Brief von Uwe Folkerts an RA Eisel

Sehr geehrter Herr Eisel,

Ihren Brief in oben genannter Angelegenheit habe ich inzwischen über Umwege erhalten. Leider komme ich erst heute dazu Ihnen zu antworten, da ich mich momentan nicht in Deutschland aufhalte.

Es hat mich sehr verwundert, dass Dr. Querfurt und Sie als sogenannte sozial engagierte Menschen diesen juristischen Weg beschreiten, um einen Kritiker mundtot zu machen. Selbst wenn es zutreffen sollte, dass die Kritik ungerechtfertigt wäre, was in einem anstehenden öffentlichen politischen und nicht gerichtlichem Klärungsprozess erst noch festzustellen wäre, zeugt Ihr Vorgehen, bzw. das Ihrer Mandantschaft von einer ausgesprochenen Angst, den Sachverhalt in der Öffentlichkeit zu diskutieren. Bisher hatte ich noch keinen Standpunkt zu den Anschuldigungen von Christof Wackernagel eingenommen, sondern ich wollte hierzu nur eine politische Auseinandersetzung führen und fordern. Aber die Reaktion des Dr. Querfurt spricht jetzt für sich.

Mit juristischen Mitteln darauf zu reagieren und dann noch Sie als Rechtsvertreter einzusetzen hat bei mir äußerste Skepsis ausgelöst. Ich weiß, dass Christof Wackernagel, aufgrund seiner Mentalität und seines Gerechtigkeitssinnes gerne emotional aufgeladen argumentiert, was zwar für viele Menschen als lästig empfunden wird, aber grundsätzlich nicht falsch  ist.

Sie können davon ausgehen, dass ich die Auseinandersetzung öffentlich führen werde, dies auch über meine vielfältigen Kontakte. Gerade ich war es ja, der die öffentliche Auseinandersetzung forderte, was aber durch Dr. Querfurt und mit ihm verbundenen Personen mittels juristischer Schritte verhindert werden soll. Schon alleine daraus können Sie ablesen, dass ich alle Schreiben öffentlich zugänglich machen werde, auch an diverse Publikationen.
Ihrer Bitte, die Adressen der Personen zu erfragen, denen ich die Schreiben zur Verfügung gestellt habe, kann aus grundsätzlichen Erwägungen nicht entsprochen werden. Diese Bitte zeigt mir aber, inwieweit Ihnen das Gefühl für den Schutz der Privatsphäre abhanden gekommen ist.

Sie werden sicherlich meiner Bitte Folge leisten, mich von künftigen lästigen anwaltlichen Schreiben zu verschonen. Fuer  eine persoenliche und politische Auseinandersetzung ueber die betreffende Problematik stehe jedoch jederzeit gerne zur Verfuegung.
Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie noch ein gesundes neues Jahr. Und hoffe, dass Sie dies über Ihre Mandanten auch für Christof Wackernagel sicherstellen.
Hochachtungsvoll

Uwe Folkerts

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