh\u00f6ftes. Schwacher Lichtschein dringt aus dem Raum gegen\u00fcber in den mich Madu f\u00fchrt. Im Schein einer Petroleumlampe sitzen Wara, Madu&#8217;s Vater, Shotan, seine Mutter und Maramu die Frau seines Onkels um einen Charbonofen herum.<\/p>\n<p>Ich werde mit warmem H\u00e4ndedruck begr\u00fc\u00dft, mit direktem Blick in die Augen so mogo bee dee \u2013 torosite \u2013 amina \u2013 amina \u2013 amina. Weil ich nat\u00fcrlich nichts verstehe, sagt mir Madu vor, was ich beim Begr\u00fc\u00dfungsritual wann sagen muss. Eine Katze schleicht um uns herum, Kinder dr\u00e4ngen sich an der T\u00fcr, kleine und gr\u00f6\u00dfere Rotznasen schauen mich mit gro\u00dfen Augen an.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e9brueder.jpg\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/p>\n<p>die drei Br\u00fcder &#8211; Om\u00e4g\u00e4, Darami, Madu<\/p>\n<p>Eine junge Frau bringt drei Sch\u00fcsseln mit Essen herein und stellt sie auf den Boden. Das Abendessen. Madu fragt mich ob wir hier essen sollen oder beim petit frere, rethorische Frage, denke ich mir und antworte. \u201eBeim petit frere\u201c. Wir erheben uns, w\u00fcnschen gute Nacht. Madu zieht mich zum n\u00e4chsten Haus.<\/p>\n<p>Hier begr\u00fc\u00dft uns sein Onkel, petit pere Bougouza, der Dorfmarabu, mit weichem H\u00e4ndedruck und scheuem Blick der mich\u00a0 nicht trifft. Eine Seltenheit hier, wo dir doch alle direkt in die Augen schauen, der Blickkontakt sehr wichtig ist f\u00fcr die Kommunikation. Wir verlassen den Hof und gehen durch das etwas unheimliche Fetischhaus durch zu Madu&#8217;s Bruder Darami, unserem Schlafplatz. Hier sitzen inzwischen Einige M\u00e4nner und Kinder unter dem Schattendach mit der Strohdeckung beim Tee. Wieder mit gro\u00dfem Hallo werden wir begr\u00fc\u00dft, mir der bequemste Polsterstuhl zum Sitzen angeboten. Alima, die erste Frau von Darami bringt das Abendessen, eine gro\u00dfe Sch\u00fcssel mit wei\u00dfem Reis und eine kleinere mit So\u00dfe und kleinen Fleischst\u00fcckchen. Madu schaut mich etwas entsetzt an \u2013 er hatte vergessen zu sagen dass ich kein Fleisch esse. Macht nichts, meine ich und lange wie die anderen M\u00e4nner in die Reissch\u00fcssel, esse ihn halt pur. Doch nach zehn Minuten kommt Alima, mit Kind auf dem R\u00fccken und einer kleinen Sch\u00fcssel mit roter So\u00dfe in der Hand wieder. L\u00e4chelt mich an und stellt sie vor mich hin. I ne che, danke, sage ich und ziehe ein Reisb\u00e4llchen mit der rechten Hand geformt durch die So\u00dfe. Der Abend wird lang. Nach dem Essen gibt es Tee. \u00dcberhaupt ist einer immer am Tee machen. Der j\u00fcngste Bruder Neryere ist es meist.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-396\" title=\"e14\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e141.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/p>\n<p>Hier bedient immer der J\u00fcngere den \u00c4lteren. Er spricht ganz gut Franz\u00f6sisch und mit ihm kann ich ganz gut reden. Er geht in Kutiala in die Schule Und arbeitet nebenbei auf dem Bau, erz\u00e4hlt er mir. Ein dauerndes Kommen und Gehen ist hier. Manchmal sitzen wir zu zehnt auf der Liege und den Gartenst\u00fchlen. Die langen Begr\u00fc\u00dfungen der Neuank\u00f6mmlinge, neugierige Blicke zu mir. Einer aus dem Nachbardorf mit einer verletzten Hand, war ihm bei der Arbeit ein Stein darauf gefallen, reicht mir seinen Arm zur Begr\u00fc\u00dfung und erz\u00e4hlt auf Bambara wie es passiert ist. Nach kurzem \u00dcberlegen hole ich aus meinem Gep\u00e4ck die gr\u00fcne Dose mit dem Rest der Pferdesalbe, die mir meine Frau Karin vor der Abreise noch in die Hand dr\u00fcckte. Einen Teil habe ich selber verbraucht, einen anderen Sanata, Madu&#8217;s Frau, f\u00fcr den R\u00fccken spendiert. Diese gebe ich dem Verletzten. Die Anwendungsweise erkl\u00e4re ich franz\u00f6sisch holprig dem auch gerade gekommenen Doktor aus der Gegend. Der gibt es dann in Bambara wieder. Die Freude ist gro\u00df. Ich reibe dem Verletzten die verstauchte Hand ein und bin damit gut eingef\u00fchrt. Madu ist f\u00fcr einige Zeit zu seinen Eltern und Onkel verschwunden. Es ist ziemlich k\u00fchl geworden, ich schaue zum Himmel und sehe die Sterne, den Orion mit seinem G\u00fcrtel direkt \u00fcber mir, der Saharastaub ist verschwunden. Morgen scheint bestimmt die Sonne wieder. Obwohl ich von den Unterhaltungen nichts verstehe, f\u00fchle ich mich sehr wohl unter den Leuten hier. Allm\u00e4hlich haben sich einige verabschiedet, Madu kommt wieder, wir r\u00fccken n\u00e4her an den Holzkohle Ofen und trinken einen der letzten Tees vorm Schlafengehen.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Morgen weckt mich mit strahlendem Sonnenschein. Madu ist auch schon wach, im Freiluft BadeZimmer, mit Blick auf den imposanten Baobab, steht ein Eimer mit warmem Wasser, woraus ich mir eine Hand voll Wasser ins Gesicht schmei\u00dfe und die Z\u00e4hne putze. Madus j\u00fcngerer Bruder Darami bereitet das Futter f\u00fcr die drei Rinder. Madu und ich machen einen Rundgang durchs Dorf. Ich bin ganz hingerissen von den Lehmziegel Bauten<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-397\" title=\"e11dorf\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e11dorf.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" \/>und den runden Stroh gedeckten Vorratsh\u00e4usern.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-404\" title=\"e19dorf2\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e19dorf2.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/p>\n<p>Allerdings sind schon viele der LehmBauten verfallen, da die Bewohner das Dorf verlassen um Arbeit in den St\u00e4dten zu finden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-398\" title=\"e13\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e131.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"552\" \/><\/p>\n<p>Die Chance auf Arbeit hier ist gering, und ein Luxusleben, auch in bescheidenem Ma\u00dfe ist das hier wirklich nicht. Wenig Wasser, kein Strom, Landwirtschaft ist nur Richtung Regenzeit m\u00f6glich, ohne ohne Bew\u00e4sserung. So ist es sehr schwierig im Dorf Geld zu verdienen und ohne Geld kann man die Grundlagen nicht verbessern. Immerhin wurde am Rande des Dorfes eine neue Schule gebaut, sogar mit Toiletten, die von einer nicht staatlichen deutschen Hilfsorganisation finanziert werden sollten. Aber nach diversen Querelen mit den malischen Vertretern, die die Kohle in ihr eigenes Heimatdorf und eigenen Geldbeutel umgeleitet haben, wurde es doch selbst geschafft auch noch das Dach zu organisieren.<\/p>\n<p>Inzwischen sind wir am Dorfplatz angekommen, wo am Grillplatz eine Frau sitzt und kleine Pfannkuchen aus Hirsemehl auf einem Holzkohleofen b\u00e4ckt. F\u00fcr 200 FCFA zirka 30 \u20ac cent bekommen wir eine ganze Sch\u00fcssel voll und gehen wieder zur\u00fcck zu Darami, der inzwischen die K\u00fche hinaus gelassen hat zum Bl\u00e4tter und Buschwerk abweiden. Gras gibt es jetzt nicht. Alima hat eine gro\u00dfe Sch\u00fcssel Moni gekocht, eine wei\u00dfe dickfl\u00fcssige Suppe mit wei\u00dfen Kl\u00fcmpchen. H\u00e4lt nicht lange vor, ziemlich geschmacklos, etwas s\u00e4uerlich s\u00fc\u00dflich, das \u00fcbliche Fr\u00fchst\u00fcck hier. Auch aus Hirse. Wir essen es alle aus einer Sch\u00fcssel mit Sch\u00f6pfkellen \u00e4hnlichen L\u00f6ffeln aus Holz oder buntem Plastik. Nicht gerade der Hit, aber mit den Pfannkuchen ganz ok. Die M\u00e4nner essen zuerst, dann die Kinder und Frauen was \u00fcbrig bleibt. So ist das hier. Also als Mann nicht alles aufessen!<\/p>\n<p>Neryere macht schon wieder Tee, die Kinder wuseln um uns herum, ich mache Fotos und fasziniert schauen sich die Kleinen, und nicht nur die, das Ergebnis auf dem Display an.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-399\" title=\"e15\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e151.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/p>\n<p>Jetzt gehen wir zusammen mit Madu&#8217;s \u00e4lterem Bruder Om\u00e4g\u00e4 zu ihren Eltern. Ich werde wieder herzlich begr\u00fc\u00dft. Wara, der Vater ist ein ganz lieber F\u00fcnfundachtzig j\u00e4hriger Mann mit einer ungemein freundlichen Ausstrahlung, ungew\u00f6hnlich alt f\u00fcr Mali, wo ein Durchschnittsalter von einundf\u00fcnfzig Jahren herrscht.Er macht die Begr\u00e4bniszeremonien, spielt die Totentrommeln, bei Festen spielt er Ballaphon und singt. Ist auch f\u00fcr die traditionelle Medizin zust\u00e4ndig. Shotan die Mutter begr\u00fc\u00dft mich und fragt, nach der langen Begr\u00fc\u00dfungszeremonie, nat\u00fcrlich \u00fcber Madu, besorgt, ob ich auch genug zu essen h\u00e4tte, denn ohne Fleisch sei es doch schwierig hier. Fleisch macht hier nicht die Menge, sondern den Geschmack in den So\u00dfen. Gem\u00fcse gibt es nur sehr wenig in der Trockenzeit, und so ist das Angebot f\u00fcr Vegetarier noch etwas d\u00fcrftiger als f\u00fcr Allesesser. Aber ich sage ihr, dass alles wunderbar sei, ich satt sei und f\u00fcr die liebe Aufnahme im Dorf danke.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-400\" title=\"e16\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e161.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" \/>Wara und Shotan &#8211; Madu mit Tante Maramu<\/p>\n<p>Madu und ich haben ein kleines Programm f\u00fcr Heute. Mittagessen bei Om\u00e4g\u00e4, er bewirtschaftet einen Hof ein paar Kilometer weiter, vorher noch die kleine Schwester besuchen.. nachmittags gr\u00f6\u00dferer Rundgang durch das Dorf und sp\u00e4ter dann ein Besuch bei Onkel Bougouza dem Dorfmarabu und seiner Frau Maramu.<\/p>\n<p>Bougouza will die Karten f\u00fcr mich legen, wie wir sagen w\u00fcrden, er wird es auf seine Weise machen. Ich bin gespannt. Habe geh\u00f6rt, dass Leute sogar aus dem fernen Bamako bis hier her kommen, um sich weissagen zu lassen. Aber jetzt setzen wir uns erstmal auf das von Om\u00e4g\u00e4 geliehene Moped und knattern nach anf\u00e4nglichen Startschwierigkeiten zur \u201eTankstelle\u201c, dem Boutiqui, dem Dorfladen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-410\" title=\"e27dorfladen\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e27dorfladen-1024x661.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"661\" \/><\/p>\n<p>Drau\u00dfen steht ein Regal mitalten ein Liter Glasflaschen, in eine wird etwas Zweitakt\u00f6l nach Gef\u00fchl gegossen, dann mit Benzin aufgef\u00fcllt und ab in den Tank. Vier Mal das Ganze f\u00fcr je siebenhundert FCFA, macht zirka vier Euro f\u00fcnfzig, ganz sch\u00f6n teuer f\u00fcr die Verh\u00e4ltnisse hier. Ich \u00fcbernehme die Bezahlung und dann geht es los. Ein Gewirr von Wegenund Fahrspuren, \u00fcber ausgetrocknete Felder, in Abst\u00e4nden von Nu\u00dfb\u00e4umen und Mangos bewachsen, an dichtem Geb\u00fcsch vorbei, Palmen, ab und zu ein dicker Baobab, Geh\u00f6fte mit Frauen und Kindern denen Madu Begr\u00fc\u00dfungen zuruft. Wir sind am Hof seiner kleinen Schwester angekommen, er hat ein paar Geschenke f\u00fcr sie dabei, aber die Frau im Hof, mit dem kleinen M\u00e4dchen das mich mit gro\u00dfen Augen anstarrt, bedeutet ihm, dass sie nicht da ist. Madu l\u00e4sst die Sachen da und wir fahren weiter durch den Busch zu Madu&#8217;s Bruder.<\/p>\n<p>Nach zwei, drei Kilometern kommen wir zu Om\u00e4g\u00e4s Hof und werden strahlend empfangen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-403\" title=\"e18Omeg\u00e4s Hof\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e18Omeg\u00e4s-Hof.jpg\" alt=\"\" width=\"809\" height=\"490\" \/><\/p>\n<p>Es ist noch zu fr\u00fch zum Essen und so sitzen wir, die M\u00e4nner unter dem Vordach und trinken&#8230;was wohl? Tee. Om\u00e4g\u00e4s Frau stampft Mais f\u00fcr To im gro\u00dfen M\u00f6rser und seine kleine Tochter linst scheu hinter dem T\u00fcrpfosten hervor. Om\u00e4g\u00e4 wollte eigentlich in der Armee bleiben, war schon Offiziersanw\u00e4rter, ein \u201esicherer\u201cJob, aber der Vater hat, wie meist hier im Dorf, durchgesetzt, dass er die Landwirtschaft \u00fcbernimmt. Aber wie soll man hier Landwirtschaft machen, wenn man nur ein paar Monate im Jahr hat. Der Brunnen ist jetzt schon fast trocken und bis zur Regenzeit sind es noch Monate. \u00dcber dem eigentlichen Grundwasser liegt eine harte Steinplatte, wie dick wei\u00df man nicht genau, meint Om\u00e4g\u00e4. Wenn man die durchbohren k\u00f6nnte, g\u00e4be es genug Wasser. Aber das kostet zu viel. Es ist wie \u00fcberall \u2013 ohne Geld keine Investitionen \u2013 ohne Investitionen kein Verdienst. Madu meinte, wenn ich wollte k\u00f6nnte ich mich auch alleine etwas umsehen, und nachdem mir Om\u00e4g\u00e4 versicherte es g\u00e4be nur kleine, schwarze, giftige Schlangen, die ziemlich schnell seien, aber mit meinen dicken Schuhen das kein Problem sei, mache ich mich beruhigt auf zu einem Spaziergang. Eine gute Stunde treibe ich mich jetzt in der Landschaft herum, schaue mir fremde Pflanzen und Bl\u00fcten an, sitze eine Weile an einen Baobab gelehnt; die Gro\u00dfen, Alten, meist mehr Stamm als Ast, knorrige Wesen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-401\" title=\"e17ebbyambao\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e17ebbyambao.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<p>Lasse die Landschaft auf mich wirken und stelle fest, dass ich ja doch noch immer in einer Kultur Landschaft sitze und nicht im Urwald. Bis auf ein paar laute, bunte V\u00f6gel ist die Fauna nicht besonders rege. Es zwicken keine Ameisen oder Termiten und kleine schwarze Schlangen habe ich auch nicht gesehen. Langsam gehe ich wieder zur\u00fcck an dem Brunnen vorbei, dessen Rand ein alter Autoreifen befestigt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-402\" title=\"e20brunnen\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e20brunnen.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/p>\n<p>In ungef\u00e4hr sechs Metern Tiefe spiegelt sich die Wasserfl\u00e4che. \u00dcber die Felder komme ich wieder zu dem einst\u00f6ckigen Lehmziegel-Bau in L Form. Drei runde Vorratsh\u00e4user mit Strohdach und Esel dazwischen bilden dann das U. Im Hof liegt ein gro\u00dfer Stapel frisch gemachter Lehmziegel um zu einem weiteren Geb\u00e4ude verbaut zu werden. Dann ist der Vierseithof fertig. Om\u00e4g\u00e4 und Madu sitzen noch unter dem Schattendach, aus dem kleinen demolierten Radiorekorder schallt Ballaphon und malische Ges\u00e4nge. Om\u00e4g\u00e4s Frau bringt eine Sch\u00fcssel Mais To mit den \u00fcblichen zwei So\u00dfen, die gr\u00fcne aus Acekeschoten und Baobabfrucht, die Rote aus Tomatenmark, Zwiebeln und sonstigen Gew\u00fcrzen. Die Gr\u00fcne kostet schon \u00dcberwindung und geschmacklich eher nichts sagend. Ich halte mich an die rote So\u00dfe. Zum Trinken Wasser aus dem Becher.<\/p>\n<p>Ich hatte mir ja eine Kiste Mineralwasser gekauft, aber ich trinke auch Brunnenwasser, wenn es nicht gerade rot oder sonstig gef\u00e4rbt ist. Gegen Bakterien oder \u00e4hnliches bin ich sehr resistent, wie mir die letzten drei Monate in Mali best\u00e4tigen. In Bamako schmeckt das Wasser ziemlich nach Chlor, weshalb ich Flaschenwasser vorziehe. 12 mal 1,5 l kosten 5\u20ac, auch nicht billig. Aus einem Plastikeimer mit Deckel bietet mir Om\u00e4g\u00e4 Milch von den eigenen K\u00fchen an; sehr gut, wie sich&#8217;s geh\u00f6rt. Danach noch ein Glas Wein aus der Gegend. Da mu\u00df man erst noch einen zweiten Schluck nehmen, um ein Urteil f\u00e4llen zu k\u00f6nnen. Auch nicht schlecht, s\u00fc\u00df, etwas herb und sehr fruchtig, wenig Alkohol, sechs bis sieben Prozent vielleicht. Kann man trinken. Beim abschlie\u00dfenden Tee unterhalten wir uns \u00fcber die Wasser und Geldprobleme, das Hauptthema. Ich erz\u00e4hle dass es bei uns in Europa auch nicht so einfach ist und es arme Leute gibt. Aber wenigstens genug Wasser gibt es noch. Wir jammern auf anderem Niveau.<\/p>\n<p>Wir verabschieden und schwingen uns auf&#8217;s Moped, fahren wieder Richtung Dorf. Om\u00e4g\u00e4 braucht nachher das Moped um nach Kutiala zu fahren. Er kommt mit dem Rad nach. Wir halten zwischendurch noch am Baumwollsammelplatz wo gro\u00dfe rechteckige Baumwollhaufen liegen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-405\" title=\"e21coton\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e21coton.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/p>\n<p>Mehrere Arbeiter sind dabei auf blaue Plastikplanen die Baumwolle zu h\u00e4ufen und dann die zugebundene Plane zu der H\u00fctte, vor der eine Waage, steht zu schleppen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-406\" title=\"e22mit coton\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e22mit-coton.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/p>\n<p>Auch hier werden wir mit gro\u00dfem Hallo begr\u00fc\u00dft. Die Gesch\u00e4fte gehen schlecht, der Baumwollpreis ist unten, von den subventionierenden Amerikanern versaut. Trotzdem Lachen und Fr\u00f6hlichkeit. Wieder auf&#8217;s Moped und w\u00e4hrend der kurzen Fahrt zum Dorf erkl\u00e4rt mir Madu, dass vor zwanzig Jahren hier \u00fcberall noch dichter Wald war. Alles wurde zu Bauholz und Holzkohle verarbeitet und man sieht auch immer wieder Frauen mit Holzb\u00fcndeln auf dem Kopf aus dem Busch kommen, mit denen sie die Kohlemeiler f\u00fcttern. Womit soll man sonst kochen. Seit Jahrtausenden geht das mit Holzkohle. Es gibt nichts anderes. Wir kommen noch an der kleinen Moschee vorbei, die vor ein paar Jahren gebaut wurde, nachdem der letzte Dorfvorsteher, der den Bau immer verhinderte, starb.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-407\" title=\"e23moschee\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e23moschee.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/p>\n<p>Aber Moslems sind hier immer noch in der Minderzahl. Die Moschee durfte auch nur au\u00dferhalb des Dorfes gebaut werden. Wir kommen an einem anderen Platz, dem Festplatz, vorbei. In der Mitte steht ein kleines Fetischh\u00e4uschen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-408\" title=\"e24fetischhaus\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e24fetischhaus-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/p>\n<p>Hier finden Feste und Zeremonien statt. Nachts sei es hier gef\u00e4hrlich meint Madu, der ja nicht an Geister oder \u00e4hnliches glaubt. Als Kind wurde er jedoch von seinem Onkel dem Marabu,den wir gleich besuchen werden, initiiert, er sollte mal das Erbe seines Onkels \u00fcbernehmen, die Tradition fortf\u00fchren. Aber er ist lieber Musiker und hat sich durchgesetzt.<\/p>\n<p>Drei St\u00fchle stehen links an der Wand des Fetischraumes in den uns Bougouza mit dem weichen H\u00e4nde Druck und dem scheuen Blick f\u00fchrt. Niedrig, nur sp\u00e4rlich erhellt durch die T\u00fcr\u00f6ffnung. Wir setzen uns, Bougouza mit dem R\u00fccken zu uns, den Blick ins Dunkel des kleinen Raumes gerichtet. \u00dcberall h\u00e4ngen Beutel, B\u00fcndel mit Kr\u00e4utern und allerlei magische Gegenst\u00e4nde. Bougouza sitzt auf dem Boden, rechts neben sich eine zirka drei\u00dfig Zentimeter breite und einen Meter lange Bahn mit glatt gestrichenem Sand. Er dr\u00fcckt mir eine Hand voll Sand in die meine, ohne sich um zudrehen, irgend etwas murmelnd. Madu bedeutet mir meine Fragen laut auf Deutsch in den Sand in meiner Hand zu sagen und dann den Sand seinem Onkel zur\u00fcck zu geben. Dann lege ich noch f\u00fcnfhundert FCFA, ungef\u00e4hr achtzig Cent, auf einen Stein, wo noch andere M\u00fcnzen liegen. Bougouza verstreut den Sand aus meiner Hand auf seiner Sandbahn, streicht sie wieder glatt und beginnt vor sich hin murmelnd mit der Rechten Zeichen in den Sand zu setzen. Wie ich sehe, die gleichen, die ich schon auf einem Zettel, der an dem T\u00fcrpfosten h\u00e4ngt, bemerkt habe.Sie sehen aus wie Tierspuren im Sand. Nach einer Weile f\u00e4ngt er an zu sprechen. Madu \u00fcbersetzt. Ich bin erstaunt. Alles was er sagt bezieht sich genau auf das, was ich fragte. Genauer lasse ich mich an dieser Stelle nicht \u00fcber den Inhalt aus. Privatsache. Aber Bougouza ist schon \u00fcberzeugend. Die Sitzung ist beendet. Wir verabschieden uns. Drau\u00dfen auf der Bank warten inzwischen zwei gut gekleidete junge M\u00e4nner mit Handys darauf, dass sie dran kommen. Richtig viel los ist hier im Hof.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-411\" title=\"e25darams hof\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e25darams-hof.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" \/>Blick von Daramis Hof<\/p>\n<p>Zwei kleine M\u00e4dchen stampfen im gro\u00dfen M\u00f6rser Mais. Eine Frau sortiert die auf einem gro\u00dfen Lehmofen getrockneten N\u00fcsse, die zu \u201ebeurre carite\u201c verarbeitet werden. Hunde, Katzen, H\u00fchner, Kinder. Zwei bunt gekleidete, stolze, jun ge Frauen wollen auch zum Marabu. Madu&#8217;s Vater unterm Schattendach l\u00e4dt mich zu einem Becher Hirsebier ein. Schmeckt ein bisschen wie Apfelmost und sieht auch so tr\u00fcbe aus. Wir gehen wieder durch das Fetischhaus. Einer der modernen J\u00fcnglinge hat doch tats\u00e4chlich sein schniekes Moped direkt vor den Ausgang geparkt. Madu stellt es Kopf sch\u00fcttelnd weg und wir gehen wieder zu Daramani. Dort lassen wir uns im Hof unter dem Dach nieder, es wird bald dunkel, wir genie\u00dfen den Tee den Neryere macht und das Pate, leckere Krapfen aus Hirsemehl mit Chili drin, von denen Alima eine gro\u00dfe Sch\u00fcssel voll gemacht hat. Der Abend verl\u00e4uft \u00e4hnlich wie der letzte. Kommen und Gehen. Kinder wollen fotografiert werden, ein Tee nach dem anderen. Madu geht sp\u00e4ter nochmal zu Vater und Onkel. Ein guter Tag gewesen mit vielen Eindr\u00fccken und einem Dorfgemeinschaftsgef\u00fchl wie ich es sonst noch nicht erlebt habe. Ich denke bei mir; ein halbes Jahr w\u00fcrde ich es schon aushalten, auf Trapper Niveau, so f\u00fchle ich mich hier ein bisschen. Befriedigt von dem Tag strecke ich mich gegen vierundzwanzig Uhr auf meiner Matratze aus.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-412\" title=\"e26termitenbau\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e26termitenbau.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\" \/>Termitenbau<\/p>\n<p>Kurz nach Sonnenaufgang sind wir wieder wach. Es ist k\u00fchl, aber die Sonne scheint. Madu fragt ob ich mich waschen wolle, ich nicke. Nach kurzer Zeit kommt Daramis zweite Frau S\u00e4ba, hochschwanger, mit einem gro\u00dfen Eimer warmen Wassers an, den ich ihr gleich abnehme und unter ihrem erstaunten Blick selber zum Freiluftbad schleppe. Da h\u00e4tte ich auch auf&#8217;s Waschen verzichtet, wenn ich das gewusst h\u00e4tte. Tage sp\u00e4ter sollte ich erfahren, dass sie ihr Kind verloren hat. Afrika, viel Armut unter wenigen Reichen, die nichts abgeben, \u00e4rztliche Versorgung auf dem Land gleich null und wenn dann kostet sie. Schwer zu ver\u00e4ndernde Traditionen, die doch auch vieles zusammenhalten. Ich wasche mich mit dem warmen Wasser, den Blick auf den gro\u00dfen, von Kr\u00e4hen artigen V\u00f6geln mit langen Schw\u00e4nzen umflatterten Baobab gerichtet. Die zwei K\u00fche und der Bulle schauen mich neugierig an als ich das Bad wieder verlasse und mich zu Madu unter das Dach setze. Die noch niedrig stehende Sonne vertreibt die morgendliche K\u00fchle. Madu dr\u00fcckt einem kleinen Jungen zweihundert FCFA in die Hand zum Hirsek\u00fcchlein kaufen. Alima bringt das obligatorische Moni. Darami gesellt sich zu uns mit der kleinen Tochter auf dem Scho\u00df, auch Om\u00e4g\u00e4 taucht auf. Er hat aus dem Nachbardorf ein vier Liter Kanister mit Hirsebier f\u00fcr uns zum mitnehmen geholt. Madus Vater hat sich auf den Weg gemacht, Rinde und verschiedene Bl\u00e4tter zu sammeln, als Arznei f\u00fcr Madu&#8217;s ewig kranke Frau, die glaube ich einfach keine Synthese findet zwischen der Tradition und dem \u201emodernen Leben\u201c in Bamako. Gegen zehn Uhr taucht Sako auf mit dem reparierten Taxi. Drei\u00dfig Euro hat er f\u00fcr geplatzten Schlauch, neue Kopfdichtung und Einbau gezahlt. Guter Preis. Ich mache mich jetzt, einen Schwarm Kinder hinter mich herziehend, auf zu einer Fotorunde durch das Dorf.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-413\" title=\"e30brunnenneu\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e30brunnenneu.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" \/>Wasserstelle<\/p>\n<p>Eines der Kinder ein etwa zehn j\u00e4hriger Junge kann etwas Franz\u00f6sisch, er sa\u00df schon gestern Abend l\u00e4nger bei mir, immer seine kleine Schwester auf dem R\u00fccken oder Scho\u00df. Mit ihm kann ich mich gut verst\u00e4ndigen. Viele Dorf Bewohner winken mir zu, gr\u00fc\u00dfen mich. Hast du das Vertrauen der Kinder, ist das der Erwachsenen auch da.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-416\" title=\"e28kinde\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e28kinde.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/p>\n<p>Jetzt schauen wir noch zu der M\u00fchle, wo ein lauter Dieselmotor die Mahlsteine antreibt und N\u00fcsse f\u00fcr \u201ebeurre carite\u201c zu einer dicken dunkel braunen Masse mahlt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e31muehle.jpg\" width=\"768\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<p>Diese \u201ebeurre carite\u201c wird sowohl als Fett zum Kochen, als auch als Creme zum einreiben der Haut benutzt. Riecht etwas streng f\u00fcr unsere Nasen. Aber im Essen f\u00e4llt es kaum auf. Als wir wieder bei Darami eintreffen, erfahre ich, dass Madu&#8217;s Vater wieder zur\u00fcck ist und wir gehen zusammen mit Sako und Om\u00e4g\u00e4 wider durch das Fetischhaus hindurch zu Madu&#8217;s Eltern. Wara sitzt vorm Haus, r\u00f6tliche Rinde in kleine St\u00fccke hackend und Bl\u00e4tter in B\u00fcndel bindend.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-415\" title=\"e32vatta\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e32vatta.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<p>Als nach einer Weile alles in Plastikt\u00fcten verpackt ist, naht das Abschied nehmen. Ich w\u00fcrde gerne das n\u00e4chste Mal, wenn ich etwas Bambara spreche, mit dir Rinde und Bl\u00e4tter sammeln gehen, sage ich zu Wara. Die erfreute Antwort war.\u201cSehr gerne, das n\u00e4chste Mal werde ich f\u00fcr dich singen und Ballaphon spielen.<\/p>\n<p>Der Abschied, wie die Begr\u00fc\u00dfung, ein gegenseitiges Gutes w\u00fcnschen, f\u00fcr die Familie, das Dorf; ich danke f\u00fcr die gute Aufname \u2013 amina \u2013 amina. Ich gebe Wara als kleines Dankesch\u00f6n 5000 FCFA. Auch Bougouza kommt und verabschiedet mich mit seinem weichen H\u00e4ndedruck.<\/p>\n<p>Madu&#8217;s Mutter und die Tante \u00fcbersch\u00fctten mich mit Segensw\u00fcnschen und ich antworte wie von Madu beigebracht \u2013 amina \u2013 amina. Wir packen die Plastikt\u00fcten mit den Arzneien und mit einem letzten Winken gehen wir durch das Fetischhaus zu Darami hin\u00fcber wo das Taxi steht. Wir laden unsere Sachen ein, wieder umschw\u00e4rmt von Kindern und Erwachsenen, noch ein paar Fotos aus dem Autofenster, der kleine Junge mit seiner Schwester auf dem R\u00fccken fragt mich traurig, warum ich nicht da bleibe. Das Dorf hat seine Eindr\u00fccke bei mir hinterlassen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-417\" title=\"e33Kinder\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e33Kinder.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-418\" title=\"e29dorf\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e29dorf.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/p>\n<p>Auf dem Weg nach Kutiala treffen wir noch den Gro\u00dfen, Lustigen der sich \u00fcberschwenglich f\u00fcr die gute Salbe bedankt. Akafsa \u2013 akafsa., besser \u2013 besser; ein paar Worte Bambara sind inzwischen auch bei mir h\u00e4ngengeblieben. Schwierig wenn man gleich zwei neue Sprachen lernen soll. Nach zwei ein halb Stunden erreichen wir Segou, wo wir noch einen Blick auf den breiten Niger und die B\u00fchnen f\u00fcr das Niger Musik Festival werfen das hier in den n\u00e4chsten Tagen stattfindet.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-419\" title=\"e34Schiff\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e34Schiff.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-420\" title=\"e35niger\" src=\"http:\/\/blog.christofwackernagel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/e35niger.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><\/p>\n<p>Auf der weiteren Heimfahrt kaufen wir noch zwei gro\u00dfe S\u00e4cke Holzkohle. Einen f\u00fcr Sako und einen f\u00fcr uns. Sie kosten hier nurhalb so viel wie in Bamako. Chistof kocht in Bamako mit Gas, aber Sanata braucht die traditionelle Kochweise mit Charbon.<\/p>\n<p>Jetzt sind wir den Berg zu Christof&#8217;s Haus hinaufgekrochen in der Dunkelheit und werden mit lautem Gebell von Leo und gro\u00dfem Hallo von Sanata, Christof, den Nachbarn und den Kindern begr\u00fc\u00dft.<\/p>\n<p><span class=\"Apple-style-span\">Eberhard Jost<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ebbys Fahrt in Madous Heimatdorf Welenguena Besuch im Heimatdorf von Madu im Gebiet von Welengena bei Koutiala Bamako Mopti Welengena Seid drei Tagen h\u00e4ngt der Saharastaub dicht \u00fcber Bamako. Es ist Winter und kalt f\u00fcr die hiesigen Verh\u00e4ltnisse. In Welengena wird es noch k\u00e4lter sein als hier meint Madu. Drei Tage ohne Sonne, heizt Madu [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,5],"tags":[],"class_list":["post-222","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-afrika","category-dies-und-das"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.christofwackernagel.de\/aktuelles\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/222","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.christofwackernagel.de\/aktuelles\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.christofwackernagel.de\/aktuelles\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.christofwackernagel.de\/aktuelles\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.christofwackernagel.de\/aktuelles\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=222"}],"version-history":[{"count":4,"href":"http:\/\/www.christofwackernagel.de\/aktuelles\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/222\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":242,"href":"http:\/\/www.christofwackernagel.de\/aktuelles\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/222\/revisions\/242"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.christofwackernagel.de\/aktuelles\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=222"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.christofwackernagel.de\/aktuelles\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=222"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.christofwackernagel.de\/aktuelles\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=222"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}